Hilfe und Heilung auf geistigem Wege 
durch die Lehre Bruno Grönings

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Online Meeting (OM) am 21. August 2019

OM PROTOKOLL 21.08.2019


Willkommen meine lieben Freunde zu unsrem OM heute am 21. August 2019.


Der Sommer nähert sich dem Ende, liebe Freunde und der Herbst steht vor der Tür. Die Erntezeit kommt näher und auch in unserem Leben gibt es eine Zeit zu säen und eine Zeit zu ernten. Denkt jetzt bitte auch an die empfohlene Sitzhaltung: Arme und Beine bitte nicht kreuzen, offen da sitzen oder liegen, wenn es nicht anders geht und das Wichtigste: Bitte öffnet eure Herzen und nehmt heute wieder die Kraft in euch auf, und beobachtet euren Körper, was ihr spürt.

Wir sind auch heute wieder nicht allein hier – Ewa, eine liebe Freundin ist zu Besuch und mein Mann Peter sitzen hier dabei uns verstärken uns heute Abend. Und hier kommt unser Trailer, Bruno Gröning unvergessen:

Youtube: Trailer


Liebe Freunde, wir befinden uns in sehr aufwühlenden Zeiten. Die Nachrichten kann man sich gar nicht mehr anschauen, denn überall brennt es, stürmt es oder Wasserfluten verschlingen ganze Landstriche. Es ist wichtig, dass wir das Positive sehen und dass wir an uns selbst arbeiten, uns nicht mitreißen zu lassen von den Hiobsbotschaften aus aller Welt, aber auch nicht die Augen verschließen vor dem dringenden Aufruf zur Veränderung, die überall von Nöten ist, besonders bei uns selbst. Durch das Einstellen können wir es schaffen, immer in der Ruhe zu bleiben, uns ganz Gott in SEINE Führung zu geben und jeden Tag aufs Neue zu bitten und unsere Bereiche, die noch nicht in der göttlichen Ordnung sind, aufzuräumen. Ich habe hier einen Text von unserer lieben Gerlind, die ihn bereits im August 2006, also vor 13 Jahren geschrieben hat, zugesandt bekommen. Ich glaube, ich hatte es auch schon mal vorgelesen, aber weil es immer dringender wird, hier noch mal:


„Das energetische Weltklima war sehr stark aufgeheizt. Durch das Bitten um den Frieden und das Bewahren der inneren Ruhe können wir dazu

beitragen, dass der Frieden hier auf Erden manifestiert werden kann.

„Wenn die Stürme draußen toben, will ich ein Hafen des Friedens und der Ausgeglichenheit sein, weil ich immer wieder den Frieden in mir erneuern kann, durch die Verbindung mit Dir und dem Gewahrsein Deiner beständigen Anwesenheit. Ich will Teil des Friedens- und Heilungsprozesses in der Welt sein,

- weil mir das Wohlergehen aller Menschen und Deiner gesamten Schöpfung am Herzen liegt und ich deswegen behutsam, achtsam und liebevoll mit mir, meinen Mitmenschen und der gesamten Schöpfung umgehen will.

- deshalb bitte ich Dich um Geduld und Verständnis für mich und meine Mitmenschen, auch wenn die Dinge nicht so laufen, wie ich es gerne hätte.

- hilf mir, dass ich immer liebevoll aller Kreatur begegnen kann, und dass ich Energien, die mich von der Liebe trennen wollten, noch klarer erkennen kann und ihnen keinen Raum mehr in mir gebe.

Mir ist bewusst, dass die Welt und die gesamte Menschheit durch einen riesigen Reinigungs- und Umwälzungsprozess gehen, der für viele Menschen nicht einfach sein wird. Je schneller wir uns verändern können, umso leichter wird es für uns sein, Fuß zu fassen im Neuen, wo kein Platz mehr ist für Streitigkeiten und Selbstdarstellungen. Ziel ist es vielmehr, die Herrschaft Gottes im Neuen Reich anzuerkennen und Seine Regentschaft der Liebe, der Freude, des Friedens, der Wahrheit und der Klarheit mit aller Entschlossenheit in Dankbarkeit und Einmütigkeit zu unterstützen und umzusetzen, durch die gelebte Gottverbundenheit und Gotthörigheit.“


Gerlind Hanus, 16. August 2006

Youtube: Creation Calls


Es sind immer heilige Stunden, wenn wir zusammen sein dürfen und ich danke euch, dass ihr wieder so zahlreich hier dabei seid und dass wir alle zusammen diesen göttlichen Weg gehen dürfen. Ist es nicht wunderbar, dass wir hier unsere Kräfte vereinigen können und Gotte und Bruno Gröning bitten dürfen, alles in der Welt und auch in unserem Leben zu bereinigen, uns die richtigen Gedanken zu geben, wie wir das bewerkstelligen können, ohne Chaos, aber in Ruhe und Gelassenheit. Der erste Schritt ist immer die Selbsterkenntnis: Und um uns selbst zu erkennen, ist es wichtig und auch notwendig, absolut ehrlich mit uns selbst zu sein, wie wir auf unsere Mitmenschen reagieren, was wir denken und sagen, was aus unserem Mund kommt, ist oft irreversibel, wenn wir damit andere Menschen verletzen und ihnen weh tun, Daher erst nachdenken und dann sprechen, immer sich bewusst sein, was unser Ziel ist, ich hoffe doch, dass wir alle die GOTTVERBUNDENHEIT ANSTREBEN, den Frieden im Herzen und die liebevolle Umgangsform mit allem Lebendigen, auch mit unseren Nachbarn.


Um das zu erreichen, sollten wir befolgen, was Bruno zu seinen Freunden immer wieder sagte: „Lösen Sie sich von allem Bösen! Denn nur da, wo das Ungute entfernt ist, kann die gute Kraft, die Gesundheit, die Ordnung einziehen.


Daher ist es wichtig, dass wir uns frei machen und alle Gedanken an Krankheit, Sorgen, Schwierigkeiten in Familie und Beruf und sie in Gottes Hände geben. Leeren wir den Kelch des Unrates ein für alle mal aus und öffnen wir uns für das Gute, das liebevolle, die himmlischen Energien. Bitten wir für die Gesundheit an Körper, Geist und Seele am Ende unserer Gemeinschaftsstunde werden wir uns auch für unsere Freunde und Familien mit einstellen. Dann werden wir noch besonders auf alles eingehen.


Jetzt falle ich gleich mal mit der Tür ins Haus:

Hier habe ich etwas ausgegraben, was ich sehr interessant fand, nachzulesen bei der BG Stiftung, einen Artikel, den ich auch heute hier mit euch teilen möchte. Es ist vielmehr eine Artikelserie vom Vegetarischen Universum, die sich meinem Erkennen nach wirklich Mühe gegeben haben, die Wahrheit über Bruno Gröning herauszustellen und ihn nicht einfach nur zu diffamieren oder irgendwo die Unwahrheit abzuschreiben. Es wird dabei beschrieben, dass Bruno Gröning ein ganz normaler Mensch sei, jedoch begabt mit außergewöhnlichen Fähigkeiten. Man hat sich bemüht, hier den Sensationsdrang, Bruno Gröning als einen Wunderdoktor oder Wunderheiler zu beschreiben, nicht nachzugeben. Aus heutiger Sicht, sehen wir natürlich die Zeichen der damaligen Zeit und ihre Unzulänglichkeit, Bruno Grönings Wirken in vollem Ausmaß zu erfassen. Und ich werde mich hüten, zu behaupten, dass wir es in unserer heutigen Zeit schon erfassen können. Nein, ich glaube, keiner kann Bruno Grönings Wirken in seiner ganzen Größe erfassen. Die Kräfte, die ihm gegeben wurden, waren so groß, dass es mit dem menschlichen Verstand nicht zu verstehen ist. Gleichzeitig war Bruno Gröning so bescheiden, dass er niemals ein großes Aufheben um seine Person machen wollte und auch nicht gemacht hat. Er wollte keinen Personenkult um ihn herum, er wollte lediglich, dass wir alle wieder den Weg nach Hause finden, den Weg zur göttlichen Verbindung und diese Verbindung mit Gott beinhaltet ja auch die Wiederherstellung der Gesundheit an Körper, Geist und Seele, so wie Gott uns ursprünglich geschaffen hat.

Vegetarisches Universum Nr. 6 vom Juni 1953, S. 1 – Teilweise Texterfassung erstellt vom Original-Layout, ein Artikel von Gregor Harloff


Kommt Gröning wieder?

Was macht Gröning heute?


VEGETARISCHES UNIVERSUM bringt zuverlässige Darstellungen aus erster Quelle. Es distanziert sich dabei von allen Vorurteilen und von jeglicher vorschnellen Stellungnahme. Es sucht ehrlich nach der Wahrheit und ist bereit, sie immer und überall anzuerkennen.


Vor vier Jahren wurde die Welt überrascht von dem Heilwunder Bruno Gröning. Zu vielen Zehntausenden sammelten sich um dieses Phänomen die Leidenden und Kranken, denen von der Schulmedizin nicht mehr geholfen werden konnte. Ungezählten wurde das Glück eines Heilungserfolges zuteil. Dann häuften sich die Hilferufe und die Heilungswünsche aus dem In- und Ausland zu Hunderttausenden, und die Briefe an Gröning überschritten weitaus die Millionengrenze. Die approbierte Ärzteschaft wurde unruhig, und die so genannte exakte Wissenschaft musste wohl oder übel zu der Erscheinung Stellung nehmen und sich mit dem neuen Problem beschäftigen.


Bruno Gröning – unbestreitbar begabt mit ungewöhnlichen Fähigkeiten und Kräften, für die es so leicht keine bündigen Erklärungen gibt, – war 1949 dem riesigen Ansturm nicht gewachsen. Er stand zuletzt isoliert und ohne Schutz – völlig auf sich allein gestellt – einer ungeheuren Brandung gegenüber, die um ihn herum entfesselt worden war. Es hatte den Anschein, als bahne sich eine abermalige Reformation in der Heilkunde an. Wenn hunderttausende Leidende und Kranke aufbrechen, um Heilung und Gesundung zu erlangen; wenn ungezählte Gemüter bewegt werden zu

neuen Hoffnungen, so glauben wir, sachlich feststellen zu dürfen: scheint wohl die Notwendigkeit grundlegender Reformen im Bereich des Heilungswesens gegeben zu sein.

(...)


Es ist heute nicht mehr so einfach, Bruno Gröning irgendwo ausfindig zu machen. Er reist viel umher; er taucht mal hier, mal dort auf; zeitweilig verlässt er auch das Bundesgebiet und folgt Freundeseinladungen, die ihm vorwiegend aus den südlichen europäischen Ländern zugehen. Er hat auch keine offene Postanschrift mehr. Alles wird über Deckadresse geleitet; telefonisch und telegrafisch werden Chiffrierungen vorgenommen. In diesem Falle handelt es sich um eine „legale Illegalität“; um eine Schutzmaßnahme, der sich auch zahlreiche Persönlichkeiten im öffentlichen Leben bedienen. Mit „Untergrund“ und anderer Geheimnistuerei hat dies alles nichts zu tun. So taucht Bruno Gröning meistens ganz überraschend irgendwo auf, und sein

nächstes Ziel wird selten bekannt. Was aber kann wohl einem Reporter verborgen bleiben, wenn die Leser unterrichtet werden wollen…?!


Zuerst fragte ich in Herford nach; hier hatte er sich zuletzt aufgehalten. Von hier aus drang 1949 die erregende Kunde von dem deutschen Wundermann in alle Kontinente, und in der Bundesrepublik war sie zeitweilig „Thema eins“, wie es die englische Presse konstatierte. Sehr bald fiel mir das Gemunkel in Herford auf: „Er will zurückkommen!“ „Er“ ist nur Bruno Gröning. Man hat ihn nicht vergessen. Gewisse Dinge vergisst das Volk nie; auch wenn Behörden und Presse keine Notiz mehr davon nehmen! Die Stadtväter hatten 1949 Gröning aus ihrem Ort, der sonst als

fleißige kleine Industriestadt in Westfalen und weit darüber hinaus bekannt ist, fortgejagt. Einem Paracelsus, einem Kepler und so vielen anderen später erst berühmt gewordenen Männern ging es einst nicht anders.


Petra: Sehen wir jetzt einen kleinen Einblick in die damalige Nachkriegszeit. Es war der der Beginn Bruno Grönings Wirken in der Öffentlichkeit im März 1949 in Herford. Durch die Heilung von Dieter Hülsmann, eines seit Monaten bettlägerigen Jungen, der an Muskeldystrophie litt und von den Ärzten aufgegebene Sohn des Ing. Hülsmann, wurde Bruno Gröning schlagartig bekannt und wurde vom Ehepaar Hülsmann in der Villa des Wilhelmsplatzes 7 als Gast aufgenommen. Über Nacht erschienen Hunderte und später Tausende von Hilfe- und Heilungs-suchenden, um von ihren Gebrechen, Leiden und Malesten frei zu werden, in dem sie ihre Hoffnung in den (Wunder-)Mann Bruno Gröning legten. Dieser sprach zu ihnen von Mensch zu Mensch von der unerschöpflichen Kraft Gottes, die jeder Mensch in sich aufnehmen kann, da sie eine ganz natürliche Lebenskraft ist. Er war mit dem Rummel um seine Person nicht einverstanden. Tatsächlich wurden viele Tausend Menschen von ihren Gebrechen frei und ein regelrechter Ansturm auf den einfachen, bescheidenen Mann Bruno Gröning nahm seinen Lauf. Dabei wurden auch negative Elemente, wie Geschäftemacher, Sensationshungrige auf den Plan gerufen und Journalisten, die anfangs noch positiv berichteten, begannen mehr und mehr negativ über dieses Phänomen Bruno Gröning zu schreiben. Jedoch konnte nicht verhindert werden, dass nach Bruno Grönings Umzug nach Rosenheim in Bayern regelrechte Massenheilungen erfolgten und biblische Scenen Wirklichkeit wurde. Die Blinden sahen, die Lahmen gingen, Taubstumme hörten und sprachen, Bettlägerige standen auf und Siechende wurden auch von sog. unheilbaren Krankheiten gesund. Überall vollzog sich das Heil bei den Menschen, die diesem Phänomen offen und in dankbarer Gläubigkeit offen gegenüber standen. Dieses sollte die Menschheit niemals vergessen.


Youtube: Bruno Gröning in Herford

Besonders angenehm war mir indessen aufgefallen, wie in Herford in der Bevölkerung eine doch recht dankerfüllte Erinnerung lebt: Der Hotelbesitzer, mit dem ich sprach, hatte wohl zunächst sehr bedauert, dass die gute Zeit vorüber sei, wo er bei den täglich tausenden auswärtigen Besuchern viele hunderte Frühstücke und Essen hatte vorsetzen und insgesamt daran gut hatte verdienen können. Er war auch ehrlich genug zu erklären, Bruno Gröning habe in seiner Familie wie auch unter seiner Belegschaft sehr beachtliche gesundheitliche Erfolge erzielt. Der Konditoreibesitzer, bei dem ich eingekehrt war, berichtete strahlenden Auges, Bruno Gröning hätte kürzlich in seinen Gasträumen geweilt und ihm sein neuestes Foto zur Erinnerung zurückgelassen; er sagte mir spontan: „Ich weiß, was der Mann kann und ich weiß, wo es bei den anderen fehlt!“


Dann begegnete ich einem Gemüsehändler. Auch er bekannte sich offen zu Bruno Gröning und schilderte mir, wie er damals ein fast todgeweihter Mensch gewesen wäre und wie ihm das Glück widerfahren sei, als einer der allerersten in Herford völlig und bis zum heutigen Tage anhaltend geheilt worden zu sein. So etwas ist überzeugend und eindrucksvoll. Die Dankbarkeit sprach ihm aus dem Antlitz, und er rollte mit seinem Gemüsewagen gerade vom Markte fort ins Geschäft zurück. Es blieben nicht die einzigen Menschen, die ich fragte;


Nur bei den behördlichen Stellen fand ich saure Mienen vor, wenn ich den Namen Grönings erwähnte; vor allem bei der Polizei gegenüber dem Wilhelmsplatz 7, wo sich damals über Wochen und Monate hinaus täglich mehrere tausende Heilungssuchende eingefunden und Tage und Nächte gewartet hatten. Da hatte die Polizei manche zusätzliche Arbeit zu leisten wie Absperrungen, Parken, Unterbringung usw. Aber von Bruno Gröning war jetzt nichts mehr zu finden. Nur sein Bruder Georg schafft dort als Postbeamter; von Vorgesetzten und Kameraden geachtet und geschätzt. Er half mir weiter.


So kam ich nach Löhne in Westfalen; nur wenige Kilometer von Herford entfernt. Dort hat der Gröningsche Familienverband nach der Vertreibung aus Danzig seinen vorläufigen Aufenthalt gefunden. Hier ist Bruder Bruno vielfacher Onkel und „Großonkel“; Bruder Georg bewohnt ein einfaches Diensthäuschen; Bruder Kurt, ehemals Danziger Ordnungspolizist, jetzt Schwerkriegsbeschädigter – haust mit Brunos Schwester Marie und deren Familie in einer Baracke – hier zeigt sich die ganze Tragik des Vertriebenenseins – und schließlich wohnt da der Bruder Karl – ehemals Hafenpolizist in Danzig. über allen aber liegt unverkennbar das schwere Los jener Deutschen, die aus guten Stellungen, aus der Wohligkeit ihres eigenen Heimes und

ohne jegliche Mittel den angestammten Boden unter Rettung oft nur ihres nackten Lebens verlassen mussten. Der Eine wird gut, der Andere weniger gut mit diesem Schicksal fertig. Fast in jedem Raume sah ich Fotos von dem Bruder Bruno.


Irgendwie scheinen die Geschwister doch stolz auf ihn zu sein; nur einer – der Karl – geht seine eigenen Wege. In der Baracke sagte man mir offenherzig: „Ja, wenn unser Bruder Bruno die Millionen hätte, die ihm in Gerüchten und in einer missgünstigen Presse angehängt worden sind, dann säßen wir bestimmt nicht mehr in diesem Elendsquartier!“ Und das ist diesen Leutchen zu glauben. Man spricht von Bruno, als wäre er dort oder als wäre er eben erst wieder fortgefahren oder würde soeben erwartet. Die Atmosphäre ist herzlich und aufgeräumt. Aber niemand konnte mir mit Bestimmtheit angeben, wo Bruno Gröning zu finden sei. Hier konnte ich auch erleben, wie sehr diese Geschwister seelisch unter aller Unbill gelitten hatten, die ihren Bruder Bruno seit dem Niedergang vom Traberhof in Rosenheim betroffen hatte. „Bruno wollte immer etwas Gutes für uns tun; aber er konnte es ja nicht, weil die Gierigen ihn ausgenützt hatten; weil sie Geld mit ihm machten; in Saus und Braus lebten, während Bruno und wir hier unser kärgliches Leben ohne die geringste Auffrischung weiterleben mussten.“ In solcher Lage ist Bitternis verständlich.


Noch musste ich mehreren Spuren nachgehen, bis ich Bruno Gröning endlich in Süddeutschland – in Stuttgart – ausfindig machen konnte. Hier weilte er für zwei Tage im Hause eines Fabrikanten; einem älteren Ehepaare, das sich glücklich pries, Bruno Gröning als Gast zu haben. Allein schon meine Frage nach ihm öffnete mir das gastfreie Haus und die Herzen dieser beiden reizenden Menschen; ich erfuhr, dass die ältere Dame des Hauses vor nicht langer Zeit von schweren Lähmungserscheinungen durch Grönings Einwirkung befreit worden war. Die gleichen strahlenden Augen; die gleiche Dankbarkeit, wie ich sie schon in Herford erlebte, traten mir auch hier entgegen. „Stellen Sie sich vor“, wurde mir ergänzend erläutert, „sogar mein eigener Hausarzt erklärte mir, seine Künste reichten nicht mehr aus, mir zu helfen; ich solle es einmal mit dem Gröning versuchen. Ich bin nun beiden Männern dankbar – meinem Arzt und unserem Bruno Gröning!“ Ich konnte mich selbst überzeugen, wie die Frau in hohen Sechzigern flink und behände einherging und sich flott und leicht bewegen konnte, als wäre sie niemals lähmungskrank gewesen.


Als mir später der Hausherr die Krankengeschichte seiner Frau vorwies, musste ich zugeben, dass hier ein ganz frappierender Erfolg erzielt worden war. Es war bereits spät abends; das Haus war voller Gäste, und ich vernahm die Stimme Grönings. Bald stand ich vor ihm – er streckte mir die Hand entgegen; die Begrüßung war sympathisch und herzlich. Mit seinen hellblauen Augen sah er mich durchdringend an, und ich konstatierte: gutes Aussehen, gereift durch die letzten Jahre; das Antlitz freier und entspannter als zu Ende 1949 und danach; seine Schilddrüse stärker hervortretend (man kann ihn sich eigentlich nicht anders mehr vorstellen); aber seine Sprache gefestigter und in seiner Rede prägnant. Er erschien mir als der

Gleiche wie damals und doch sehr vorteilhaft verändert, und dieser erste Eindruck wurde mir im Verlauf dieser Begegnung vielfach bestätigt.

(Folie 13)Er lachte vergnügt, als ich ihm beichtete, wie lange ich ihn schon suche. „Mich finden“, sagte Gröning, „ist recht schwierig geworden! Ich bin immer dort, wohin mich Menschen rufen, die meiner bedürfen und die nach mir verlangen. Sie sind mir längst nicht alle untreu geworden. In vielen Orten haben sich kleine Gröning-Gemeinden gebildet, die mich rufen und die mich auch zu finden wissen. Das kann mir keiner verbieten, und ich lasse mich durch nichts davon abhalten, meine Pflicht als Mensch von Mensch zu Mensch zu tun!“

Gröning sprach dies fest und bestimmt; hierin wurde mir seine innere Wandlung schon offenbar. Er war aber auch aufgelockerter als früher; die damalige Abspannung und oft spürbare Depression waren gewichen. Eine ganz andere Ruhe ist über ihn gekommen; sie strahlt wohltuend aus.

Vegetarisches Universum Nr. 7 vom Juli 1953:


Unter den Gästen, die eigens wegen Bruno Gröning gekommen und eingeladen worden waren, befanden sich u. a. auch ein praktischer Arzt mit seiner Frau, die seine medizinische Fachhelferin ist, und ein namhafter Forscher auf medizinischem Gebiete mit seiner Frau, die ebenfalls im Labor und am Mikroskop geschulte Mitarbeiterin ist. Besonders aber fiel mir Grönings einstiger Hauptmitarbeiter in Herford – Egon-Arthur Schmidt – auf. Man saß im großen Kreise in anregenden Gesprächen konzentriert; diese aber bewegten sich auf einer Ebene und in einem Stile, wie man sie bei Begegnungen von Menschen erlebt, deren Lebensinhalt und Gedankenwelt sich nicht im Alltäglichen erschöpft und deren geistig-seelische Regsamkeit eine notwendige Ergänzung zum “täglichen Brot“ darstellt; zwanglos und doch voller Aufmerksamkeit; von seltener Offenheit der Herzen und Seelen.


Ohne den Fluss der Unterhaltung wesentlich zu beeinträchtigen, konnte ich zwischendurch verschiedene Fragen einflechten; was ich weiter wissen wollte, ergab sich zum Teil aus dem Verlauf der Aussprachen. Man war einander nicht fremd, sodass alles, was ich wissen wollte, bereitwilligst von Bruno Gröning beantwortet und von allen Anwesenden mit Interesse und Aufmerksamkeit verfolgt wurde. Aus dem Vielen, was ich erfuhr und beobachtete, kann ich nur einiges im Rahmen dieses Berichtes wiedergeben; vielleicht ist später einmal eine Ergänzung möglich.


„Ich glaube an die Gerechtigkeit!“

„Es ist sehr still geworden um Sie, Herr Gröning“, begann ich bald einzuflechten, „zu mindestens lässt sich dies aus der Presse feststellen, die sich ja damals in Meldungen und Artikeln über Sie geradezu überschlug.“


„Ich bin sehr froh darüber“, antwortete Bruno Gröning, „man hatte mir schwer zugesetzt, und ich war einfach nicht mehr in der Lage, dagegen anzukommen. Was hätte ich denn auch ganz allein dagegen unternehmen sollen? Nachdem ich von Herford fort musste, umgaben mich in Bayern fast nur noch solche Menschen, die in mir und meinem Wirken eine günstige Gelegenheit witterten, um ihre eigensüchtigen und schmutzigen Geschäfte zu besorgen. Ich soll sogar der reichste Mann in der Bundesrepublik geworden sein; wurde von einer gewissen Presse der Öffentlichkeit mitgeteilt und den vielen armen Kranken weisgemacht.“ Gröning lächelte hierbei kopfschüttelnd; mit leicht wehmütigem Ausdruck.


„Jahrelang bin ich von Kriminalpolizisten und Finanzern verfolgt, beobachtet und überprüft, gewissermaßen gefilzt worden. Ja, einzelne Menschen in meiner Umgebung – sogar ganze Gruppen gewissenloser Elemente – haben es verstanden, mit mir und meinem Namen Gelder zusammenzuraffen. Aber für mich war oft nicht einmal mehr ein Groschen übrig. Der Wagen, mit dem ich jetzt fahre, gehört nicht einmal mir; er steht mir von Zeit zu Zeit zur Verfügung. Aber solches Geld hat ihnen allen keinen Segen gebracht oder wird unter ihren Händen zergehen, wie es gewonnen wurde. Unrecht Gut kann niemals gedeihen! Wer bisher vom Kadi noch nicht belangt worden ist, wird noch drankommen. Ich glaube an das hohe Gesetz der ausgleichenden Gerechtigkeit!“


Bruno Gröning hielt nun etwas inne; er schüttelte sich ein wenig, als wollte er die zurückgerufene Erinnerung wieder abstoßen. „Zu Hunderttausenden wurden die an mich gerichteten Briefe von Unberufenen geöffnet und ihres Inhaltes beraubt!

Während meiner Abwesenheit sind die Posteingänge kisten- und säckeweise verschleppt worden; per Auto kamen sie nach Frankfurt und woanders hin. Später fand man an die zweihunderttausend Briefe in einem bayerischen See wieder. Es war alles so furchtbar für mich!“


Und nach kurzer Pause setzte er fort; im Tonfall völlig verändert: „Ich habe es nie für möglich gehalten, dass es so unglaublich viel Leid und Krankheit unter den Menschen – vielleicht besonders unter uns Deutschen – gibt, wogegen die Ärzte mit ihren bisherigen Methoden und Medikamenten einfach nichts mehr unternehmen können! Irgendwo hört ihr Wissen und ihr Können auf, und an einer ganz bestimmten Stelle sehe ich meine Aufgabe und meine Pflicht. Nur dadurch habe ich dann meine innere Stärkung erhalten, alles zu überwinden und zu bestehen, aber auch alles daranzusetzen, dass ich allen denen, die mich rufen, wieder einmal zur Verfügung stehen darf und kann.“ Es war nun deutlich zu spüren, wie über Bruno Gröning ein Unbehagen kam, als er weitersprach: „Ich wusste wohl, dass nicht alle Menschen gut sind und mancher zeitweilig wie vom Teufel besessen ist; aber so viel Schmutz und Schlechtigkeit, wie mir damals entgegenschlug, habe ich denn doch nicht für möglich gehalten!“


Das überholte Heilpraktikergesetz


Jetzt wandte ich ein: „Herr Gröning, Sie waren aber doch wegen Vergehens gegen das Heilpraktikergesetz angeklagt; steht Ihnen dies nicht jetzt wieder im Wege, oder kann es Sie in Ihrem Wirken nicht etwa stark behindern?“ „Keinesfalls!“, antwortete er spontan und bestimmt, „zwar haben Ärzteschaft und Heilpraktikerschaft sich ganz entschieden gegen mich ausgesprochen. In diesem Punkte sind sich die feindlichen Brüder – allerdings wohl mehr ihre Standesorganisationen – völlig einig! Man vergisst nur hervorzuheben, dass das Heilpraktikergesetz aus dem Jahre 1939 stammt und in seiner ganzen Art aus nazistischem Ungeist geboren wurde; es trägt noch die typischen Züge der überwundenen dunklen Zeit, und ich muss mich nur darüber wundern, dass es noch Heilpraktiker gibt, die nicht begriffen haben, dass mit diesem Gesetze einstmals ihre Tätigkeit zugunsten der totalitären Schulmedizin unterbunden werden sollte.“


„Dem Gesetz muss aber doch, solange es besteht, Geltung verschafft werden!“, drängte ich nun weiter, um diesen sonderbaren Mann, der doch von einer Art Missionsidee erfüllt ist, zur Stellungnahme zu bewegen. „Jawohl, das ist auch meine Auffassung grundsätzlich. Aber man darf auch keine Schuld konstruieren, wo einfach keine Schuld ist“, erklärte mir nun Gröning, „ich frage doch niemanden nach seiner Krankheit oder seinem Leiden oder wo es ihm weh tut; ich weiß es auch so! Und es hat noch immer gestimmt; hundert- und tausendmal ist es von Ärzten heimlich und offen nachgeprüft worden. Ich habe nicht ihre Sprache, um alles so wie sie zu bezeichnen; aber dafür bin ich Gröning und kein Doktor der Medizin!“


Bei diesen Worten geht ein Schmunzeln durch die Runde; Bruno Gröning ist sich seiner Sache durchaus bewusst, und man nimmt ihn darin ernst, weil er überzeugt ist und auch nicht herausfordernd oder aggressiv wird. „Ich fordere auch kein Honorar, weil ich meinem inneren Auftrag folge; ich nenne es den „Göttlichen Auftrag“. Liebesdienst ist gesetzlich nicht gebunden. Kann ich denn etwas dafür, dass ich von der Schöpfung mit andersartigen Kräften ausgestattet worden bin als die meisten anderen Menschen?“

Eine kleine Atempause benutzte ich zu neuem Einwand: „Es liegen doch über Sie mehrere wissenschaftliche Gutachten – ja sogar ein Obergutachten des Psychosomatischen Institutes der Universität Heidelberg, erstattet von Prof. Victor von Weizsäcker – vor. Darin wird Ihnen, wie die Presse berichtete, jede Eignung als Heilpraktiker abgesprochen und übernatürliche Fähigkeiten seien außerdem auch nicht festgestellt worden.“


Dafür sind Zeit und Geld da


Bruno Gröning lachte, wie nur einer lachen kann, der aus einer inneren Sicherheit heraus und irgendwie aus anderer Perspektive die Dinge überschaut und stellte eine Gegenfrage: „Würden Sie etwa zum Schlächter gehen, um eine Ihnen nicht bekannte Pflanze fachlich beurteilen zu lassen? Ich jedenfalls nicht. Die Herren beamteten Wissenschaftler haben es sich ziemlich leicht gemacht und auf 73 Seiten ein mühselig zusammengefasstes und bestimmt recht kostspieliges Obergutachten niedergelegt. Mein ganzes bisheriges Leben – vom Säugling angefangen – wurde unter die

Lupe genommen und dann wurden daraus Schlüsse gezogen, die – das darf ich hier wohl offen aussprechen – meines Erachtens einfach haarsträu-bend sind. Arme Wissenschaft!


Dafür ist Zeit und Geld da. Aber Millionen Menschen schmachten in Krankheit und Leiden und es gelang bisher nicht einmal, die so genannten großen

Volkskrankheiten wie Rheuma, Gicht, Tuberkulose, Multiple Sklerose, Krebs und andere mehr auch nur entfernt erfolgreich zu bekämpfen. Ich schnüffle ja auch nicht im Privatleben jener Herren herum; sie führen ganz bestimmt auch eines; aber das interessiert mich nicht einmal. Ich verbringe mein Leben so, wie ich es vor Gott und denen, die meine Hilfe erwarten, verantworten kann. Im Übrigen habe ich viele Hunderte Beweise meiner Fähigkeiten geliefert. Aber davon haben jene Herren keine Notiz genommen; sie wollen dies anscheinend auch gar nicht. Vielleicht fehlt ihnen das Organ dafür, andere Dinge zu verstehen und zu begreifen oder sie sind verhärtet im fachmännischen Hochmut, der es nicht zulässt, dass es Außenseiter gibt, die in

ihrer Art auch etwas leisten können. Ich bin aber den deutschen Richtern sehr dankbar, die mich trotzdem freigesprochen haben, obwohl das Ober-gutachten mich vernichtend treffen sollte!“


Nun kommen wir zur Ausgabe 8, des Vegetarischen Universums vom August 1953, und ich lese jetzt einen Teil ohne Folie vor.


Wie heilt Bruno Gröning?

Gespräche mit Gröning und noch nie veröffentlichte authentische Berichte aus seinem Wirken, die jüngsten Begebenheiten um ihn und seine vermutlichen nächsten Absichten und Pläne – betrachtet im Lichte der neuen Heilkunde.


Ausführliche Darlegungen in einer Anzahl Fortsetzungen


Paracelsus wurde auch verfolgt

Wir wissen aus der Geschichte – und im weiteren Gesprächsverlauf wurde dies auch erwähnt –, dass fortschrittliche Menschen den Gegenwärtigen meistens sehr unbequem sind; vor allem dann, wenn sie neue Erfahrungen und Erkenntnisse vorbringen. Welche Kämpfe hatten Paracelsus, Hahnemann, Baltzer und viele andere durchzustehen? Zu Lebzeiten verfolgt, gehetzt, diffamiert und dann oft erst viel später in ihrer wahren Größe erkannt und wie z. B. heute Paracelsus zum Schutzpatron der Schulmedizin erhoben. Was würden solche Männer sagen, wenn sie heute noch lebten! Volle dreizehnhundert Jahre lang war man dem anatomischen Irrtum des griechischen Arztes Galen erlegen, und erst der Arzt Andreas Wesele hat im 16. Jahrhundert der Medizin und der ganzen Welt nachweisen können, dass man der Anatomie der Affen und nicht dem Skelett des Menschen gefolgt war, um den Aufbau des menschlichen Körpers zu beurteilen. Wer wird also heute schon mit Bestimmtheit sagen können, dass an Bruno Gröning „nichts dran“ sei? Auch die Wissenschaft sei nicht zu voreilig mit ihrem Urteil; zu oft schon hat sie geirrt und es wurde mit starken Hammerschlägen die harte Kruste zerschlagen, die sich durch Trägheit und Bequemlichkeit, durch Hochmut und Überhebung in den Hirnen und Herzen der führenden Schichten gebildet hatte. Mit Freimut und in vorbildlich positiver Kritik wurden alle diese Dinge – gestützt auf historische Tatsachen – erörtert.


Aber ich musste nun doch noch einiges erfahren und schaltete mich wieder ein: „Betrachten Sie die Ärzte nun als Ihre Feinde, Herr Gröning?“


Medizin und Naturheilkunde


„Ihre Frage trifft nicht das Richtige“, antwortet mir Bruno Gröning, „ich achte jeden Arzt, der sein Menschtum bewahrt hat; der als Mensch dem Menschen entgegentritt und sich vor seinem Gewissen bemüht, zu helfen; gerade wenn er dabei zu ganz einfachen und natürlichen Mitteln greifen müsste. Wer glaubt, nur mit Spritzen und Pillen die Krankheiten beseitigen zu können oder mit dem Messer vorschnell bei der Hand ist, kann mehr schaden als nützen. Das wissen wir doch alle, wenn man den nachfolgenden Wirkungen genauer nachgeht. Warum lehnen denn so viele Mediziner die Naturmittel ab; warum lassen sie sich zu wenig von der Natur und ihren Kräften beraten? Vor den Chirurgen habe ich Respekt; sie sind oft wahrste Künstler, wenn sie die Verletzten wieder zusammenflicken und dadurch so manchem Menschen dem Leben zurückgewinnen.


Aber, aber – muss man denn bei Erkrankungen der inneren Organe immer so eiligst mit dem Messer zur Hand sein? Das Messer sollte nur im alleräußersten Notfalle angesetzt werden; das Menschenleben ist doch kein Versuchsobjekt und kann nicht immer nur studienhalber besäbelt werden!“ Es war nun erstaunlich, zu erfahren, wie Gröning über alle solche Dinge gut unterrichtet ist. Man sprach wieder recht offen darüber, wie armselig die Mediziner im Allgemeinen heute dran seien, wenn sie unzählige Mittel verordnen müssen, die sie nicht kennen; wie sie eigentlich erst an jedem einzelnen Menschen die Wirkungen ausprobieren müssen und meistens nicht in der Lage sind, die Folgeerscheinungen zu überprüfen. Wie oft wird der Teufel mit Beelzebub ausgetrieben: die eine Störung verschwindet; die andere wird erst hervorgerufen.

In vielen Fällen weiß der verordnende Arzt sogar im Voraus die unerfreulichen Begleitumstände und die dauernd bleibenden Schäden von Medikamenten, und er wendet sie doch an, weil ihm nichts Besseres zur Verfügung steht oder er sich unzureichend um die Einschaltung rein natürlicher Mittel kümmert oder auch nicht die Zeit aufbringt, sich damit zu befassen. Niemand klärt die Patienten richtig auf und darf es tun, ohne Konflikte heraufzubeschwören. Man sprach von Vigantol, Strophantin, Penicillin, Streptomycin und anderen Medikamenten und war sich im Klaren darüber, dass viel Leid aus Unwissenheit und Unverstand zusätzlich hervorgerufen wird.


Es tauchten Probleme von großer Bedeutung auf, die wir noch zu lösen haben, und es wird noch manches Opfer kosten, bis die Einsicht gesiegt hat und die innere Umkehr in der Schulmedizin vollzogen ist. Ob sie überhaupt einmal kommen wird? Den Forschern aber zollte Bruno Gröning seine besondere Hochachtung; er bewunderte ihre Geduld und Unverzagtheit, jahrein, jahraus vor den Mikroskopen und in den Laboratorien zu sitzen und nach den Erregern, den Quälgeistern der Menschen in ihren Körpern und den Krankheitsverursachern zu fahnden; auch wenn er sich klar war, dass Bakterien bestimmt nicht die einzige Ursache der so genannten „ansteckenden Krankheiten“ sind. Interessant war, dass es also manche übereinstimmende Auffassungen und sogar im Erkenntnismäßigen auch einige nahe Berührungspunkte zwischen den Männern der Wissenschaften und Bruno Gröning gab.


Unfairer Kampf. Überall


Das Gespräch wurde von mir nun abgelenkt. „Ich sehe hier bei Ihnen, Herr Gröning“, begann ich, „Ihren früheren Mitarbeiter, Herrn Egon-Arthur Schmidt. Stimmt die Pressenotiz, dass Sie beide wieder zusammenarbeiten wollen? Wollen Sie wieder aktiv werden und in die Öffentlichkeit treten?“ Beide Männer wenden sich nun mir zu; Egon-Arthur Schmidt schmunzelt, während Gröning mir antwortet: „Wir beide – Schmidt und ich – haben aus den wilden Wochen und Monaten 1949 viel gelernt! Er war und ist der einzige meiner frühesten Mitarbeiter, der von alledem, was damals

geschehen ist und was überhaupt bei mir vor sich geht, gründliche Kenntnis hat und der etwas davon versteht. Er hat sich damals unendliche Mühe gegeben, dem Wirbel in Bayern Einhalt zu gebieten, nachdem er in Herford die Ordnung lange aus eigener Kraft hatte halten können.


Ich freue mich wirklich aufrichtig, dass sein Buch über mich und über jene erste Zeit das Einzige ist, das sehr ernst genommen worden ist

und auch in Universitätsbibliotheken vorhanden ist und ausgeliehen wird. Es wird auch heute wieder verlangt. Ich hoffe, dass wir bald zu einer ergänzenden Ausgabe kommen, in der die weitere Folge nach Herford – vor allem die turbulenten Vorgänge in Rosenheim und so weiter – den Tatsachen entsprechend und ungeschminkt, wahrheitsgetreu als zeitgeschichtliches Dokument der Öffentlichkeit vorgelegt werden kann. Sie ahnen nicht entfernt, was sich alles ereignet, wie man mich betrogen, hintergangen, falsch unterrichtet und irregeführt hat; man lockte mich in Situationen, um mich unter falschen Auslegungen unmöglich machen zu können. Man schreckte nicht vor dem Missbrauch, ja vor der Fälschung meines Namens zurück.


Während mich die falschen Freunde von aller Welt isolierten und mich gewissermaßen gefangen hielten, wurden von Herford aus unter Führung von EgonArthur Schmidt und meinem Bruder Georg regelrechte Befreiungsexpeditionen gestartet, um mich aus dem Trubel herauszuholen. Es entspannen sich schwere Auseinandersetzungen zwischen den zwei Gruppen; aber die in Bayern erwies sich als die mächtigere, gewieftere und war sehr verschlagen; die „Herforder“ waren ihr bald nicht mehr gewachsen und mussten sich geschlagen geben. Zwischen Schmidt und mir wurden Keile geschoben; auch hierbei gab es Namensmissbrauch und übelste Verdächtigungen, sodass Schmidt sich zurückzog... Es klingt jetzt bald wie ein Schauerroman; aber ich sage Ihnen die reine Wahrheit!“


Gröning überlegte nun kurz und fuhr dann fort: „Etwas möchte ich Ihnen jetzt doch noch eröffnen: Von irgendwoher war ein Giftanschlag inszeniert worden, der nicht den erwarteten Erfolg hatte. Dann versuchte man unter dem Vorwand, exakt wissenschaftliche Nachprüfungen einiger meiner Erfolge durchzuführen, mit hypnotischen Sperren und medikamentösen Einwirkungen die durch meine Einwirkung bereits ganz erheblich gebesserten Patienten, die mir zugeführt worden waren, zu verderben. Ein Mensch wäre um ein Haar umgekommen, hätte ich nicht erfasst, was gegen mich im Schilde geführt worden ist! Man wollte mich des Schwindels, des Betruges oder sonst welcher Untaten zeichnen – aber ich rückte den Herren rechtzeitig aus. Nichts blieb unversucht, mich niederzuzwingen und in der Öffentlichkeit herunterzumachen.“ Es war zu spüren, wie Bruno Gröning bei diesen Darlegungen eine Bitterkeit überkam. Er musste wirklich unerhört viel durchlitten und überstanden haben! Wir schwiegen alle irgendwie beein-druckt und betroffen.


Doch setzte Gröning sogleich fort: „Ich bin sehr dankbar, dass ich mit Egon-Arthur Schmidt wieder zusammentreffen konnte. Drei volle Jahre blieben wir getrennt und ohne Verbindung. Jetzt erst konnten wir Unterlagen austauschen und anhand der Besprechung vieler wichtiger Vorkommnisse feststellen, wie sehr wir beide hinters Licht geführt worden waren. Aber das ganze Geschwür musste erst ausreifen – ich habe stets gesagt: Wer echt ist, mit dem komme ich wieder zusammen. Von der alten Mitarbeiterschaft ist es nur er; Egon-Arthur Schmidt. Sie müssten sein Buch gelesen haben, um beurteilen zu können, was an Aufgaben in Herford an ihn herangekommen ist. Nicht nur mit Behörden und mit den Ärztekommissionen, auch mit den Kirchenvertretern und den sehr zahlreichen Abgesandten der verschiedenartigsten okkulten und geisteswissen-schaftlichen Gesellschaften, Vereinigungen und Sekten verstand er umzugehen.“ Egon-Arthur Schmidt winkte ab: „Bitte, zum Sachlichen! Ich bin sehr froh darüber“, wandte er ein, „dass nach langer Zeit endlich eine gewisse Rehabilitierung möglich ist. Aber von Wiederholungen kann keine Rede mehr sein!“

Grönings beachtliche Erfolge


„Wollen Sie, Herr Gröning, wieder ein Domizil einrichten?“, wollte ich wissen. „Nein“, sagte er, „auch in Herford werde ich mich nicht mehr niederlassen. Die Zeiten sind vorüber, und ich bin den Behörden unerwünscht. Ich bleibe wie in letzter Zeit: legal illegal. Alles Andere würde meine Pläne, die ich habe, nur stören. Dass ich im Volke noch einen guten Namen habe, darüber können Sie sich überall selbst unterrichten, und ich trage eine große Anzahl wertvoller Briefe und Bestätigungen über mein erfolgreiches Wirken bei mir.“ 


Ich konnte mich davon überzeugen: Männer, Frauen, darunter sehr beachtliche Namen und Berufe; zahlreiche Akademiker und einige Persönlichkeiten, die im öffentlichen Leben stehen. Ihre Namen bleiben geschützt. Aber was ich darinnen lesen durfte, zeigte mir, dass Bruno Gröning weitaus mehr „kann“, als er selbst zugibt oder in größere Kreise getragen werden soll. Etwas gab er mir jedoch frei, worüber ich abschließend berichte.


Bruno Gröning setzte seine Rede fort: „Ich habe erwartet, dass Herr Schmidt weiterhin tätig sein würde, um die Erfahrungen bei mir auszuwerten. Das Wertvollste ist wohl, dass er eine private Forschungsgemeinschaft gegründet hat, mit der er unter dem Namen „Deutsches Studio für Mediografie“ schon Mitte 1950 gewissermaßen unsere alte Arbeit fortsetzte. Aber lassen Sie sich das von ihm selbst sagen. Jedenfalls stehe ich heute zu ihm und werde seine einschlägigen Forschungsarbeiten nach besten Kräften unterstützen, indem ich ihm als einem der sehr, sehr wenigen Menschen Einblick gewähre in mein Wirken und in alles, was ich noch zu unternehmen vorhabe.“


Das Grönium


Damit wandte ich mich nun direkt an Egon-Arthur Schmidt: „Verfügt Bruno Gröning auch über hellseherische Fähigkeiten? Herr Gröning ist doch – was nicht mehr bestritten wird – in der Lage, das Krankheitsbild eines Menschen zu erkennen und zu beschreiben, ohne den Menschen selbst berührt, ja sogar ohne ihn zu Gesicht bekommen zu haben?“ Ohne weitere Pause antwortete mir Herr Schmidt dazu: „Sie können dies in Ihrer alten Sprachregelung ruhig so bezeichnen; es ist schon so richtig, dass Herr Gröning die Krankheiten und den Sitz der Leiden sehr genau sehen

kann, und zwar beim Menschen wie beim Tier und auch bei Pflanzen. Zwar fühlt er sie nicht am eigenen Körper, aber er spürt sie; er fängt gewissermaßen das Krankheitsbild an der Peripherie seiner Körperempfindlichkeit auf und kann mit einer Art von traumwandlerischer Sicherheit den Sitz der Störungen in einem lebenden Organismus bestimmen.


In dieser Beziehung geht seine Fähigkeit jedoch noch erheblich weiter; denn die Zahl der hochsensiblen Menschen, die fremde Krankheitsvorgänge hellseherisch erfassen können, ist heute weitaus größer als man leichthin anzunehmen wagt – ich habe eine ganze Reihe solcher Personen in verhältnismäßig kurzer Zeit kennen gelernt und konnte die Echtheit ihrer aufgefangenen Bilder überprüfen. Gröning kann das aufgenommene Gesamtbild auch auf eine dritte Person, die hierfür gewisse Voraussetzungen mitbringt, übertragen.“


„Er bedient sich“, so fragte ich sogleich zwischendurch, „dazu also eines Mediums?“ „So etwa ist es“, meinte Herr Schmidt, „wir bezeichnen dies jedoch sinnvollerweise als „Grönium“ und prägten damit nicht nur einen neuen Begriff, sondern bezeichnen damit einen für heutige Verhältnisse noch unbekannten Vorgang. Wenn Sie von Röntgenstrahlen sprechen, dann haben Sie bei dieser Strahlungsart auch sofort eine ganz bestimmte Vorstellung von der Wirkung einer Strahlenart, deren Wesen an sich Ihnen jedoch noch völlig unbekannt ist.“


Hier musste ich E.-A. Schmidt beipflichten, erbat jedoch noch weitere Erläuterungen dazu, die er mir bereitwilligst gab, und zwar mit dem Hinweis, dass ich den Vorgang wohl selbst in aller Kürze an einem praktischen Beispiel miterleben würde; was auch geschah. „Bruno Gröning sucht sich in dem Kreise, der ihn zu sich gerufen hat, jeweils eine geeignete Person aus; mal ist es eine männliche, häufiger eine weibliche Person; das Alter spielt dabei keine entscheidende Rolle. Gröning geht sofort an die Arbeit, bittet die Anwesenden, die Gedanken zu ordnen und vor allem nicht an andere kranke Menschen zu denken; dann fordert er die erwählte Person auf, ihm genau zu berichten, was sie in ihrem Körper spürt oder empfindet. Es ist nun sehr unterschiedlich, wie solche Menschen reagieren oder funktionieren.


Mit hypnotischen oder stark suggestiven Vorgängen hat dies überhaupt nichts zu tun; vielmehr handelt es sich auch hier nur um die Wirksamkeit ein und derselben Grundkraft, deren Gesetzmäßigkeit aufzuspüren wir zur Zeit im Begriffe sind. Je nach der bereits entwickelten Beobachtungsgabe und der Sprechgewandtheit vermag nun ein „Grönium“ die Vorgänge in seinem Körper schneller oder auch langsamer – oft bis zu 15 und 20 Minuten Dauer – zu schildern, und zwar wird im Allgemeinen zuerst stets die Hauptstörungsstelle, die oft auch gleichzeitig die wesentliche Schmerzensstelle beim Kranken ist, genannt, und von hier ausgehend werden alle anderen Symptome geschildert.

So trat kürzlich einmal als erstes Benommenheit und linksseitiger starker Kopfschmerz auf; anschließend die rechte Körperseite hinunter bis in die Beinpartien das Gefühl einer Lähmung und das Empfinden, liegen zu müssen.


Es stellte sich dann heraus, dass von diesem Leiden ein Schwerkriegsbeschädigter betroffen war, der sich im Kreise befand und der nun aus dem Munde eines ihm bis dahin völlig fremden Menschen sein eigenes Leidensbild bis in alle Einzelheiten erläutert erhielt, was er aus eigenem Erleben bestätigen und auch mit Röntgenaufnahmen belegen konnte. Mit einer seiner typischen Handbewegungen operiert nun Bruno Gröning, auf das „Grönium“ zugreifend, dann zupackend, etwas nicht Sichtbares an sich heranziehend, um es dann sofort hinter sich zu werfen, wo niemand steht und auch niemand stehen darf. In diesem Augenblick fühlt sich das „Grönium“ wieder erleichtert und in der Person, deren Leiden noch soeben berichtet worden ist, geht eine Wandlung vor sich; derart, dass sie wie von einem Strom wohltuender Art durchschossen wird. In diesem Augenblick wird, wie wir sagen, Grönings Heilstrom wirksam. Der Blutkreislauf pulsiert spürbar, durchblutet den ganzen Körper und vor allem jene Stellen, die zuvor oft eisig kalt waren. Mancher ist dabei ins Schwitzen geraten.“


Grönings Kräfte sind stärker als zuvor


Ich hatte nun zunächst am Orte unserer Begegnung, dann aber auch bald darauf in einem anderen Kreise Gelegenheit, mich davon zu überzeugen, dass Grönings Heilstrom gegenüber der Zeit seines kometenhaften Aufstieges nicht nur gleich geblieben, sondern an Intensität zugenommen hat. Aus der großen Zahl der mir zur Einsichtnahme vorgelegten Berichte ging diese Feststellung gleichfalls deutlich hervor. Mir will scheinen, Bruno Gröning konnte durch die zwangsläufig ihm auferlegte Ruhe und die daraus möglich gewordene Selbstbesinnung auch seinen naturhaften Kraftstrom besser ordnen und entfalten; er ist sich seiner stärker bewusst geworden; vermag den Kraftstrom daher sorgsamst zu pflegen; ihn nicht mehr wie einst zu vergeuden, sondern systematisch und methodisch an- und einzusetzen. Zweifellos darf dies als ein hoher Gewinn für ihn selbst; mehr wohl noch für die jenigen Menschen, die sich auf Bruno Gröning als ihren letzten Hoffnungshalm verlassen, angesehen werden.

Youtube: BG - Messenger of God


Petra: Auf diesen Artikel folgte noch eine Anmerkung der Redaktion des Vegetarischen Universums, die ich euch noch vorlesen möchte. Das „Vegetarische Universum“ hat zwar im Großen und Ganzen für Bruno Gröning gesprochen und sich bemüht, alles möglichst wahrheitsgetreu zu schildern, stellen sich aber doch ganz klar über ihn, weil er „ja noch raucht und eben kein ausgesprochener Vegetarier ist“. Ich fand es interessant, da auf diese Anmerkung wiederum ein Leserbrief von unserer lieben Anny Freiin Ebner von Eschenbach folgte, die eine weitere Klarstellung der Situation Bruno Grönings, mit einigen Antworten auf genau diese Fragen beinhaltet.



KASTEN

Warum Gröning!

Unsere Aufsatzreihe über Bruno Gröning hat eine Flut von Zuschriften an die

Redaktion zur Folge. Viele unserer Leser sind begeistert und glücklich darüber, dass

wir auch die geistige Seite des natürlichen Heilens zu Worte kommen lassen; einige

wenige aber sind besorgt, weil wir dem „Nicht-Vegetarier und Raucher Gröning"

unsere geweihten Spalten öffnen. Sie bitten wir, sich mit uns, wie wir eingangs bemerkten, 

des Vorurteils und der vorschnellen Stellungnahme zu enthalten. Gerade

wir Vegetarier sind es gewohnt, erst zu prüfen und dann zu urteilen. Bruno Grö-nings

Kampf gilt dem Vorurteil in der Heilkunde, wie der Kampf des Vegetariers sich gegen

das Vorurteil in Ernährung und Lebensweise richtet. Wie wir gegen den Aberglauben

ans Fleisch kämpfen, kämpft Gröning gegen den Aberglauben an die Pille, die

Spritze und das Operationsmesser. Kämpft Gröning nicht unseren Kampf? Sollen wir

ihn ablehnen, weil er erst auf dem Wege zu uns, aber noch nicht ganz bei uns ist?


Dann müssten wir einen Paracelsus ablehnen, denn er war kein Vegetarier, einen Goethe, denn er war kein Vegetarier, einen Wagner, denn er kämpfte mutig für den Vegetarismus, aber er war noch kein Vegetarier. Dann müssten wir zahllose Menschen ablehnen, die in der Lebensreformbewegung führen oder an wichtiger Stelle mitwirken, weil sie selbst noch Fleisch essen. Gewiss, in punkto Vegetarismus haben sie uns nichts zu sagen, hier steht der einfachste Vegetarier weit über Ihnen; aber auf irgendeinem Gebiet können sie doch wesentlich für uns sein, fürs Ganze. Freilich, wir müssen immer prüfen, ob sie Recht haben und ob sie mit dem Vegetarismus nichts Besseres wüssten als so, ohne ihn. Auch ein Bruno Gröning. so bedeutend er ist, würde als Vegetarier und Nichtraucher noch viel bedeutender werden. Seine Sendung würde ins unermessliche wachsen, seine Erfolge würden

alles bisherige Maß übersteigen und sein reines Wirken würde weniger behelligt und noch mehr gesegnet sein. Wir erhoffen und wünschen diese Vollendung für Bruno Gröning und die leidende Welt.

Die Redaktion.

Leserbrief

Anny Freiin Ebner von Eschenbach


Nochmals: Für und wider Bruno Gröning


An die Redaktion des „Vegetarischen Universum“.


Als ein Mitglied des Freundeskreises um Bruno Gröning und als langjährige

Vegetarierin und Abonnentin des „V.U.“ möchte ich Ihnen mit diesem Schreiben

helfen, eine wahrheitsgetreue Antwort denjenigen zu geben, die sich darüber aufhalten, dass im „V. U.“ ein Artikel über „den Nichtvegetarier und Raucher Bruno Gröning“ erscheint.


Ich hatte gerade Gelegenheit, mich mit Herrn Bruno Gröning über die Antwort Ihrer Redaktion in der Augustfolge 8 des „V. U.“ persönlich zu unterhalten. Ich las ihm Ihren kleinen Antwortartikel vor, nachdem ich ihm versicherte, dass derselbe in einem anständigen, ja großzügigen Geist geschrieben ist, denn er lehnt es ab, seine Zeit und Gedankenkraft für negative, anpöbelnde Anfeindungen herzugeben. Deren sind ja genügend in den letzten Jahren erschienen, und ich hatte auch einen dieser Sorte gerade da („Münchner Merkur“. 7. Juli 1953, unter Absatz „Tagebuch“). Nach

dem Satz Ihres „V. U.“-Artikels: „Auch ein Bruno Gröning, so bedeutend er ist, würde als Vegetarier und Nichtraucher noch viel bedeutender werden“,sagte Bruno Gröning:


"Jawohl, das stimmt, aber was hilft mir mein noch größeres Können, wenn ich nicht die Möglichkeit erhalte, dass der Weg der Heilungs-suchenden zu mir frei wird und ich den heilenden Strom nicht abgeben kann! Ich rauche ja nur und trinke Kaffee, damit ich den Strom, der mit solcher Gewalt oft über mich kommt, zurückhalten kann. Früher habe ich deswegen sogar Alkohol getrunken, was aber von mir restlos abgestellt wurde. Ich rauche auch schon weniger und hänge nicht an der Zigarette. Den Vegetarismus bejahe ich voll und ganz, denn ich stehe gegen das Töten und Zerstören von Leben. Durch mich wurden schon viele zu Vegetariern, ja, sogar zu Rohköstlern.“


„Ja“, sagte ich, „das stimmt. Ich sprach erst vor kurzem mit einem Rosenheimer, der mir sagte, dass er seit einer Begegnung mit Ihnen alles Töten von Tieren ablehnt, zum Rohköstler wurde und seine ganze Lebensweise auf Naturverbundenes abgestellt hat.“


Herr Gröning sprach weiter: „Ich esse ja überhaupt kaum etwas, denn nur einige Bissen genügen, um mich zu sättigen, genau so, wie ich keinen Schlaf benötige. Wenn ich esse, werde ich müde. Ich esse dann auch nur zusammenpassende Nahrungsmittel, viele Vegetarier leiden gerade an dem zu Vielen und Zu-vielerleiEssen. Ich kann beweisen, dass mein Körper die starken Gifte des Nikotins, Alkohols und Koffeins gar nicht annimmt, ich bin niemals krank, ich beherrsche meinen Körper. Nicht weil die Menschen es von ihrem Standpunkt aus wollen, stelle ich diese Mängel ab, sondern wenn es für mich notwendig ist, geschieht es.“


Herr Gröning gestattete mir, Ihnen dieses Gespräch zur Verfügung zu stellen. Ich selbst möchte noch einige Beobachtungen hinzufügen:

Bruno Gröning ist ständig unterwegs und kommt stets mit allen möglichen Schichten von Menschen zusammen, deren Gast er dann auch meist ist. So will er die Gastgeber oft nicht in Schwierigkeiten bringen und von ihnen eine bestimmte Art Essen verlangen. In den meisten Fällen isst er gar nichts, freut sich aber, wenn er Nüsse, Obst und Salate angeboten erhält. Er trinkt viel Flüssiges, insbesondere Apfelsaft und Sprudel und, wie er mir einst sagte, ist dies zugleich seine Ernährung und außerdem bedingt dies der Strom, dessen Hitze ihn sonst verbrennen würde. Ich freute mich, über Ihre großzügige Antwort auf die Zuschriften, denn wir Freunde hatten etwas Sorge, dass wieder Unverständige sich in verantwortungsloser, gewinnsüchtiger Art über Bruno Gröning auslassen würden. Bruno Gröning einigermaßen beurteilen und verstehen kann nur, wer sich auf die geistige Ebene erheben kann, der selbstlosen, aufopfernden, hingebenden Liebe zur leidenden Menschheit, der er sein ganzes persönliches Leben opfert, nur um zu helfen, damit der Menschenbruder zu seinem göttlichen Ursprung zurückfindet und damit auch zu seiner Gesundheit.


Da wir (auch Herr Gröning) Impfgegner sind...


so möchte ich Ihnen auch einen Fall mitteilen, den ich persönlich in letzter Zeit erlebte und aus anderen Heilungsfällen unserer Bruno-Gröning-Gemeinschaft herausgreife.


Eine Großmutter bat mich um Hilfe durch Bruno Gröning für ihr Enkelkind in Kärnten, das seit einer Pockenimpfung 1952 furchtbare Krampfanfälle und hohes Fieber hatte und so langsam dahinsiechte. Kein Arzt konnte helfen. Ich bat Bruno Gröning für das mir unbekannte Kind um Fernheilung, und er gab mir einen „angesprochenen“ Gegenstand. Diesen sandten wir nach Kärnten. Das Kind berührte den Gegenstand und ist seitdem von allen Beschwerden befreit. Die Eltern standen vor einem Wunder.


Sie übersandten nach acht Wochen einen schriftlichen eidesstattlichen Heilbericht, nachdem sie das Kind weiter beobachtet und festgestellt hatten, dass es von Tag zu Tag an Kräften zugenommen hatte und dass von den Beschwerden nichts mehr aufgetreten war. Bruno Gröning verlangt nie etwas für eine Hilfeleistung, und die Eltern hatten schon ein Vermögen an Arztkosten für das Kind ausgegeben. Sie sehen aus diesem kurzen Bericht, dass die „geheiligten“ Zeilen des „V. U.“ nur noch „geheiligter“ werden, wenn Sie diese Zeilen für einen so großen Menschen und Könner wie Bruno Gröning zur Verfügung stellen und endlich einmal das „Wesentliche“ über Bruno Gröning veröffentlichen. 


Mit den herzlichsten Grüßen,

 Anny Freiin Ebner v. Eschenbach

Petra: Liebe Freunde, wie ich schon am Anfang erwähnt habe, die Menschen damals haben Bruno Gröning nicht erkannt. Nur einige Wenige konnten erahnen, was für ein Mensch Bruno Gröning war. Und ohne ihn auf einen Sockel heben zu wollen, denn das wollte er nie, kann man sagen, dass er ein Mensch mit einem großen Auftrag war, und dennoch blieb er so bescheiden. So bescheiden, dass er für kein Geld und Gold der Welt sich hätte von seinem Auftrag abbringen lassen. Und das war, ja auch besonders heute noch sehr wirksam. Ich weiß, dass vieles mit Geld einfacher zu sein scheint, dass Menschen glauben, mit Geld können sie alles machen. Aber liebe Freunde, wie viele Lotto Millionäre gibt es, die mit ihrem gewonnenen Geld wirklich glücklich wurden? Bruno wusste das, und daher lehnte er den Mammon strikt ab. Er hat sich selbst sogar als der Dumme bezeichnet, wie er einmal sagte:


Bruno Gröning:  „Wenn es einen dummen Menschen auf dieser Erde gibt, dann will ich es auch sein. Es hat ja auch Menschen gegeben, die sagten: „Ja, Sie müssen doch für Ihr weiteres Leben sorgen!“ Ja, wenn ich das wollte, ich würde Sie alle aufkaufen können. Ich bräuchte tatsächlich nur eine kurze Zeit zu arbeiten, suchte mir die schweren Kapitalisten heraus. Wenn ich nur das angenommen hätte, was man mir angeboten hat, dann zählte ich heute zu den Reichsten der Welt. In wenigen Stunden hätte ich das! Aber wie schlecht es doch wäre, würde ich es wagen, so zu den Menschen zu sprechen und anders zu handeln. Und ich sage Ihnen, ich habe keinen Pfennig Geld und freue mich, bin stolz darauf, ein armer Mann zu sein, arm an Geld und Besitztum, aber reich, steinreich an Kraft, um Menschen zu helfen und sie heilen zu können. Ich glaube doch, ich bin den richtigen Weg gegangen, das ist mehr wert, als dieses tote Stückchen Papier oder vielleicht Gold oder sonst was. Nein, daran ist mir nicht gelegen, das brauche ich nicht!“(26.09.1950) und er sagte auch:


„Bei einem haben sie Pech, der sich nicht knechten, auch nicht kaufen und verlocken lässt – das bin ich. Werde aber dafür von vielen Menschen als ein Dummer hingestellt. Macht nichts! Dieser dumme Mensch will ich hier auf dieser Erde sein. Ich würde es nicht wagen, zu sagen, dass Sie dumm sind. Einer muss der Dumme sein, und der will ich sein. Aber ob ich es bin, wird sich noch herausstellen. Jedenfalls bin ich jedem Menschen ein VorBild. Ich zeige, dass ich mich als Mensch verpflichtet fühle, meinen Mitmenschen zu helfen.“(19.09.1950)


 Als Jesus hier auf der Erde war, hat er auch kein Geld genommen. Wer Geld nahm, waren seine Jünger. Auch hier war ein Unverschämter darunter, der die Geldsucht hatte, der sich sagte: „Wenn der dauernd vom Sterben spricht, wo von sollen wir dann leben? Er hat uns mitgezogen und wir müssen für unser weiteres Leben sorgen.“ Und so hat er seinen Herrn, seinen Meister verkauft, für 30 Silberlinge. Und diesen Judas, den habe ich auch an meiner Seite gehabt, nur hat dieser eine mehrere Ableger! Aber das ist ja klar! Jesus hat auch seine Jünger gewechselt, sie kamen und gingen. ES waren nicht immer dieselben, bis auf die letzten 12, und von diesen Zwölfen wurde einer untreu, der die Geldgier bekam.


Und die anderen ? Wenn ich heute hier in meine nächste Umgebung schaue – ich bin Tag und Nacht wach. Der Geist dieser Menschen, die in meiner Nähe sind, ist willig, aber das Fleisch wird auch schwach. Und das wiederholt sich, es hat sich nichts geändert. Mir sagte hier einmal ein Minister: „Ja, hat sich denn in diesen 2000 Jahren nichts geändert?“ „Doch“, sagte ich, „sehr viel. Statt besser ist es schlechter geworden!“ Der Mensch kommt nicht zur Vernunft. Er denkt nicht an das, was ihm immer wieder vor Augen gehalten wird, er fällt immer wieder in das schlechte Fahrwasser und er kommt davon nicht mehr ab. Aber wer nicht hören will, muss fühlen, dann ist es nicht meine Schuld! Wenn ich einen Menschen warne und er dennoch nicht hören will, da muss er fühlen. Er muss es dann sogar manchmal mit seinem eigenen Leben bezahlen. Aber dann ist es auch nicht meine Schuld!“(19.09.1950)


 Youtube: Jesus Videos vom reichen Kaufmann und auf dem Weg nach Emmaus

Musik: Bleib bei uns, denn es will Abend werden, Rheinberg


Liebe Freunde, bevor nun die letzten Folien gezeigt werden, möchte ich euch noch mal einen Teil des Vortrages von Bruno Gröning zu hören geben, wie er über die damalige Zeit spricht, die Nachkriegszeit und dass die Herzlosigkeit der Menschen abgeschafft werden muss, denn diese hat ja die Menschen in große Kriege, Not und Elend geführt. Und genauso ist es auch heute, meinen Lieben. Danach dann ein Lied von Rachmaninow.


Youtube : Vortrag 06.10.1958 CD 1, Teil 2

Youtube: Bogoroditsye Dyevo von Rachmaninov


Ja, liebe Freunde, die Herzlosigkeit muss abgeschafft werden, wie schön ist doch dieser zarte Sound, der zu Herzen geht und alles öffnet. Lassen wir diese Liebe, die von Jesus stammt aus der göttlichen Quelle, in uns einfließen.

Und bevor wir uns einstellen und bitten und beten, hier noch ein Text von Gerlind, den sie heute geschrieben hat, und den ich als so gut und wichtig erachte, dass ich ihn mit euch teilen möchte:


Veränderungen, die ins Neue führen


Wissen wir, wie stark der Einfluss unserer Gedanken auf das Weltgeschehen

ist? Ist uns bewusst, dass wir dazu beitragen können, dass sich die Dinge

durch unsere Veränderung zum Guten wenden können?

Wie einfach ist es, die Hände entmutigt in den Schoß sinken zu lassen und

sich zu sagen: “da kann ich doch nichts tun.” Wie viel mehr werden wir

bewirken können, wenn wir uns aus diesen begrenzenden Gedanken lösen

und uns bewusst machen, dass mit Gottes Hilfe alles möglich ist.

Wie oft haben wir schon erleben dürfen, dass sich Situationen zum Guten

gewendet haben, wenn wir nicht entmutigt aufgegeben haben, sondern im

Vertrauen auf Gottes Hilfe weiter gegangen sind. Unsere Gedanken nehmen 

Einfluss auf unser Leben. Die Richtung bestimmen wir.

Wie kann gelebte Gottverbundenheit aussehen? Vertrauen wir der Liebe

Gottes und Seiner Macht uns zum Guten zu führen?

Wie unendlich groß sind Seine Mittel und Wege! Wie unermesslich groß ist

Seine Liebe, mit der Er uns durchs Leben begleitet. Sind wir uns Seiner

beständigen Gegenwart immer bewusst? Wie viel leichter ist es für Gott uns

zu erreichen, wenn wir bereit sind, uns ganz in Seiner Führung zu bewegen

und uns aus vorgefassten Meinungen zu lösen, die uns in der Vergangenheit

gehindert hatten, ins Neue zu gehen.


Wenn uns bewusst ist, dass Gott unmittelbar in uns und durch uns wirken

möchte und wir bereit sind, der göttlichen Führung zu folgen, können große

Veränderungen geschehen. Solange wir noch in alten Verhaltensmustern 

stecken blieben und noch nicht bereit für neue Sichtweisen waren, solange sind Gott die Hände gebunden,

denn durch unseren freien Willen ist es Ihm dann nicht möglich, uns zu

führen. Wenn es uns mit Hilfe des Heilstroms immer besser gelingt, uns aus gelebten

Mustern wie Sturheit, Trotz, Beleidigt sein, Unzufriedenheit, Selbstsucht, nicht

verzeihen können etc. zu lösen und wir dadurch viel schneller Einigkeit

herbeiführen können, tragen wir durch unsere gelebte Veränderung nicht nur

zum Frieden in uns bei, sondern wir werden erleben, dass diese Veränderung

sich auch auf unsere Familie und unsere Umgebung auswirkt.

So wie das Meer aus vielen Tropfen besteht, beeinflussen wir durch unser

Denken und Tun, die Energie, die uns umgibt. 

Nutzen wir die Möglichkeiten der Verwandlung in uns und helfen wir dadurch mit, 

den Frieden auf dieser Erde zu manifestieren.


Gerlind Hanus, 21. August 2019