Hilfe und Heilung auf geistigem Wege 
durch die Lehre Bruno Grönings

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Online Meeting Protokoll vom 30. Mai 2018 - Bruno Gröning's 112. Geburtstag

Guten Abend und herzlich willkommen zu unserem Online Meeting hier vom Rande des Reinhardswaldes in Nordhessen. Ich freue mich, dass ihr wieder alle da seid und es freut es mich besonders, dass wir heute zusammen den Geburtstag Bruno Grönings feiern können.

Da wir zurzeit sommerliche Temperaturen erleben dürfen, möchte ich euch hier ein paar Bilder Bruno Grönings zeigen, die ihr sicherlich schon kennt, aber so wunderschön sind, da es Fotos sind, die ihn größtenteils glücklich und in den wenigen Augenblicken festgehalten haben, wo er ein paar Minuten Ruhe und Frieden für sich spüren durfte, obwohl ich das natürlich nicht mit Bestimmtheit sagen kann, denn wir wissen ja, dass Bruno Gröning alles geistig, emotional und gedanklich mitbekommen hat, auch als die bösen Ränke schon um ihn geschmiedet wurden.



Bruno Gröning hatte einen Auftrag. Er sagte:


  • „Mein Tun und Wirken dient lediglich nur dazu, alle Menschen dieser Erde wieder auf den rechten Weg, auf den GÖTTLICHEN WEG zu führen. Das ist die GROSSE UMKEHR! Ich heile, um alle Menschen wieder gut zu wissen.“ (handschriftlich)
  • Die Verbindung zum Göttlichen: "Er, der Mensch, hat sich von dem wahren Göttlichen gelöst, ist von ihm ganz abgekommen. Und jetzt gebe ich Ihnen die Verbindung. Das ist die einzige Chance, die ich allen Menschen nur geben kann." (05.09.1950)
  • "Ich hole den Menschen nur aus der Hölle heraus und entführe ihn in das Göttliche, in das Paradies. Nur muss er das zu nutzen wissen." (26.09.1950)
  • "Er, der Mensch, hat sich von dem wahren Göttlichen gelöst, ist von ihm ganz abgekommen. Und jetzt gebe ich Ihnen die Verbindung.

Das ist die einzige Chance, die ich allen Menschen nur geben kann." (05.09.1950)

  • „Ich fühle mich verpflichtet, den Menschen das Gleichgewicht wiederzugeben, ihn so auszurichten, dass er die Materie beherrscht." (handschriftlich)

Liebe Freunde, wir möchten den Weg zurück zu Gott antreten und durch die Aufnahme der göttlichen Kraft unseren Körper, Geist und Seele wieder in Ordnung bringen. Nicht ER heilt, sondern ES, das Göttliche durch den Heilstrom.


YOUTUBe -Video: Zum 112. Geburtstag von Bruno Gröning


https://youtu.be/ByhILQFl_U8


Nun möchte ich Euch einen Bericht zur Feier des Tages vorstellen, der mir zugetragen wurde:


TRAMPLER, Kurt Dr.: Informations-Briefe für Freunde Bruno Grönings (Gräfelfing bei München, 1950) Nr. 1, S. 2-15


"Ich bin hier und überall zugleich" –

dieses oft missdeutete Wort Bruno Grönings enthält den Schlüssel für das Verständnis seiner Heilungen. Gröning behauptet damit nicht, körperlich allgegenwärtig zu sein. Unstofflich und unsichtbar – ähnlich wie eine Radiowelle, die man auch nicht sieht und dennoch mit geeigneten Geräten unabhängig von räumlichen Entfernungen empfangen kann – ist Grönings Heilwelle überall auf der Welt gegenwärtig. Wer sie zu empfangen versteht, der hat die stete Verbindung zu einem unerschöpflichen Strom des Lebens.

Gröning selbst wendet den Vergleich mit dem Rundfunk gerne an, um das Unerklärliche seines Wirkens den Menschen wenigstens etwas begreiflicher zu machen. Er bezeichnet sich als den starken Sender einer Heilwelle. Jeder Mensch, erläutert er weiter, besitzt in sich das Empfangsgerät, um diesen heilenden Strom in sich aufzunehmen – sofern er sich nur richtig darauf einstellt. Wie man mit einem Rundfunkgerät nicht die Station München hören kann, wenn man den Einstellknopf auf Berlin gedreht hat, so kann man nicht den "Sender Gröning" empfangen, wenn man etwa das geheimnisvolle Schaltwerk der eigenen Seele auf die Gier nach materiellen Gütern oder auf Gottferne, zweifelnde, fordernde Gedanken eingestellt hat. Man muss, wenn man die Heilung auf diesem jenseits aller Medizin liegenden Wege erhoffen will, gläubigen Herzens bereit sein, die Gnade Gottes zu erbitten und zu empfangen.

Man muss aber auch fähig werden, die Wirrnis eigener Gedanken zum Schweigen zu bringen – alles abzuschalten, womit man den reinen Empfang des heilenden Stromes stören könnte.

Die Heilwelle Grönings ist weltumspannend, allgegenwärtig. An uns liegt es, ihr Einlass zu geben.


Anmerkung Petra:

Wir sind immer noch im Pfingstgeist liebe Freunde. Gerlind hat mir mal ein paar Punkte rübergemailt, was dem Pfingstgeist zugesagt wird:

7 Eigenschaften des Heiligen Geistes

Mitteilung der Weisheit

Vermittlung von Erkenntnis

Glaubenskraft

Krankheiten heilen

Wunderkräfte

Unterscheidung der Geister

Prophetisches Reden


Weiter mit dem Bericht von Dr. Kurt Trampler:


Der göttliche Weg

"Ich will den Menschen auf den wahren göttlichen Weg zurückführen. Die Brücke zu diesem Weg habe ich gebaut. Diesen Weg können Sie alle gehen, dann haben Sie alles. Deshalb mein Wirken hier auf dieser Erde. Ich will den Menschen umformen; viele sind tatsächlich satanisch geworden. Ein satanischer Mensch kann nur Schlechtes tun und ich kann ihm deshalb nicht böse sein. Wenn noch etwas Gutes in ihm ist, darf ich nichts unversucht lassen, ihm zu helfen. Denn Sie alle sollen wieder zu dem wahren göttlichen Glauben zurückgeführt werden. Sie alle sollen den wahren göttlichen Weg wieder gehen, damit Sie die Verbindung zum Herrgott wieder erhalten und behalten …"


Mit diesen Worten an die Heilungssuchenden umreißt Bruno Gröning, dass er als das Eigentliche seiner Berufung nicht so sehr die Heilung kranker Körper als vielmehr die Heilung kranker, Gott entfremdeter Seelen empfindet.

"Wie ist es überhaupt dazu gekommen" fragt er, "dass der Mensch krank geworden ist? Der ursprüngliche Mensch war nicht krank. Die Menschen sind schlecht geworden, immer schlechter von Generation zu Generation. Die Schlechtigkeit hat so weit um sich gegriffen, dass es bald nicht mehr möglich ist, zu leben. Zank und Streit, selbst in den Familien; mehr Krieg als Frieden unter den Völkern! Die Sorgen brachten das seelische Leid über die Menschheit, und sie haben so tief Wurzeln gefasst, dass die Menschen krank werden mussten. Einer belastet seelisch den anderen. Die Menschen sind verbildet, sie haben sich vom Natürlichen entfernt, viele haben den Glauben an Gott verloren. Wer aber vom göttlichen Weg abkommt, der kommt auch von seiner Gesundheit ab."


Diese Feststellung des unmittelbaren Zusammenhanges zwischen Gottesglauben und Gesundheit, zwischen Gottentfremdung und Krankheit kehrt in Grönings Worten immer wieder. Sie ist das geistige Fundament seines gesamten Wirkens, und die Anerkennung dieses Fundaments ist die erste persönliche Voraussetzung für die Heilung, die jeder Hilfesuchende mitbringen muss.


BG: "Wer bereit ist, den Weg zu Gott anzutreten, den kann ich heilen. Sie sollen wieder ein wahrer Mensch werden. In seinen Werken soll es der Mensch beweisen, dass er mit Gott lebt. Sie sollen wieder von Mensch zu Mensch gut sein. Liebe deinen Nächsten mehr wie dich selbst! Nicht gehässig sein, nicht falsch, niemandem etwas Schlechtes antun! Nie neidisch sein! Wir sind alle Kinder Gottes, und wir dürfen nicht vergessen, dass wir alle zusammengehören. Wenn ich sage, ich glaube an den Herrgott, so muss ich auch Vorbild sein, muss zeigen, dass ich ein guter Mensch bin. Ich heile, um alle Menschen wieder gut zu wissen. Ja, deshalb tue ich dieses."


Die besten Geister unserer Zeit haben die Krise der Menschheit im Umsturz der Wertordnung erkannt. Alle großen Kulturreligionen sehen den höchsten Lebenswert in dem Einssein mit Gott, dem dann in abgestufter Reihenfolge erst alle anderen Lebenswerte folgen. Dem Geld und den materiellen Gütern weisen sie die unterste Stufe zu. In den menschlichen Ordnungen oder, besser gesagt, Un-Ordnungen der Gegenwart aber scheint die Gier nach Geld und Macht die oberste Stufe einzunehmen, und alles menschliche Tun und Lassen scheint sich der unverhüllten Gewinnsucht unterzuordnen. Ein unheimlicher Sog in den Abgrund ist in dieser materialistischen Auffassung wirksam.


Das Gewissen (= Gottwissen) wird übertönt von dem vorlauten Gehabe eines Wissens, das die Grenzen des menschlichen Geistes leugnet und nichts glaubt, was nicht sichtbar und messbar ist. In diesem Weltbild des Materialismus wird die Gottesfurcht ersetzt durch die Furcht vor dem Strafgesetzbuch, die tätige Nächstenliebe durch den Versicherungsvertrag, die Bewährung in einem rechtschaffenen Leben durch den Hinweis auf das erraffte Bankkonto. Im Ganzen ist es eine armselige Welt, eingeengt in die schmale Spanne zwischen Geburt und Tod, hinter dessen dunkler Schranke ihr das leere Nichts steht.


Dieses geistige Gefängnis, in das sich so viele Menschen selbst eingesperrt haben, zerbricht Bruno Gröning: Seine Heilungen an "unheilbaren" Kranken machen die Wirklichkeit Gottes einer ungläubigen Zeit sichtbar. Wo die wissenschaftliche Erfahrung nur auswegloses Siechtum und unvermeidbares Ende vorauszusagen vermag, bewirkt Grönings Kraft die Umkehr zu Leben und Gesundheit. Es scheint in dem endlosen Katalog der Krankheiten keine zu geben, die für ihn unheilbar wäre – wenn der Leidende nur selbst die geistigen und seelischen Voraussetzungen für die Heilung mitbringt. Die Allgegenwart des heilenden Stromes, die Fähigkeit Grönings, Raum und Zeit bei Fernheilungen und Fern-Krankheitsbildern mühelos zu überbrücken: Das alles spricht durch die Tat deutlicher als Worte es je vermöchten, von der Lebendigkeit eines göttlichen Wirkens, das wir nicht erforschen, sondern nur in Ehrfurcht verehren können.

Mancher Kranke, den Gröning von schweren körperlichen Leiden befreite, bekennt, dass der neu erlebte Glaube an Gott, der seinem Dasein wieder Sinn und Ziel gesetzt habe, noch wesentlicher für ihn sei als die wiedererlangte Gesundheit. Wer den "göttlichen Weg" gefunden hat, schreitet unbeirrt und unerschüttert durch die Wirrnis der Zeit. Jenseits des körperlichen Todes weitet sich sein Blick auf ein Leben in neuen, höheren Formen des Seins.


Das geheimnisvolle Schaltwerk im Menschen

Kann nun Gröning jeden Menschen heilen, der bereit ist, im Glauben an Gott zu leben? Grundsätzlich: Ja! Die Erfahrung hat indessen gelehrt, dass es eine Reihe wichtiger Regeln gibt, deren Beachtung den Empfang des Heilstromes sehr begünstigt. Der Vergleich mit der Radiowelle (so äußerlich er freilich ist!) mag das Verständnis abermals erleichtern: Wer sich dem Glauben erschließt, hat sich gewissermaßen richtig "auf den Sender Gröning" – der ja auch nur wiederum ein Mittler eines göttlichen Stromes ist – eingestellt. Nun muss er weiter richtig schalten, dass der Empfang rein und störungsfrei erfolgt und den richtigen Weg durch den Empfänger nimmt.


Ob Gröning selbst körperlich gegenwärtig ist oder ob sich ein Kranker aus der Ferne auf seine Heilwelle einstellt – in beiden Fällen muss der Heilungssuchende nur Empfänger sein. Wenn er auch nur im geringsten Maße gleichzeitig selbst Sender sein will, kommt keine störungsfreie Aufnahme zustande. Nun ist es auch wissenschaftlich durch Messungen mit allerfeinsten Instrumenten nachgewiesen, dass wir durch Gedankentätigkeit im nächsten Umkreis sehr schwache Wellen senden. Wer die Heilwelle Grönings empfangen, möglichst stark erhalten will, muss deshalb alle störenden Eigengedanken während dieser Zeit abschalten. Störend wirken in erster Linie Zweifel, Neugier, vor allem aber der Gedanke an das eigene Leiden. Wer an das eigene Leiden denkt, hält es fest.


"Wer seine Krankheit liebt, sitzt darauf – dann kann ich sie nicht abnehmen" sagt Gröning. Wie genau diese Feststellung Grönings stimmt, hat sich bei gründlichen Reihenbeobachtungen erwiesen. Bei ein und demselben Leiden ist dort eine volle Heilung erzielt worden, wenn der Kranke den Gedanken an das eigene Ich, an seine Sorgen und an seine Krankheit abschalten konnte, während andere Patienten, die dazu nicht fähig waren, ihr Leiden behielten. Das geht so weit, dass Heilungssuchende, die mehrere Gesundheitsschäden aufwiesen, jene verloren, an die sie nicht dachten und die Leiden behielten, mit denen sie sich gedanklich befassten. Wenn Gröning einer Aufnahmeperson die Krankheit eines Patienten zu Kontrollzwecken "eingibt", so erscheinen jene Symptome im Krankheitsbild nicht, an die der Betreffende gedacht hat. Auch Begleitpersonen können durch zweifelnde und ablehnende oder aber zu sehr besorgte Gedanken an das Leiden die gleichen Störwirkungen hervorrufen – oft genug eine unermessliche Erschwerung der Arbeit Grönings!


"Ja – was soll ich denn verspüren?" fragen viele Kranke. Diese Frage bleibt besser unbeantwortet, denn keinem Patienten soll etwas auf suggeriert werden. Der Patient soll vielmehr, sobald er den Gedanken an das eigene Leiden zum Schweigen gebracht hat, sehr sorgsam in sich hineinhorchen, um auch die leiseste, geringfügigste Veränderung in seinen Empfindungen zu registrieren. Denn diese Veränderungen sind die ersten Anzeichen dafür, dass ein Leidender überhaupt auf die Heilwelle Grönings reagiert. Diese Empfindungen können verschiedenster Natur sein – der eine fühlt Temperaturveränderungen, der andere etwas ähnliches wie eine Elektrisierung; bei einem klingen die Schmerzen ab, bei anderen treten neue Schmerzen (Regelungsschmerz!) auf. Nicht was man spürt, ist zunächst das Wesentliche, sondern dass man eine Veränderung aufnimmt, dass der Anstoß zur gesundheitlichen Umkehr da ist.


Nichts verlangen – erlangen!

Wie oft muss Gröning dieses Wort den Heilungssuchenden wiederholen! Gewiss – es ist verständlich, dass ein Leidender in jenem kurzen Augenblick, den er allenfalls Gröning gegenübersteht, glaubt, er müsse jetzt wenigstens im Telegrammstil erzählen, was ihm fehlt und er müsse ihm einen ganz konkreten, dringenden Wunsch sagen. Dennoch ist es falsch! Kein Leidender kann seine Krankheit so genau bis ins Letzte beschreiben wie Gröning sie aufgrund seiner unerklärten Eingebungen sieht. Kein Röntgengerät, kein Mikroskop kann das Rätsel einer Krankheit so entschleiern wie ein blitzschneller Gedanke Grönings.


"Schade um die schöne Zeit", sagt er deshalb jedem Kranken, der immer doch wieder erzählen will, was Gröning längst viel besser weiß als der Kranke selbst. Und Wünsche an Gröning? Ist es nicht klar, was jeder wünscht: die Gesundheit! Irgendeine, nur Gröning selbst bekannte Eingebung verbietet ihm überdies, menschlichem Fordern und Drängen Folge zu leisten. Oft hat ein Heilungssuchender mit solchem Drängen "die Welle abgeschnitten" – just in dem Augenblick, in dem Gröning gerade das tun wollte, was der allzu Eilige wünschte. "… jetzt darf ich nicht mehr".

Immer wieder sei es gesagt: Nicht fragen, nicht erzählen, nicht fordern! Auch wer aus der Ferne Grönings Hilfe geistig anruft, soll sich ebenso verhalten, um nicht die unendlich feine Gedankenbrücke schon im Entstehen zum Einsturz zu bringen.


Das "Nie sollst du mich befragen, noch wissend Sorge tragen" – für den Heilungssuchenden bei Gröning gilt dieses uralte Weistum aus den Mythen aller Völker in ganz besonderem Maße. Man kann die Früchte vom Baum der Erkenntnis erstreben oder man kann die Gnade Gottes erbitten. Aber beides zugleich, das kann man nicht. Kein Kranker hat einen Anspruch auf Grönings Hilfe. Nicht dass er geheilt wird und nicht wann er geheilt wird. Unmittelbare Spontanheilungen sind selten. Viel häufiger ist es, dass sich die Umkehr anbahnt und der Kranke nach dem Maß seiner inneren Umstellung, seiner inneren Reife, gesund wird. Erlangen kann er die Heilung, nicht verlangen.

Was kann Gröning heilen?

Wer diesen Gedankengängen aufmerksam gefolgt ist, dem ist es klar, dass diese Frage falsch gestellt ist. Sie kann nur lauten: Wen kann Gröning heilen? Der Entscheidungspunkt einer Gröning-Heilung ist und bleibt die innere Einstellung des Heilungssuchenden.

Bei gleichen inneren Voraussetzungen der Patienten gibt es natürlich Krankheiten, die leichter und solche, die schwerer zu überwinden sind. Jeder Arzt oder Heilpraktiker, dem Gröning die Berechtigung gibt, in der Praxis seinen heilenden Strom auf die Patienten anzuwenden, wird in angesprochenen Räumen und mit angesprochenen Gegenständen ohne die körperliche Anwesenheit Grönings eine Fülle verschiedenster Leiden heilen können, wie das die Aufzeichnungen der Praxis Eugen Enderlins in München über die Reaktionen vor dem Erscheinen Grönings im Behandlungsraum beweisen. Alle Leiden, die durch eine kräftigere Durchblutung oder eine erhebliche Verstärkung des zentralen Nervensystems gebessert werden können, gehören hierzu.


Die Liste umfasst u. a. Neurosen aller Art, Rheuma, Arthritis und Arthrosis deformans, Asthma, Ischias, Nervenschmerzen an Amputationsstümpfen, chronische Migräne, Schlaflosigkeit, Arbeitsneurosen und Erschöpfungszustände, leichtere Lähmungen und Gelenkversteifungen, alle Kreislaufstörungen, Verheilen schwer verheilender Wunden, Blutvergiftung, Magengeschwüre, Lungenentzündung und vieles andere mehr. Bei schweren Lähmungen, Multiple Sklerose, Blindheit, Taubheit, Geburtstrauma, Tumoren, Sarkomen, Epilepsie usw. ist eine persönliche Begegnung mit Gröning wünschenswert. Er kann dann, ständig das Ergebnis nachpeilend, mit genau überlegten Schaltungen seines Stromes arbeiten.


Ein Talisman fürs Leben

Wie ein "angesprochener Gegenstand" aus Grönings Hand wirkt, gehört zu den völlig unerforschten Fragen. Dass aber diese Stanniolkugeln oder Steine, Bilder oder Bücher, angesprochenen Krücken oder Stühle – kurz alle Gegenstände, in die Gröning mit seinem Willen heilende Kraft hineinlegt – heilen, das kann niemand mehr bestreiten. Der Verfasser dieser Zeilen hat gerade diese Frage genau geprüft: Ischias und Lumbago, die in 27 Jahren von 22 Ärzten nicht geheilt worden waren; chronische Blasenblutungen, die einen Patienten in fünf Jahren an den Rand des Todes brachten; Magengeschwüre, Grippe, akute Blutvergiftung – das alles und sehr vieles andere verschwand allein unter Einwirkung der Stanniolkugeln Grönings in wenigen Tagen bei Patienten, die Gröning nie zuvor gesehen hatten. Selbstversuche zeitigten den gleichen raschen und durchschlagenden Heilerfolg. Wann auch immer ein Mensch Hilfe für seine Gesundheit braucht – aus einem angesprochenen Gegenstand Grönings strömt ihm die Kraft der Heilung zu. Der aufmerksame Beobachter kann dieses Einströmen einer ungekannten Kraft deutlich spüren: Im Falle einer Erkrankung oder eines Erschöpfungszustandes erfolgt es sehr stark. Offenbar besteht zwischen dem "Stromspiegel" in der Stanniolkugel und dem des Patienten ein erhebliches Gefälle. Je mehr sich die Differenz ausgleicht, umso weniger deutlich wird das Einströmen fühlbar.


Der Gesunde oder der "Aufgeladene" spürt wenig oder nichts. Daher zuweilen auch die irrige Meinung von Geheilten, der Strom in der Kugel habe sich erschöpft, Der "Stromspiegel" in einem angesprochenen Gegenstand bleibt dauernd völlig stabil.

Für die Anwendung eines angesprochenen Gegenstandes erfinden die Patienten immer wieder neue Möglichkeiten. Normalerweise nimmt man den Gegenstand in einer stillen Stunde fest, aber nicht verkrampft in die rechte Hand und benimmt sich im Übrigen so, wie es für jede Form des Empfangs der Heilwelle Gröning richtig ist. Diese Behandlung setzt man so lange fort, bis die spürbar auftretenden Wahrnehmungen und Umstellungserscheinungen wieder abklingen. Man kann aber auch, vor allem bei Bildern, die Hand mit gespreizten Fingern über den angesprochenen Gegenstand halten; man kann die Kugel nachts unter das Kopfkissen legen. Im Schlaf, wenn unsere bewusste Gedankentätigkeit abgeschaltet ist, wirkt sie zuweilen am stärksten. Auch darin ist ein Hinweis zu erkennen, dass sich die Gröning-Heilungen in einer tiefen Schicht des Unterbewussten entscheiden, wie auch Krankheiten im Unterbewussten entstehen und festgehalten werden können. Heilungssuchende haben angesprochene Gegenstände mit Erfolg auf die kranken Körperstellen aufgebunden; Ischias– und Rheumakranke, Arthritis-Leidende haben sie mit einem Strumpf an der Fußsohle festgehalten – eingehende Selbstbeobachtung wird meist den rechten Weg zeigen.

Keine Angst vor Rückfällen


Haben Grönings Heilungen Bestand? Das ist vielleicht die meistgestellte Frage! Die gänzlich unhaltbare medizinische Theorie, Grönings Heilungen seien das Ergebnis von Hypnose oder Suggestion, ist wohl die verbreitetste Ursache für die Angst vor Rückfällen. Denn jede Hypnose oder Suggestivwirkung würde sich über kurz oder lang wieder verlieren. Es kann indessen weder Hypnose noch Suggestion vorliegen, wenn – wie das täglich geschieht – Kranke geheilt werden, die Gröning nie begegnet sind, ja nicht einmal ahnen, dass ihn jemand um Hilfe für sie bittet

Es gibt jedoch einige Gefahren, vor denen ernst gewarnt werden muss.


Häufig treten im Gefolge einer Heilung die alten Schmerzen nochmals verstärkt oder aber sehr heftige, neue Schmerzen auf. Gröning nennt sie "Regelungsschmerzen". Sie dauern meist nicht lange an und müssen als unvermeidbare Übergangserscheinung ertragen werden. "Organe wie Glieder, die bisher tot waren, die sich zur Ruhe legten, die werden jetzt lebendig, indem sie durchblutet werden. Das neue Leben, das wieder einkehrt, macht sich bemerkbar, und dass es sich bemerkbar macht, ist gut. Das ist der größte Erfolg, den man nur verzeichnen kann" – mit diesen Worten kennzeichnet Gröning das Wesen der Regelungsschmerzen. Bei Witterungsumschlägen oder auch bei Überanstrengung oder im Gefolge irgendeiner anderen leichten Erkrankung (z. B. einer Erkältung) treten diese Schmerzen zuweilen auch später noch gelegentlich auf. Man begleite eine solche Erscheinung nicht mit der Meinung, die Heilung sei zunichte geworden – sonst kann man sich das alte Leiden möglicherweise geradezu wieder aufsuggerieren.


Während der Umstellung sollte man mit dem kostbaren Gut der Gesundheit besonders vorsichtig umgehen. Nicht sofort die Heilung übermäßig belasten! Nach einer Gröning-Heilung ist eine Erholungszeit so gut nötig wie etwa nach einer Operation. Ganz langsam soll man erproben, was ohne Überanstrengung möglich ist. Vorsichtig sich aus bisherigen Behinderungen "herausbewegen"! Auch hier nicht zu eilig verlangen, sondern geduldig erlangen!


Die größte Gefahr für jede Heilung sind schlechte Gedanken! Wenn ungläubige Angehörige oder Bekannte oder unverantwortliche Sensationsblätter einen Geheilten im Glauben an Gott und im Vertrauen auf Gröning irrezumachen versuchen, so begehen sie damit ein Verbrechen gegen die Gesundheit des Geheilten! Jede seelische Belastung, jede unnötige Erregung, gerade in der Zeit der Umstellung, stört den immer noch laufend erforderlichen Empfang der Heilwelle und macht damit die Voraussetzungen des Erfolges zunichte. "Die Seele und der Geist des Kranken ist schwach und leicht zu beeinflussen von dem starken Bösen" sagt Gröning.


Die weitaus größte Überzahl aller kontrollierten Rückschläge lässt sich ausschließlich auf diese Ursache zurückführen: auf die Bedenkenlosigkeit ungläubiger Mitmenschen, die leichtfertig, dumm und verantwortungslos die Gesundheit, ja das Leben eines Geheilten in Gefahr bringen können. Die Intoleranz engstirniger Geister ist leider eine so verbreitete Erscheinung, dass dem Patienten, der bei Gröning Hilfe erhalten hat, der Rat gegeben werden muss, diesen Sachverhalt so lange zu verschweigen, bis die Gefahrenzone der Umstellungszeit völlig durchschritten ist. Dann aber soll er sich offen zu seinem Helfer bekennen und soll auch um der wissenschaftlichen Forschung willen einen genauen Bericht erstatten (Bruno Gröning, München 1, Postfach 56). Wer endlich glaubt, seine innere Umkehr, die Befolgung des göttlichen Weges erübrige sich nach der Heilung, der wird die bittere Erfahrung machen, dass der Rückfall in alte Gewissenlosigkeit zugleich den Rückfall in das alte Leiden bedeuten kann.

Fest zu sein gegen die Anfechtungen anderer, fest zu sein aber auch gegen die eigenen Versuchungen, beides bewahrt und stärkt auch die empfangene Heilung. Das Erhalten ist tatsächlich oftmals leichter als das Behalten. "In deiner Brust sind deines Schicksals Sterne


Im Strom des Lebens

Ein allzu schweres Schicksal hat bei vielen Leidenden die Fähigkeit zerstört, glauben zu können, ohne zu sehen. Ihnen sei auf dem Wege zum Gottesglauben die Brücke eines Erklärungsversuches geboten, wie es möglich ist, dass so unendlich verschiedene, schwere und schwerste, bisher als unheilbar erachtete Leiden durch Gröning geheilt werden konnten.

Gröning gelinge es offenbar, so sagte mir ein englischer Forscher, einen Patienten in einen "Gemeinsamkeits-Kreis" einzuschalten, zu dem er zuvor die Verbindung verloren gehabt habe. Durch diese Einschaltung fließe dem Kranken aus einem unerschöpflichen Reservoir jenes Maß an Lebenskraft zu, das er benötige, um Krankheitserscheinungen in seinem Körper zu überwinden, die nach den bisherigen Erkenntnissen der Medizin als unheilbar gelten müssten. Jede Krankheit müsse nämlich dann durch "Selbstregulation" heilbar sein, wenn der Patient nicht mit seinen eigenen Abwehrkräften allein stehe, sondern aus einer nie versiegenden Kraftquelle das Maß an Abwehrkräften laufend und unbegrenzt empfangen könne, das er braucht, um dem Angriff der Krankheit standzuhalten.


Dies auf natürlichem Wege zu bewirken, ist der Medizin bis heute nicht gegeben. Genau diese Stützung und Verstärkung der Selbstregulation aber ist es, was Gröning offenbar vermag. Er weckt in den menschlichen Seelen die re-ligio im wörtlichsten Sinne: die Rück-verbindung zum göttlichen Ursprung. Die Wissenschaft ahnt diesen unsichtbaren Strom des Lebens, an den der Mensch in seinem tiefsten Unterbewusstsein angeschlossen werden kann – "Gruppenseele" nennt Daque diese Kraft.


Der Gottesglauben aller Kulturvölker weiß um seine Wirklichkeit. Wer die Sünde der Absonderung von ihm und von dem Streben nach der Gottesebenbildlichkeit begeht, der stürzt ab ins Wesenlose. "Das Böse besteht ganz und gar in Nichtsein" sagt Thomas von Aquin. Wer glaubt und vertraut, wer sich in Demut und Ehrfurcht der Gnade Gottes wert zeigt, der wird getragen von dem göttlichen Strom des Lebens.


Als ein ernster Mahner zur großen Umkehr, als ein Bereiter des göttlichen Weges steht Bruno Gröning an der Wende der Zeiten. Er verwirft es, die Willensfreiheit des Menschen anzutasten. Er darf nach dem tiefen Sinn seiner Berufung keinen Menschen zwingen, den göttlichen Weg zu gehen. Er darf ihn nur vor aller Augen sichtbar machen. Ob wir ihn gehen – es ist uns selbst anheimgestellt. Diesem Wirken Grönings war – das kann nicht fraglich sein – die Zusammenkunft von ungezählten Tausenden betender Menschen oder aber die zufällige Begegnung mit einem Hilfesuchenden am Rande seines Weges gemäßer als die Atmosphäre des Sprechzimmers eines Heilpraktikers oder Arztes. Doch wir leben im 20. Jahrhundert und vermögen seine Form nicht ohne Weiteres zu überspringen. Jeder aber, der Grönings heilenden Strom, wo auch immer es sein mag, in sich aufnimmt, soll sich dessen bewusst bleiben, dass er dabei nicht ein "Medikament nimmt", dass es nicht menschliche Hilfe ist, die er erfährt: Es ist Sorge für seine Seele, die ihm zuteilwird. Er begegnet der Gnade Gottes, wenn er geheilt wird. "Danken Sie nicht mir" sagt Bruno Gröning, "danken Sie dem Herrgott dadurch, dass Sie allezeit mit ihm leben."

Quelle:

TRAMPLER, Kurt Dr.: Informations-Briefe für Freunde Bruno Grönings (Gräfelfing bei München, 1950) Nr. 1, S. 2-15

Musik


Verschiedene Sequenzen BG Tonbänder mit seiner Originalstimme:


BG Originaltonband "Rosenheim, 07.11.1958": "Dass ich heute wieder mal hier sein darf...", CD 3, Track 07: 

"Nein, dies ist das wachsende Werk, und es kann nur wachsen, wenn Sie Erfahrungen an sich selbst gesammelt. Propaganda sollen Sie nicht machen, aber wenn hier der eine und dort der andere Hilfe braucht, dann tun Sie das für ihn, helfen Sie ihm! Beraten und belehren Sie ihn, soweit Sie von vielem überzeugt sind. Aber bitte nicht weiter, nicht über die Grenze gehen, denn die Grenzwissenschaft als solche ist auch begrenzt. Ein Stückchen drüber, aber dann hört sich alles auf, und so ist es auch hier: Ein klein wenig drüber schon, aber bitte nicht zu weit! Nicht in eine Spinnerei verfallen! Nicht den Menschen Versprechungen machen! Denn es kommt ja auf ihn selbst an, ob er, ob und inwieweit er es annimmt für sich, auch für seine Nächsten, darauf kommt es an. Sehen Sie, aber wirklich muss es doch mehr wachsen. Wenn es so im Stand bleibt, dann könnte ich auch sagen: Ja, den gesunden Humor nur beibehalten, ihn ja nicht fördern! Ich bin für die Förderung, ich bin für das Wachstum, denn alles wächst, alles, was von Gott bestimmt ist.

Also, da haben Sie nicht mitgeschafft, Sie haben geschlafen! Sagen Sie nein, ich sage ja. Denn der Beweis ist mir dafür gegeben. Eher müsste ich sagen, ist der eine und der andere noch abgefallen. Warum lassen Sie ihn dazu kommen, dass er abgefallen ist? Warum lassen Sie’s zu dem kommen? Wäre es nicht genauso Ihre Pflicht gewesen, wie ich das für die meinige halte? Ihre Pflicht auch! Im Gegenteil: Gut, dass der oder Gut, dass die weg ist, dass wir sie nicht mehr unter uns haben. Also zu faul gewesen, Hand anzulegen, dem Menschen zu helfen, ihn wirklich auf den guten Weg zu führen und sagen: Kommt, folget uns! Wir sind auf dem rechten Weg. Wir haben nicht nur das Gefühl, nein, wir fühlen es wirklich soweit, dass es so gut ist, wie wir’s noch nie gehabt haben. Das ist der Weg für uns, davon bin ich überzeugt.


Das wäre Ihre Pflicht gewesen. Haben Sie mich jetzt verstanden? Anfangs hatten Sie mich auch so verstanden? Nein, Sie wussten gar nicht, wo ich hinwollte. Die verdatterten Gesichter, die ich hier gesehen. Es war eine Kälte in Ihnen, und die Kälte habe ich hier bekommen. Ich konnte nicht auftauen. Ich musste diese Kälte erst auflösen, das heißt, die Wärme Ihnen zuführen, damit die Kälte schwindet. Haben Sie jetzt ein warmes, ein liebevolles Herz? Auch für Ihre Nächsten? Haben Sie es jetzt? Ja oder nein? Wer nein, der schreie laut! Also doch! Wissen Sie jetzt, liebe Freunde, worum es geht? Wissen Sie jetzt aber, worauf es ankommt? Auf Sie, immer wieder kommt es auf Sie an.


BG Originaltonband "Rosenheim, 07.11.1958": "Dass ich heute wieder mal hier sein darf...", Track 08

"Und Sie wissen’s: Ich war noch ein ganz junger Erdenbürger hier, ich war knapp zwei Jahre hier. Und als ich auf eigenen Füßen stehen konnte, da tat ich nicht was, sondern das, was jeder Mensch von Rechtes, das heißt von Gottes wegen, tun müsste. Aber ich habe Menschen angetroffen, die viele Jahre schon hier waren und genauso gewesen sind, wie unser Freund Hohmann sie zuvor hier geschildert hat. Nein, das ist der Mensch der heutigen Zeitepoche, das sind die Menschen. Nein, Freunde, das hört auf: Die Hände in den Schoß legen, herkommen, etwas sehen, etwas hören:Das ist sehr schön, das ist interessant. Aber der übel dran ist, der sagt: Tja, die sind alle da, und ich , und keiner ist von denen da, der hilft.

Ich besuche viele Freunde. Sie brauchen nicht zu mir zu kommen, ich komme zu ihnen. Wäre das zu viel, wenn Sie auch mal hier und dort einen Freund aufsuchen würden, ihn nicht nur so zu trösten, dass Sie nicht daran glauben? Nein, aber auch wirklich für ihn zu schaffen, eine Zeit dafür herzugeben, ihn zu besuchen und ihm das Gute bringen, das heißt, im guten und im göttlichen Willen leben und im göttlichen Willen das auch tun, dass Sie der Mittler sind? Glauben Sie, das haben Sie gar nicht nötig? Doch! Dazu sind Sie genauso verpflichtet wie auch ich. Sie sind sich Ihres Hierseins, Ihres Erdenlebens, nur nicht bewusst. Sie haben sich selbst nicht er- kannt, und daher konnten Sie Gott noch nicht erkennen. Und daher kam es auch zu vielem, dass die Menschen dieses, das und jenes tun, dass sie herzlos geworden sind und dass es viele gibt, die sich da was zurechtspinnen. Und was gibt es, was gibt’s auch an Büchern, und was gibt’s also viel. Also, liebe Freunde, da hätt ich noch sehr, sehr viel zu sagen.

Ich will nun mal glauben, dass Sie mich jetzt verstanden haben, dass Sie jetzt wis- sen, worauf es ankommt und worum es hier geht. Es sind schon einzelne Wenige dabei, die da sich sagen Na schön, die Gemeinschaftsstunde besuchen sie schon. Aber das ist dann auch alles. Wo bleibt der Tag, wo bleibt die Stunde, wo Sie wirklich zur Selbstbesinnung kommen, wo Sie Ihren Körper das zukommen lassen, was Gott für ihn bestimmt hat?"


Bruno Gröning  Originaltonband "Plochingen 27.10.1957": Es ist Wahrheit, dass der Mensch zur Wahrheit stehen müsste..." Track 08

"Jetzt sollen Sie den Weg gehen, der für Sie alle, nicht von mir, sondern von Gott so bestimmt ist. Wie oft hab ich’s Ihnen gesagt, dass ich nicht menschenhörig bin. Ich stifte hier auf dieser Erde keinen Unfrieden, sondern nur Frieden. Dass ein Unfriede zustandekommen kann, weil man mich noch nicht versteht, das versteh ich. Und es kommt auch dann zustande, wenn Menschen die Wahrheit noch nicht mögen und noch nicht erkennen können, was Wahrheit ist. In Wahrheit sind sie doch hier, in Wahrheit sind sie doch hier auf dieser Erde. In Wahrheit haben sie doch diesen, ihren eigenen Körper, über den sie bestimmen können. In Wahrheit ist alles vorhan- den, alles von Gott so bestimmt, das wir nur in uns, in unserm Körper aufzunehmen haben. So Sie den Frieden in sich haben, werden Sie diesen auch weitergeben kön- nen. Natürlich muss es der wirkliche Friede sein. Nicht nur der Friede mit den einen Nachbarn oder dass der Mensch mit sich nur zufrieden ist, mit seinen Nächsten noch nicht zufrieden ist, nein. Er muss den wirklich himmlischen Frieden in sich tragen, um diesen da dann auch weitergeben zu können. Und der Mensch muss nun mal zur Ordnung gerufen werden, dass er auch weiß, was Ordnung ist. Denn die Unordnung hat er doch zur Genüge an sich selbst, an seinem eigenen Körper wahrgenommen.

Nun, meine lieben Freunde, wenn einer da glaubt, ich wisse viel, ich sag: nein. Ich weiß nicht viel. Es ist wenig. Das, was ich weiß, ist nur das, was Menschen heute noch nicht wissen können. Mehr weiß ich nicht. Aber Sie glaubten, es müsste so sein, wie Sie es verlangen. So müsste ich Ihnen das gleich so geben, wie Sie sonst im irdischen Leben doch anders sind. Würden sagen, wenn Sie ein Glas Wasser wol- len, dass sie Ihnen Ihr Gastgeber geben soll. Er kann Ihnen das nicht gleich geben, der hat es nicht bei der Hand, der sagt: Einen Moment. Er muss dieses erst für ihn holen. Er schickt nicht seinen Gast zur Wasserleitung oder er schickt nicht seinen Gast an , in den Schrank, wo er die Flasche mit einer Flüssigkeit oder die Kanne mit einer Flüssigkeit stehen hat. Er bedient ihn, denn es ist sein Gast. So bedient Gott uns auch. Gott ist unser Gastgeber. Aber wir sollen das dann auch in uns aufnehmen. Der Mensch verlangte das Unmögliche. Er verlangte von seinen Nächsten, er solle ihm das gleich geben. Wenn er ihm das nicht gleich geben kann, dann taugt er nichts, dann glaubt er nicht an ihn. Dann glaubt er auch nicht, dass es ein gutherziger Mensch ist. Dann glaubt er auch nicht, dass es ein Mensch ist, der in dem Willen Gottes hier ist – glaubt er nicht. Warum? Weil er sich auf das eingestellt, was Menschen ihm eingeimpft, eingeimpft ein langes Leben, ein langes Erdenleben. In diesem Glauben lebte er, das müsse so sein. Hier verlangt er. Im Irdischen, Weltlichen, weiß er, dass sein Gastgeber ihm das erst reichen muss und sagt: Komm, da hast du einen Trunk. Ich selbst habe ja auch einen Körper. Wenn ich meinen Körper das zuführen will, was er nötig hat, dann kann ich’s ja tun, dazu habe ich ja diesen meinen Körper. Ich muss zur Tat übergehen. Ich muss dieses in meinem Körper aufnehmen, ich muss es wollen. Wenn ich dabei den Mund geschlossen halte, ist es nicht möglich. Wenn ich das Glas nicht an den Mund führe, ist es nicht möglich. Dann werd ich’s nebenbei gießen.

Also, ich muss schon das Richtige tun, um den Körper das zukommen zu lassen, was er braucht. Ich darf nichts verlangen, ich kann es alles erlangen, alles selbst.

Verlangen Sie, dass das Glas jetzt zu Ihnen gesprungen kommt! Bitte: Aus meiner Hand zu Ihnen! Glauben Sie, das ist möglich? Obwohl der Geist die Materie be- stimmt, aber nur insofern er sie geschaffen, sie geformt hat, das geschaffen und auch diesem Gefäß eine, seine Bestimmung, weil Menschenhände es geschaffen haben, gegeben hat. Wir wissen die Bestimmung von Menschen, wozu der Mensch das eine und das andere schuf, denn der Geist bestimmt die Materie. Aber das wis- sen Sie alle, was Menschenhände geschaffen. Warum wissen Sie nicht, was Gott geschaffen? Warum glauben Sie nicht, dass Gott Sie geschaffen hat? Warum glau- ben Sie nicht, dass Sie hier Gast sein dürfen auf dieser seiner Erde? Warum nicht? Warum glauben Sie nicht, dass er Ihnen all das wiedergibt, das Sie zur Ordnung, das heißt, Sie wieder zu Gott zurückführt, von diesem Erdenleben freimacht? Dass Sie dann vom Diesseits ins , ins Jenseits wandern können. Warum glauben Sie nicht? Glauben Sie noch nicht an Ihren Nächsten! Glauben Sie auch heute nicht an Gröning – Gröning ist nur dieser Körper! Aber glauben Sie, meine lieben Freunde, an sich selbst! So Sie an sich selbst wieder glauben können, werden Sie auch an Ihren Nächsten glauben; und lassen Sie Gröning immer noch beiseite stehen. Aber glauben Sie, so Sie die Hilfe, das Heil am eigenen Körper erfahren, dass auch Sie imstande sind, Ihren Nächsten zu diesem Heil zu verhelfen, dass auch er es an seinem eigenen Körper erfahren wird. Glauben Sie es!

Ich weiß, dass Sie alle dem Gröning doch nicht helfen können. Ich höre ja nicht auf Sie. Denn das, was Sie haben, wenn ich das aufnehme – ich spüre alles –, ich nehme Ihnen alle Sorgen, alles Leid ab. Das haben Sie noch nicht gemerkt. Aber doch eines ist Ihnen aufgefallen, dass Sie gesagt haben: In Ihrer Nähe habe ich keinen Hunger, habe ich keinen Schlaf, habe ich keine Beschwerden, da geht’s mir gut. Und nach dem, zwei, drei Tage und länger, oh da gibt’s eine Revolution in meinem Körper, woran ich nie geglaubt habe. Ich habe Kraft aufgenommen, ohne es gewusst zu haben, und diese Kraft wirkte in mir, in meinem Körper, und führte ihn auch zur wirklichen Ordnung. Er, der Körper, hat jetzt das Heil erfahren. Wundervoll!

Wenn ich aber jetzt den Gedanken aufnehmen würde, wie Sie so oft, wenn es an der Uhrzeit ist: Jetzt essen! Ja, da muss ich aufhören zu sprechen, da muss ich essen, das heißt, Sie sagen „essen“ – meinem Körper Nahrung geben. Diesen Gedanken nehm ich gar nicht auf. So viel braucht er gar nicht."



Die vollständigen Vorträge der oben angegebenen Ausschnitte können Sie bei der Bruno Gröning Stiftung nachlesen:


https://www.bruno-groening-stiftung.org/bruno-groening-vortraege-in-textfassung