Hilfe und Heilung auf geistigem Wege 
durch die Lehre Bruno Grönings

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OM Protokoll 28. September 2016

ONLINE MEETING Deutsch am 28.09.2016

Liebe Freunde,

herzlich willkommen zu unserer Gemeinschaftsstunde im Internet. Wir haben heute einiges auf dem Programm stehen und ich hatte gar nicht so viel Zeit für die Vorbereitung der heutigen Stunde, weil ich verreist war. Aber wie das so ist, es werden uns von der geistigen Welt immer die Dinge gezeigt, die wichtig sind.

Wir wollen heute über Heilung sprechen, wie Heilung geschieht und was die Voraussetzungen sind, damit wir uns selbst heilen können.

Ich bitte euch wieder, euch so zu setzen, dass euer Körper frei ist, die Wirbelsäule gerade, beide Hände mit den Handflächen nach oben locker auf die Oberschenkel legen und das Wichtigste: ENTSPANNEN. Atmet einmal tief durch und seid ganz im Hier und Jetzt, ohne an gestern oder morgen zu denken. Wichtig ist, was JETZT und HIER von euch aufgenommen werden kann, nämlich die Ruhe, Frieden, entspannte Klarheit und das Gefühl der Liebe und Einheit, aus der die Kraft in unserem Körper wächst, nämlich aus der Ruhe des himmlischen Friedens.

Zu Beginn ein paar Wort von Eileen Caddy, die Mitbegründerin der Findhorn Bewegung, deren Bücher auch für mich und viele unserer Freunde Labsal und Erkenntnis beinhalten: Wenn hier die Worte Mir und Mein vorkommen, ist dies immer aus der Sicht Gottes zu deuten, denn Er sprach zu ihr. Ich lese aus ihrem Buch: „Spuren auf dem Weg zum Licht“ S. 95:


„Diese Zeit, die du an jedem Morgen mit mir verbringst,

wird Dir für den ganzen übrigen Tag zugute kommen.

Du bist wie eine Batterie, die aufgeladen wird:

Am Ende des Tages bist Du ausgelaugt

Und brauchst diese Zeit zum Auffüllen,

dann kannst Du den Tag in der rechten Weise beginnen.

Wenn Du am Abend im richtigen Bewusstsein einschläfst,

wenn Du Dich mir ganz anheim gegeben hast,

dann kannst Du während der ganzen Nacht wieder aufgeladen werden.

Was dann noch fehlt, bekommst Du am nächsten Morgen von Mir,

wenn Du diese Zeit im Gebet,

in Meditation, und im Hören und Niederschreiben meines Wortes verbringst.

In solcher Höchstform beginnst Du dann den neuen Tag voll Eifer und entschlossen, alles noch besser zu machen als gestern und MEINEM WORT allein zu gehorchen.

Jeder Tag soll Dich im spirituellen Leben einen Schritt voranbringen.

Du magst diesen Schritt nicht immer gehen oder überhaupt das Gefühl haben, dass Du ihn getan hast, so klein ist er vielleicht. Solange Du aber fest entschlossen bist, voran zu kommen, wird es dir auch gelingen.


Ja liebe Freunde, hier wurde etwas über das Aufladen unserer Lebensbatterie gesprochen und das ist der springende Punkt: Das tägliche Einstellen. Nehmt Euch die Zeit zum Einstellen und verbindet euch mit der göttlichen Energie. Das ist lebensnotwendig, denn wenn erst einmal der Nervenzusammenbruch oder das Burnout da ist, braucht es viel mehr Zeit der Ruhe und des Erholens, als wenn wir immer wieder dies zuzusagend vorbeugend tun. Bruno Gröning hat uns dies empfohlen, und zwar zweimal täglich, morgens und abends. Ich weiß, dass es vielen Freunden so geht, dass sie oft nicht die Notwendigkeit sehen, aber wenn dann mal ein Ereignis geschieht, was uns die Fassung raubt, dann kann die Batterie unseres Körpers schnell entladen sein.


Wir befinden uns ja immer noch im Monat September, und wie wir wissen, war dies im Jahre 1949 ein besonderer Monat, nämlich der neunte Monat des Jahres, in dem Bruno Gröning die großen Heilungen mit der Hilfe Gottes auf dem Traberhof möglich werden ließ. Ich möchte daher auch heute noch einmal einen Einblick in das Buch „Die große Umkehr“ von Dr. Kurt Trampler geben, weil dort am besten beschrieben wird, wie Bruno Gröning wirkte und zu welchen außerordentlichen Dingen die Kraft Gottes fähig war und auch heute noch ist, denn die Kraft Gottes hat ja mit dem Ableben Bruno Grönings nicht aufgehört. Sie ist ewig, heilig und immer da, auch wenn wir sie nicht sehen können. Dieses Buch ist für mich so ursprünglich und authentisch, dass ich es nur immer wieder empfehlen kann. Ihr könnt es euch bei der Bruno Gröning Stiftung bestellen. www.bruno-groening-stiftung.org


Hören wir hier von nun von einigen wunderbaren Heilungen aus dem Buch, S. 16:

„Elf Ärzte sind an diesem Tage zu Bruno Gröning gekommen, mehrere mit ihren Patienten. Sie haben festgestellt, dass es ihrer Kunst bisher nicht gelingen konnte, diesen Leidenden Heilung zu bringen, und nun wagen sie vorurteilslos den Versuch, Grönings Heilkraft auf sie wirken zu lassen. Dr. M. aus einem Kurort des Alpenvorlandes lässt eine junge Frau, Monika B. hereintragen, die vor Monaten aus der Watzmann Ostwand abgestürzt war.. Seither ist Monika B. vom Unterkörper abwärts gelähmt (Querschnittslähmung) und kann auch nicht mehr durchatmen. Alle Anwesenden beobachten nur mit einer scheuen Spannung, wie sich Gröning ihr zuwendet. Auch sie beschreibt, wie sie die Heilkraft zu fühlen beginnt. Sie arbeitet mit gläubigem Vertrauen mit, richtet sich plötzlich auf – und mit dem Aufschrei „DURCH!“ entringt sich ihr ein tiefer, voller Atemzug. Doch ihre Verletzungen sind zu schwer, als dass sie sich aufrecht halten könnte. Gröning versenkt sich später nochmals mit äußerster Anspannung in ihr Leiden. Man hört in dem totenstillen Raum keinen Laut. Auf Grönings Stirn treten die Adern hervor. Er steht abgewandt von der Patientin, und seine gespreizten Finger beginnen zu vibrieren und trennende und knüpfende Bewegungen auszuführen, während die Patientin selbst sichtbar von einer unbekannten Macht bewegt wird. Dann fordert er sie auf, ganz vorsichtig ihr Bein zu berühren. Es weist Wärmeempfindungen auf, und sie spürt zum ersten Mal wieder die Berührung. Erklärend bemerkt Gröning zu den Ärzten, es habe sich jetzt der gleiche Vorgang von Trennung und Verknüpfung von Nerven vollzogen, wie seinerzeit bei der Behandlung des jungen Dieter Hülsmann in Herford. Das Hitzegefühl werde bei der Patientin noch anhalten und ihre Gesundheit werde Fortschritte machen.

Während der vielen weiteren Behandlungen von Schwerkranken haben wir Gelegenheit zu mancherlei Beobachtungen. Es scheint – und das bestätigt mir Dr. M., der neben mir sitzt und den ganzen Abend nicht eine Bewegung Grönings aus den Augen lässt – dass seine Heilungen in eine Schicht des Unbewussten oder Unterbewussten durchstoßen, die bei vielen Menschen durch eine Überbetonung des Intellektes verschüttet ist. Es stört beispielsweise seine Arbeit, wenn jemand im Raume den rationalen Zweifel nicht ausschalten kann. Das wirkt, um einen groben Vergleich zu gebrauchen, offensichtlich wie ein Störsender. Bei der Behandlung einer gelähmten Frau wendet er sich plötzlich an einen im Hintergrund Stehenden, spricht ihn als Mann der Kranken an und bittet ihn, sich zu entfernen, wenn er die Gedanken an die Krankheit seiner Frau nicht abschalten könne. Weder der Patient selbst noch ein anderer soll im Augenblick der Behandlung an seine Krankheit denken, sondern nur beobachten, was „in ihm“ vorgeht.

Dann wieder spricht Gröning eine im Hintergrund sitzende Frau an, deren Hände er unmöglich sehen konnte. „Was haben Sie da in der Hand? (es war eine winzige Feder) Spielen dürfen Sie natürlich nicht dabei. Sie müssen sich konzentrieren.“ Zu meiner Frau bemerkt er unvermittelt: „Denken Sie jetzt nicht ans Fotografieren, sondern an Ihre Gesundheit Beobachten Sie, was in Ihnen vorgeht!“ Die Leica lag dabei hinter ihr, und war von Grönings Standort aus nicht zu sehen.

Beim Abschied habe ich nochmals Gelegenheit, über einige bewegende Fragen mit ihm zu sprechen. Er lehnt die Sensationsberichterstattung ab – die unfreundliche wie die freundliche – und bittet mich, gewissenhaft die reine Wahrheit zu schreiben. „Ich brauche keine Propaganda“, sagte er, „aber ich will, dass die Menschen die Wahrheit über mich zu wissen bekommen.“ Mit einem ungemein kräftigen, sympathischen Händedruck (die Art, wie jemand die Hand reicht, ist für mich immer sehr maßgebend für den ersten Eindruck gewesen) verabschiedet uns Gröning und lädt uns ein, wiederzukommen. Es ist nachts 3 Uhr. Der ganze Vorplatz ist erneut von Hilfesuchenden dicht besetzt, und um 5 Uhr früh will Gröning eine Fahrt antreten. „Heute arbeitet er wieder ohne Schlaf durch“, hören wir von einem Mitarbeiter. Ein leiser Regen fällt, als wir, im Innersten aufgewühlt, nach Rosenheim zurückwandern. Ich trage den Stock unter dem Arm. Die kühle Luft tut gut, nach sovielen Eindrücken. Aber nichts verflüchtigt sich, nichts verändert den Aspekt, als wir in anderer Atmosphäre unsere Beobachtungen rekapitulieren und vergleichen. Das alles haben wir selbst gefühlt und haben wir mit eigenen Augen gesehen.

Obwohl mir manche Beobachtungen aus dieser Nacht im Laufe der späteren Zusammenarbeit mit Bruno Gröning erklärlicher geworden sind, habe ich die erste Begegnung mit dem Unbekannten auch hier so wiedergegeben, wie ich sie unter dem unmittelbaren Eindruck aufgezeichnet habe.


















Liebe Freunde, so weit aus dem Buch „Die große Umkehr“ von Dr. Kurt Trampler. Auf der Beilage zu diesem Buch steht: „Wer sich den Inhalt dieses Buches zu eigen macht, hat ein gutes Stück des Weges zurück gelegt, die Heilung zu empfangen“ erklärte Bruno Gröning dem Verfasser und übergab ihm für die Leser ein original getreu wiedergegebenes Geleitwort:


„Ich bin nichts, der HERRGOTT ist alles.

Ich will weder Geld noch Gold.

Was ich will und kann allen Menschen helfen und heilen.

Wer den Herrgott verleumdet

Ist es nicht wert, geholfen zu werden.

Der größte Arzt aller Menschen

Ist und bleibt unser Herrgott!

Bruno Gröning, Gräfelfing, den 8.12.1949


Auf dem Beiblatt steht:

“Wer sich den Inhalt dieses Buches zu eigen macht, hat ein gutes Stück des Weges zurückgelegt, die Heilung zu empfangen” erklärte Bruno Gröning dem Verfasser und übergab ihm für die Leser das umstehend originalgetreu wiedergegebene Geleitwort. Das handschriftliche Original vermittelt eine sehr starke heilende Strömung. Eine große Reihe von Versuchen haben bewiesen, dass die fotografische Wiedergabe, ja sogar die ersten Abzüge der gedruckten Reproduktion eine ähnliche Wirkung haben. Ob die heilende Kraft auch auf jedes gedruckte Exemplar übertragen wird, kann vor dem Druck nicht festgestellt warden. Dies zu ergründen, ist in die Hand des Lesers gegeben. Heilungssuchende, die diese Frage Ernst prüfen woollen, mögen die rechte Hand dicht über das Bildnis und Worte dieser Beilage halten, wie das an anderer Stelle beschrieben ist. Auch die übrigen Bilder Grönings und der von ihm angesprochenen Gegenstände weisen möglicherweise die gleichen Eigenschaften auf. Geduld und innere Bereitschaft, die Heilung auf diesem Wege jenseits der Medizin zu suchen, sind freilich wohl die ersten Voraussetzungen für einen dauerhaften Heilerfolg, der zwar in manchen Fällen sofort, in vielen anderen aber auch erst nach Wochen erkennbar wird.”


Zu unserem Heilungsthema heute Abend, möchte noch auf folgendes hinweisen: Auf unserer WEBSEITE haben wir unter dem Menü-Punkt „Unser Weg der Wandlung“ ganz eindeutig beschrieben, woher die Krankheit kommt, wie Krankheit entsteht und wie Heilung geschieht. Um dies noch mal hier zu untermauern, lese ich ein paar Abschnitte vor:


Wie Krankheit entsteht:

Die Krankheit entsteht durch falsche Gedankenmuster und Taten

Die Krankheit kommt nicht von Gott, sondern entsteht durch falsche Gedankenmuster und Taten. Wenn die für die Krankheit verantwortlichen Gedanken- und Verhaltensmuster erkannt und verändert werden, wird der daraus entstandenen Belastung der Nährboden entzogen. Durch das Einstellen kann Gott uns die Verhaltensmuster aufzeigen, die der Veränderung bedürfen. Es wird jedoch nur derjenige die dauerhafte Heilung erleben, der nicht nur bereit ist, die notwendigen Veränderungen vorzunehmen, sondern das Erkannte auch tatsächlich konsequent in die Tat umsetzt.


Bruno Gröning sagte dazu:

"Ich weiß genau, dass Menschen mich noch nicht erkannt, ich weiß aber auch genau, dass jeder sich selbst noch nicht erkannt, ich weiß, dass Menschen kaum noch etwas von dem Göttlichen oder wenig von Gott selbst wissen. Ich weiß, dass Sie sich selbst noch nicht so weit dahin bewegt haben und auch bewegen konnten, sich selbst so wie den eigenen Körper zu erkennen. Dass Sie sich wieder zurückbesinnen sollen auf das, was Sie in Wahrheit sind: Mensch! Mensch erkenne dich selbst! Menschen beherrschen andere Körper, aber ein Mensch, der noch nicht in der Lage ist, seinen eigenen Körper in der Gewalt zu halten, um ihn recht und richtig zu führen, wird niemals dazu im Stand sein, einen seiner Nächsten zu führen. Wo erkennen wir das Göttliche? Nur in uns selbst. Ich weiß aber, wenn Menschen wissen würden, was für einen Körper sie von Gott für das Erdenleben erhalten haben, dann würden sie sich ganz zu Gott und Seinen Werken bekennen.“

Zitat von Alfred Hosp aus dem Buch "Der Geist beherrscht die Materie":

"Bruno Gröning hatte es schwer auch seinen Freunden klar zu machen, dass es allein ihr gegenwärtiger Bewusstseinszustand ist, der die scheinbare Gottferne bewirkt. Es ist daher dringend not­wendig, sich über die Tragweite des Ausspruches „Das Leben ist Gott“ klar zu werden und für sich selbst sowie das eigene Fühlen und Denken die unvermeidlichen Konsequenzen dar­aus zu ziehen. Indem es uns gelingt, in jeder Situation von der Tatsache überzeugt zu sein, dass wir uns immer innerhalb des göttlichen Kraftfeldes befinden, ist eine Veränderung zum Positiven erreichbar. Es hängt daher allein von unserer richtigen Grundhaltung ab, ob wir etwas davon bemerken oder nicht. Denn nur in einer vertrauensvollen Einstellung ist es möglich mit dem Göttlichen in Resonanz zu schwingen, wodurch eine Kraftaufnahme erfolgen kann. Erst durch Bruno Gröning wurden wir darauf aufmerksam gemacht, wie wichtig die Gedankenkontrolle für unser Leben ist."

Wie Heilung geschieht:

Die Heilung muss uns so wichtig sein, dass wir bereit sind, die notwendigen Veränderungen vorzunehmen.

Wenn wir gesund werden wollen, ist es notwendig, dass wir uns die Heilung aus ganzem Herzen wünschen. Wenn wir uns aus falscher Bescheidenheit heraus noch nicht wert hielten, gesund zu werden oder wenn wir noch in einem alten Sünderdenken verhaftet waren, kann Gott uns die Heilung nicht schenken, weil wir noch gar nicht willens waren, sie aus ganzem Herzen für uns zu akzeptieren.

Auch wenn wir eigentlich noch zufrieden waren, mit dem Zustand in dem wir uns befanden, wenn wir vielleicht noch die Zuwendung benötigten, die wir über die Krankheit erhielten, wenn wir noch nicht auf die „scheinbaren“ Vorteile, die uns die Krankheit brachte, verzichten wollten, dann waren wir noch nicht bereit für die Heilung. Um gesund werden zu können, muss es unser stärkstes Bestreben sein, die krankmachenden Muster zu erkennen und zu überwinden.

Solange die alten Verhaltensmuster bei uns noch einen höheren Stellenwert haben, als die Gesundheit, solange wir noch nicht bereit sind, der Wahrheit und damit der Befreiung die Tür zu öffnen, solange wird sich an unserem körperlichen Zustand nichts zum Guten wenden können.

„Sie müssen ein Ziel haben. Ihr Ziel ist Ihre Gesundheit. Befassen Sie sich mit Krankheit und denken Sie daran, so haben Sie damit ein zweites, anderes Ziel. Diese beiden vertragen sich aber nicht. Das Gute und das Böse sind nicht mischbar! Denken Sie daher ausschließlich an Ihre Gesundheit, Ihr Ziel!“

Musik:

Alle Leiden sind seelisch bedingt

Bruno Gröning sagte uns auch, dass alle Leiden seelisch bedingt sind.

„Irgendeine Disharmonie im Äußeren beweist, dass eine geistige Disharmonie vorhanden ist. Wie das Innere, so das Äußere. Die einzigen Feinde des Menschen sind in ihm selbst.“

„Ich bin mit den größten Kapazitäten von Ärzten zusammen gewesen, die alles bestreiten wollten und sagten: „Alles ist nicht seelisch bedingt. Sie haben sich geirrt!“ Und ich habe gesagt: „Sie haben angenommen, das ich mich geirrt habe.“ Ich habe ihnen den Beweis gestellt. Die Tatsache ist, dass alle Leiden seelisch bedingt sind, es gibt nicht ein Leiden, das nicht seelisch bedingt ist. Sie haben es nicht gewusst. Sie können ja das Leben nicht zurückleben. Sie leben oder erleben das Leben ihrer Zeit, nichts anderes.“

„Und das, was den Menschen jetzt so durch den Körper gefahren ist von Generation zu Generation, das seelische Leid, es wurde größer und größer. Der Mensch sündigte weiter und weiter, mehr und mehr, und ich glaube, dass Sie mich verstehen, wenn ich sage, dass er durch dies Sündhafte, das der Mensch schon früher begangen und jetzt noch mehr, krank sein muss. Ist mir klar. Ich habe mich viel mit Menschen unterhalten – nicht nur mit Deutschen -, mit Wissenschaftlern, auch mit Ärzten, und ich behaupte, noch und auch weiterhin, dass alle Leiden seelisch bedingt sind. Der eigentliche Ursprung ist das Seelische. Ich könnte Ihnen das klipp und klar darlegen, aber dazu bräuchten wir mehr Zeit.“

Göttliche Führung über das Gefühl

Wir werden von Gott über das Gefühl geführt. Die Seele des Menschen ist das rein Göttliche. Wir hatten verlernt, die Bedürfnisse unserer Seele wahrzunehmen. Wir hatten nicht mehr zu uns gestanden, weil wir Nachteile befürchteten. Wir hatten uns verbogen, und das getan, was andere von uns verlangt hatten oder aber auch verbogen deshalb, weil wir uns Vorteile davon versprochen hatten. Wie oft sind wir über die Grenzen unserer Belastbarkeit hinausgegangen, weil wir uns etwas in den Kopf gesetzt hatten, was wir mit aller Gewalt umsetzen wollten und weil wir uns und anderen etwas beweisen wollten. Wir hatten dabei unserer Seele kaum eine Chance eingeräumt, sich durch leises Anklopfen bei uns bemerkbar zu machen oder überhaupt bei uns Gehör zu finden. Die wirklichen Bedürfnisse unserer Seele waren immer mehr ins Abseits gerutscht, bis wir irgendwann die Äußerungen unserer Seele überhaupt nicht mehr wahrnahmen bzw. ernst nahmen. Wir hatten die Regungen unserer Seele nicht nur missachtet, sondern hatten uns taub gegen unsere Empfindungen und Bedürfnisse gestellt und dadurch unsere Seele mundtot gemacht.

Oft haben wir bei der Lösung eines Problems sehr genau gespürt, wie wir eigentlich handeln müssten, um letztendlich bei der Umsetzung festzustellen, dass uns der Mut fehlte, zu dem Erkannten, und den damit verbundenen Konsequenzen zu stehen. Wie oft hatten uns der Verstand und die Angst immer wieder Gründe geliefert, gegen das Erkannte zu handeln. Dabei haben wir permanent gegen uns und unsere Bedürfnisse gewirkt.

Zusätzlich hatten wir unserer Seele Tag für Tag einen riesigen Berg Gedankenmüll vorgesetzt, den sie schlucken musste. Unserer Seele blieb deshalb gar nichts anderes übrig, als über unseren Körper zu reagieren, damit sie wieder zu ihren Rechten kommen konnte. Unsere Seele muss, wenn sie kein Gehör findet, über unseren Körper auf ihre Defizite aufmerksam machen. Wie oft haben wir durch Krankheit verordnete Zwangspausen hinnehmen müssen, weil wir vorher nicht bereit waren, innezuhalten, eine Kurskorrektur unserer Gedanken und unseres Verhaltens vorzunehmen und das Erkannte umzusetzen. Wenn wir unsere Seelenbedürfnisse missachten, wird sich das früher oder später über den Körper bemerkbar machen und zeigt sich als das, was in der Medizin als psychosomatische Ursache bekannt ist. Schenkt man diesen Symptomen immer noch keine Aufmerksamkeit, wird es sich auch auf der körperlichen Ebene manifestieren.


Die Seele spricht über den Körper eine sehr klare Sprache, aber selbst diese war für uns nicht mehr verständlich. Der Mensch hatte sich weit von dem entfernt, was sein göttliches Erbe ist, nämlich der Gesundheit. 


„Die Seele ist das rein Göttliche im Menschen wie in jedem Lebewesen“, sagte Bruno Gröning. 

Wie wollen wir die Führung Gottes erkennen, wenn wir uns und unseren Seelenbedürfnissen nicht die Aufmerksamkeit zukommen lassen, die dazu notwendig ist? Wir müssen wieder lernen, die Botschaften unserer Seele zu erkennen. Wir müssen erspüren, was wichtig und was unwichtig ist und erkennen, wann Pausen angesagt sind, und wo eine Veränderung in unserer Gedanken- und Lebensführung notwendig ist. Erst wenn wir wieder lernen, zu uns und damit zu Gott zu stehen und uns aus den krankmachenden Gedanken- und Verhaltensmustern lösen, kann es zu einer dauerhaften Gesundung kommen. Wenn wir gesund werden und bleiben wollen, wird kein Weg daran vorbeiführen, dass wir zu uns stehen. Nur wenn wir der Stimme unseres Herzens folgen, dann folgen wir Gott.

Wenn wir nur unseren Körper behandeln, bekämpfen wir zwar die Auswirkung unseres Handelns, beseitigen aber nicht die Ursache. D. h., die Krankheit kann immer wieder kommen. Erst wenn wir die krankmachenden Muster erkannt und verändert haben, werden wir die dauerhafte Gesundung erleben können.

„Die Seele ist das Leben – Gott.“ „Christus ist die unsterbliche Seele im Menschen.“

„Seelisch aufbauen heißt: der Mensch empfängt wieder über die Seele, die Gott ihm in seinen Körper gegeben hat, über die er die göttliche Sendung empfangen kann.“

„Selig – das heißt, die Seele ist frei von allem Bösen.


Und in dem Monumentalwerk von Sri Paramahansa Yogananda, dem großen Yogi und Heiligen aus Indien, der in den 30iger Jahren nach Amerika fuhr um dort die Menschen das Wissen über die heiligen Schriften der alten Rishis, den Yoga und Selbstverwirklichung zu lehren, schreibt in seinem Buch „Die Wiederkunft Christi“ auf S. 490 im 25. Diskurs über die „Heilung der Kranken“:

Wer die allgemeine Lehre vom Wesen der Krankheit und ihrer Heilung versteht, wird das göttliche Heilgesetz, wie es von Jesus angewandt wurde, besser verstehen und zu schätzen wissen. Eine Krankheit ist ein disharmonischer Zustand, der in einem Lebewesen sofort oder später Schmerz oder Unlust hervorruft. Menschliche Wesen können unter drei Arten von Krankheiten leiden: die des Körpers, des Geistes und der Seele.

Der Körper wird von Bakterien, Viren, Giftstoffen, Wunden und Organstörungen beeinträchtigt, die dann physisches Leiden verursachen. Physische Heilung besteht darin, den Menschen von körperlichen Krankheiten zu befreien.

Der Geist ist anfällig für eine Infektion mit den mentalen Bakterien von Angst, Sorgen, Melancholie, psychischer Nervosität, Zorn, Gier, unstillbarem sinnlichen Verlangen, Selbstsucht, Neid, und weiteren krankhaften Neigungen. Sie alle führen zu mentalen Beschwerden und Qualen. Die Heilung psychischer Leiden wird geistige Heilung genannt.

Die Seele wird von der Krankheit der Unwissenheit heimgesucht, die der kosmischen Täuschung entspringt. Diese lässt den Menschen sein vollkommenes göttliches Wesen vergessen und verführt ihn dazu, sich auf seine unvollkommene menschliche Natur zu konzentrieren. Unwissenheit führt zu Disharmonie zwischen Geist und Körper sowie zwischen Seele und Geist; zusätzlich verursacht sie vielfältige andere Schwierigkeiten.

Ist der Geist stark, überträgt sich physischer Schmerz nicht auf die mentale Ebene. Märtyrer, deren Geist hingebungsvoll und fest auf Gott gerichtet war, haben ihren inneren Frieden selbst dann bewahrt, wenn sie auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurden. Aber geistiges Leiden wird gewöhnlich von physischem Leiden begleitet; und wenn die Seele den Ausdruck ihrer Kräfte der Unwissenheit überlässt, werden Körper und Geist automatisch für körperliche und geistige Krankheiten empfänglich. Denn es ist die Krankheit der Unwissenheit, die im Menschen das Körperbewusstsein entstehen lässt und das Denken, das sich mit dem Körper identifiziert.

Erleuchtete Seelen, die sich von der Krankheit der Unwissenheit geheilt haben, nehmen den Körper als einen Traum Gottes wahr, als verdichtete Gedanken des göttlichen Wesens. Wenn das Auge der Weisheit durch Meditation geöffnet wird, vertreibt das in der Seele wiedergespiegelte Licht Gottes das Dunkel irdischer Unwissenheit sowie körperlicher und mentaler Qualen. Jesus kannte die kausale Beziehung zwischen Körper und Geist, wie auch die zwischen der Seele und Gott. Deshalb hatte er Herrschaft über die atomare Struktur der Zellen, deshalb konnte er psychische Erregungszustände wieder ins Gleichgewicht bringen und auf diese Weise jeden kranken Körper oder Geist gesund machen.