Hilfe und Heilung auf geistigem Wege 
durch die Lehre Bruno Grönings

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Online Meeting, 23. August 2017

Willkommen liebe Freunde,


ich begrüße euch auf das Herzlichste und wünsche allen einen wunderschönen Abend und eine gute von Gott gesegnete Gemeinschaftsstunde. Ich bitte euch, wieder die von BG empfohlene Sitzhaltung einzunehmen und auf den Körper zu achten: Was geht in ihm vor, was spürt ihr, wie macht sich die göttliche Heilkraft, die Bruno Gröning Heilstrom nannte, bemerkbar?

Bitte die Arme und Beine nicht überkreuzen und die Wirbelsäule ganz gerade halten, wenn es möglich ist. Achtet auf das Gefühl, das durch Euren Körper strömt.

Hören wir nochmal eine Musik, das uns in die Ruhe und den Frieden bringen kann und öffnen wir unser Herz und die Hände ganz weit, so dass wir uns für die Aufnahme bereit machen.



Bild: (links) Bruno Gröning,(rechts: N.N., Erich und Anni Pelz)


Heute haben wir ein ernstes Thema, liebe Freunde, es geht um Selbsterkenntnis und Fortschritt auf dem geistigen Weg durch schonungslose Offenheit und die Liebe zur Wahrheit – auch uns selbst gegenüber. Der geistige Weg geht nur über diese Wahrheit und die Liebe zu uns selbst und dem Nächsten gegenüber.

Dein Schicksal bist du selbst!

Bruno Gröning, Oktober 1955


Jeder Mensch formt sich durch sein Denken, Sprechen und Handeln sein Schicksal selbst, im Guten wie im Bösen.

Was ist Schicksal? Ist es etwas, das von einer Gottheit uns auferlegt wird, dem wir aus unerklärlichen Gründen ausgesetzt sind, aus Gründen, die von uns nicht erforschbar sind, deren Folgen wir eben zu tragen haben, unschuldiger Weise, ungerechterweise und für uns unverständlich?

„Warum legt Gott gerade mir so Schweres auf?“, so fragt man sich und fragt andere, „war ich nicht immer recht?“

„Wenn Gott so will, so muss ich es eben tragen, er wird schon wissen, warum es mir auferlegt ist“, so sagt der andere. Der Dritte gar, der schimpft und hadert und ist böse auf Gott und die Menschen.  Soweit es uns gut geht, könnten wir uns leicht mit dem Gedanken befreunden, dass wir unser Schicksal selbst erwirken. Kommen aber Sorgen, Krankheit, Leid und Elend, dann suchen wir bestimmt die Ursache nicht bei uns selbst. Wir suchen bei anderen, beim Zufall und zuletzt bei Gott.

Aber es ist eine Gewissheit, dass das Schicksal nichts Zufälliges ist, nichts von außen kommt, von anderen Menschen oder gar von Gott.

 Schicksal kommt aus dem Menschen selbst, aus uns selbst, ob es ein gütiges oder ein böses Schicksal ist. Schicksal ist die Auswirkung von Ursachen, die in uns selbst liegen, die von uns selbst ausgehen. Und wie sie in uns selbst liegen und von uns ausgehen, darüber wollen wir sprechen.

Seht, jeder Mensch kann handeln, wie er will, er kann sprechen, was er will, und er kann denken, was er will. Er ist frei im Tun, im Sprechen und im Denken, ganz frei. Es liegt ganz in seiner Entscheidung, Gutes oder Böses zu tun, Gutes oder Böses zu sprechen, Gutes oder Böses zu denken. Er kann es seit seiner frühesten Jugend tun und bis in das hohe Alter, er kann es bei Tage oder bei Nacht tun, im wachen Zustande oder im Traume. Immer steht es ihm frei, jede Minute des Tages und des Lebens.

Diese drei Dinge, das Tun, das Sprechen und das Denken, die sind es, die sind der Grund, die Ursache unseres Schicksals, und das Gute oder Böse ist es, das dieses Schicksal gut oder böse gestaltet. Wie der Widerhall, so kommen unsere Taten, unsere Worte und unsere Gedanken wieder auf uns zurück und gestalten das, was wir unser Schicksal nennen.

Es ist wie in einer Kette ein Glied an dem anderen hängt, so fest hängen Ursache und Wirkung aneinander gekettet. Oft folgen sie sich wie das Echo dem Rufe, oft ist die Ursache längst in Vergessenheit geraten, wenn die Wirkung spürbar wird. Aber die Ursache ist vorausgegangen, war da, sonst könnte keine Wirkung sein.

Der Mensch lebt sich durch sein Leben selbst hindurch, seine Freiheit zu Gutem oder zu Bösem nutzend und schafft so sein Schicksal. Das Gute in Taten, in Worten und in Gedanken und das Böse in Taten, in Worten und in Gedanken wirkt.

 Und es ist nicht so, dass das Böse durch das Gute ausgeglichen wird. Jedes wirkt für sich und wirkt sich voll aus und formt das Schicksal des Menschen.

Das, was ich sage, ist nichts Neues.

Die Religionen sprechen davon, dass Gutes belohnt und Böses bestraft wird. Sie sprechen davon, dass ein Gericht sein wird und eine Vergeltung. Das leuchtet uns ein und ist uns verständlich. Aber dieses Gericht und die Vergeltung, die erfolgen nicht nur nach dem Tode, und nicht Gott ist es, der uns richtet.


Folien Petra: Karma ist kein Menü. Du bekommst immer nur das serviert, was du verdienst....


Durch unsere guten oder bösen Taten, unsere guten oder bösen Worte, unsere guten oder bösen Gedanken schaffen wir die Ursache und schaffen wir das Gericht. Das Gericht, das ist unser Schicksal, nicht aus Gott, sondern nur aus uns selbst wirkend. Durch gute Taten, Worte und Gedanken werden wir ein gütiges Schicksal, durch böse Taten, Worte und Gedanken ein böses Schicksal erwirken.


Nun werden viele fragen: Was ist gut, was ist böse? Sie fragen mit dem gleichen Rechte, wie Pilatus einst Jesus fragte:

Was ist Wahrheit?


Man könnte ein ganzes Lexikon aufstellen über gut und böse, und es wäre doch nur unvollständig, nicht vollkommen und nicht richtig. Es gibt aber eine Regel, die richtig ist, immer richtig ist:

Höre in Stille auf dein Gewissen!


Horche ganz abgeschaltet auf dieses dein Gewissen, abgeschaltet von dem Tun um dich, abgeschaltet von den Worten um dich und abgeschaltet von den Gedanken um dich. Horche in dich hinein, und lasse dein Gewissen dir sagen, was gut ist und was böse ist, und dieses Gewissen wird dir antworten. Und wie diese Antwort sein wird, so lasse es gelten, so ist es allein wahr.


Denn dein Gewissen, das ist deine Seele, und deine Seele ist göttlich, ist Gott in dir.


Sie wird sich öffnen wie die Blume der Sonne, wenn es Gutes ist und wird sich verschließen, wenn es Böses ist. Das übe, und sorge, dass die Blume offen ist, dass sie das Licht sehen und genießen kann. So wird ein gutes Schicksal gestärkt oder ein böses Schicksal geschwächt werden. Denn dieses Üben und dieses Sorgen schafft das Böse aus uns und bringt das Gute in uns, und dieses Gute, das ist unsere Gesundheit, ist die Gnade, gesund sein zu können.

Das ist es, was sich jeder einprägen sollte, dass wir vom Bösen, von der Krankheit lassen sollen, dass wir uns abschalten sollen vom Bösen, dass das Gute in uns wirken kann, denn das Böse wirkt böse, und das Gute wirkt Gutes.

Und wenn wir das Gute, die Gesundheit, empfangen haben, dann wollen wir uns erinnern an die Worte, die Jesus an das geheilte Weib richtete: „Sündige hinfort nicht mehr, auf dass dir nicht noch Übleres widerfahre.“


Quelle:

Okkulte Stimme – Die andere Welt, Braunschweig, Nr. 10, 1955, Seite 16-17

YOUTUBE Video: Jesus und die Ehebrecherin


Ja, liebe Freunde, dieser Vortrag von Bruno Gröning ist so wichtig, weil er darin beschreibt, dass wir tatsächlich die Verursacher unseres Schicksals sind. Somit kommen wir zum eigentlichen Thema des heutigen Abends:

Die Notwendigkeit zur Veränderung erkennen

von Gerlind Hanus


Dieser Text wurde mir gestern noch per Email von Gerlind zu gesandt, und weil ich ihn als so wichtig und interessant für uns alle erachte, möchte ich euch diesen vorlesen.


Bruno Gröning wies uns darauf hin, dass die Seele das rein Göttliche ist. Sie spricht zu uns über das Gefühl. Wenn wir verlernt hatten, die Stimme unserer Seele wahrzunehmen, muss sie sich irgendwann durch das eine oder andere Symptom über den Körper bemerkbar machen.

Je mehr wir die innere Stimme zugeschüttet hatten, umso heftiger wird sie über den Körper reagieren.

Wir erwarteten dann oft die Hilfe von außen, indem wir dachten „der oder die muss sich ändern, oder wenn die Situation anders wäre, dann wäre alles gut“.

Der Schlüssel zur Veränderung der Situation liegt aber in unserem Inneren. Wir müssen innehalten und müssen wieder lernen, die innere Stimme wahrzunehmen.

  • Oft hatten wir auf die Stimme des Egos gehört und nicht mehr auf die göttliche Stimme hören wollen, weil diese unseren niederen Wünschen im Wege stand.
  • Wir kennen die geistigen Gesetzmäßigkeiten und haben deshalb eine höhere Verantwortung als derjenige, der sie noch nicht kennt.
  • Wenn wir die geistigen Gesetze kennen und sie mißachten, sind wir wie Sand im Getriebe. Anstatt mitzuhelfen, dass sich die Dinge hier auf Erden zum Positiven verändern können, blockieren wir die Weiterentwicklung zum Guten, wir blockieren das Werk Gottes und sind dann keine hilfreichen Werkzeuge für Gott.

Wir alle spüren, dass die Lichtenergie sehr viel stärker geworden ist und dadurch auch die Schatten sehr viel stärker spürbar sind. Wir erleben fast unmittelbar die Auswirkung unserer Gedanken in positiver wie auch in negativer Hinsicht. Und auch körperliche und seelische Regelungen sind sehr deutlich zu spüren.

Durch das Einstellen erhalten wir die Energie, die wir benötigen um unser Leben zu meistern und die Kraft, um die notwendigen Veränderungen vorzunehmen. Bleiben wir in den alten, falschen und krankmachenden Gedanken- und Verhaltensmustern stecken, z. B. in Ängsten, Sorgen, Mißgunst, Neid, Ärger, Groll, Resignation, Verzweiflung, Selbstmitleid, Unwahrheit etc. sind wir mit der negativen, abbauenden Kraft verbunden, die uns zum einen Energie abzieht und zum anderen weitere negative Gedanken schickt.

Wenn wir dann spürten, dass es uns schlechter ging, suchten wir oft im Außen nach der Ursache. Es liegt aber immer an jedem von uns selbst, welchen Gedanken und Emotionen er sich öffnet.

Kein Arzt und kein Medikament können negative Gedanken in uns zum Guten wenden. 


Selbst wenn sich Schwadronen von Freunden für einen anderen Menschen einstellen, so wird es wirkungslos bleiben, wenn es darum geht, dass der Mensch sich selbst wieder durch gute, aufbauende Gedanken, Worte und Taten zu Gott bewegen soll.

Denn die aufbauende Kraft der Freunde durch das Einstellen verpufft sofort, wenn wir die alten Muster weiterleben und negative Gedanken aufnehmen.


Bruno Gröning hatte gesagt, dass der Mensch aus sich heraus die Hilfe und Heilung erhalten wird. Das bedingt aber auch, dass sich der Mensch den geistigen Gesetzmäßigkeiten gemäß verhält und nur gute, ihm dienliche Gedanken denkt und Körper, Geist und Seele nur gute Nahrung gibt.

Worte von Bruno ‚Gröning, passend dazu:


Bruno Gröning: 


„Verkennen und vergessen Sie nicht, Freunde, dass der Mensch zwischen Gut und Böse lebt. Dazwischen lebt er: da das Gute, da das Böse, zwischendrin ist der Mensch, er entscheidet. Wenn er zu schwach ist, verfällt er dem Bösen, fällt er herab. Dann kann er diesen Weg, der aufwärts führt, nicht gehen, da mangelt es an Kraft, er fällt ab, fällt dem Bösen in die Arme und ist ihm dann ausgeliefert. Wenn da nicht eine rettende, eine helfende Hand kommt und ihn da herausreißt, ist er verloren für eine schöne Zeit. Er wird dann dem Bösen dienen müssen. Wer aber er – kannt hat, (…) dass das Böse Sie, dass das Böse Ihren Körper herabgewürdigt, dass Sie das Stimmrecht über Ihren Körper verloren, dass Sie mit Ihrem Willen Ihren Körper nicht mehr bestimmen konnten, weiß, dass es hier an Kraft fehlt, der Willens – kraft; denn zu dem Willen gehört auch die Kraft. Es gibt zwei Quellen: die böse ist die abbauende, die gute die aufbauende. Zu welcher Sie jetzt den Anschluss haben, darauf kommt es an. Hier wird Ihnen die Hand gereicht, hier werden Sie wirklich geführt, hier haben Sie sich selbst zu überzeugen, hier sollen Sie nicht leichtgläubig sein, hier haben Sie all das zu tun, was Sie sich selbst schuldig sind! Und dann werden Sie glauben, dann sind Sie kein leichtgläubiger Mensch mehr! So der Mensch aber, der das Böse erfahren hat, mit dem Bösen nichts gemein haben will, dann soll er sich lossagen, dann hat er selbst entschieden, hier spricht sein Wille. Gottes Wille ist bestimmt, Gott will, dass dem Menschen geholfen wird, so er erkannt hat, dass das Böse ihn herabgewürdigt – Gott hilft ihm, Gott führt ihn, und Gott verzeiht auch. (05.10.1958)“

„Zwei Herren können Sie nicht dienen. Nicht auf der einen Seite dem Bösen und auf der anderen Seite Gott! Und dazwischen sind Sie ein Heuchler, ein Lügner, ein Betrüger – Sie sind nicht einmal ehrlich zu sich selbst. Dieses alles müssen Sie ablegen, all das – ich sage es noch einmal -, all das, was Sie bisher in diesem Erdenleben als böse empfunden haben, müssen Sie ganz beiseite stellen. Sie müssen dem Bösen den Rücken kehren. Sie müssen den anderen Weg gehen. Und daher rufe ich Sie auf zur großen Umkehr! Gehen Sie den Weg, so wie er Ihnen von Gott – uns allen durch Christus – bestimmt ist. (04.12.1958)“

„Das ist meine Hauptsorge überhaupt, dass ich mich um die Seele, die das rein Göttliche in dem Menschen wie in jedem Lebewesen ist, kümmere und sorge, dass die Seele frei wird, dass sie nicht mehr belastet wird von dem vielen Bösen und dass sie sich selbst wieder öffnet und dass der Mensch und jedes Lebewesen die wahre, göttliche Sendung empfangen kann.

(Folie) Sagen wir ruhig: Ich bin der kleine Seelsorger; ich sorge mich um die Seele; ich öffne sie (…). (26.12.1958) (7) Selig – das heißt, die Seele ist frei von allem Bösen. (handschriftlich)“

ORIGINALVORTRAG BG ("Die Ameise") in Kammersbühl, Ludolfinger Str. 28 A, bei Karlsruhe 

am 05.10.1957  in der Wohnung von Hermann und Hilde Riesiger:



Hm, es geht nicht nur, wie Sie meistens so den Gedanken aufgenommen, nur um die Gesundheit. Ja, das müssen Sie schaffen, aber: „Red nicht viel! Mach mich gesund – fertig! Dann glaub ich!“

(Lachen)

Das gibt’s. Ja! Und aber ich weiß auch, dass das zu weit führen würde, den Menschen soweit dahin gehend, hmm, das zu geben, dass er gar nichts mehr zu tun braucht. Was würde ich da dann aus dem Menschen machen? Hmm? Würde ich ihn doch erst recht zum Bösen locken.

(Zu Frau 29) Sollte ich so sein? Nee!
Hm?
Nee!

Bruno Gröning: Wenn wir, wie Sie hier alle, hier in Europa, die christliche Lehre ken- nen, wenn auch nicht jetzt in späteren Jahren, aber wenigstens von der Schulbank aus, hm? Und da ist Ihnen doch so vieles bekannt geworden. Und was bedeutet für uns die Lehre Christi? Nur dass wir sie da drin haben, dass wir bequem sind und gar nicht daran denken, dass wir es sind, dass wir hier diese Lehre in der Tat umzuset- zen haben. Nicht anders können wir Christus folgen. Nie anders wird es werden, wenn wir nicht zur Tat übergehen. Wir müssen es einfach tun!

Und daher geh ich immer von diesem leichten, kleinen Gleichnis aus. Ich sage: Jaaa, wenn Sie Hunger haben, dann sagen Sie, da müssen Sie essen. Da kann ein ande- rer für Sie nicht essen, dann schwindet bei Ihnen nicht der Hunger. Und so ist es auch hier: Sie müssen Kraft aufnehmen, wo der Körper kraftlos geworden ist. Sie müssen es wollen! Sie müssen es bejahen! Sie müssen das aufnehmen, aber nicht früher wird es möglich sein, so Sie sich von dem Bösen gelöst haben. Anders nicht!

Also, glaube ich, ist es klar für Sie. Und jetzt tun Sie’s doch! Es ist doch so leicht! So Sie sich aber den Mut absprechen und sagen: „Das kann ich nicht schaffen!“ Die Ameise hat sich den Mut nicht abgesprochen: „Ich kann es! Ich tu es!“


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Sie sind aber so beschränkt, in dem Sie sagen: Na, der eine sagt: „100 Pfund trage ich schon!“, und der andere sagt: „ Ich trage 50 Kilo!“, und der nächste sagt: „Ich trage einen Zentner, aber mehr nicht!“

(Lachen)

Ja, und der andere sagt: „Ich kann ja etwas mehr tragen, aber nicht lange, und berg- auf oder treppenauf – unmöglich – kann ich das Gewicht nicht tragen!“ Und wie er’s tragen kann – so er daran glaubt! Was glauben Sie, wie viel Kraft Sie dann bekom- men! Aber Sie wagen es ja gar nicht. Umgekehrt wenn große Tiere sich ihrer Kräfte bewusst wären, sich dieser Kraft, die sie in sich haben. Was glauben Sie, was von uns Menschen übrig blieb, hm?

Jetzt vergleich ich Sie mit den Elefanten und setz Ihnen jetzt die Ameise davor. Die Ameise ist jetzt der Mensch, und Sie sind der Elefant. Was sagt die Ameise, so klein, so kleinen Körper sie hat, hm? „Mensch, wenn du dir deiner Kräfte bewusst wärst, die du in dir, in deinem Körper hast Ha, dann würdest du mit mir was anderes ma- chen, aber du bist dir ja deiner Kräfte nicht bewusst und trampelst da so rum. Du kannst mir nichts anhaben!“

Ist doch das Gleiche. Nun, wie wäre das aber, wenn wir uns jetzt mit dieser kleinen Ameise gleichstellen und so gottergeben sind, so viel Kraft aufnehmen, dass wir das auch schaffen? Nun sollen Sie aber nicht Lastenträger werden, nein! Aber viel, viel Kraftreserven Sie in sich aufnehmen können, womit Sie Ihren Nächsten helfen. Ist das nicht was Gutes? Möchten Sie nicht auch ein Helfer sein? Möchten Sie sich nicht auch voll und ganz im Dienste Gottes stellen? Muss es denn nur einer sein? Können Sie’s nicht auch sein? Dass Sie hier im göttlichen Werk so tätig sind und dass Sie auch wirklich Gott treu zur Seite stehen und alles nur tun, wie er es will? Dass wir nach seinen Anweisungen das schaffen, dass es wieder zu dem Werk wird, zu dem er es bestimmt hat?

Haben die Menschen sein Werk hier, das er geschaffen hat für uns, nicht verkom- men lassen? Doch! sie haben es nicht mehr geachtet. Die Natur sagt ihnen nichts mehr; das Unnatürlich-, das Weltliche das ist ihnen alles. Und ich glaube, meine lie- ben Freunde, es ist auch sehr gut und ich weiß auch, dass Sie sich dann glücklich schätzen würden, so Sie wirklich sich in Dienste Gottes stellen und wirklich das tun und nicht zwei Herren dienen. Den brauchen Sie doch nicht, oder haben Sie noch keine Erfahrung gesammelt, wer er ist?


Haben Sie noch nicht genug Böses wahrgenommen in Ihrem eigenen Körper? [Dass] das Böse in Sie eingedrungen ist? Dass das Böse um Sie ist? Und dass das Böse keinen Halt kennt und in andere, das heißt, in all Ihrer Nächsten schon eingedrun- gen, die immer wieder den Einfluss des Bösen geltend machen, indem sie Sie zu beeinflussen suchen, bis Sie auf ihn hören sollen? Ich glaube, dieser gute Dienst ist besser!

Aber der erste Dienst ist der, dass Sie sich selbst frei machen von all dem, dass Sie es wert sind, Gott dienen zu dürfen, dass Sie sich wirklich von dem Bösen lösen. Das ist die schönste, das ist die größte Aufgabe; und so geht es hernach weiter. Und deswegen hab ich das so klar und deutlich herausgestellt, dass jeder, so er es will, so er die Vorbereitung für all das getroffen hat, dass er sich wirklich von dem Bösen gelöst, so kann er seinem Nächsten helfen, ja? Er kann ihm die Stiefel putzen, das war das; er darf ihm dienen, ja? Oder fühlen sich noch zu fein dafür, hm?

(...)


Wie erklären Sie sich überhaupt das Heil? Wie glauben Sie überhaupt, wie das Heil in dem Körper zustande kommen kann? Sehen Sie, das ist das Notwendigste. Und wie oft das alles so geschieht, Freunde, wenn ich da jetzt beginnen wollte...sind wir an einem Punkt angelangt. Das ist ein Anfang ohne Ende.

Und doch wird gesagt: Es ist interessant, das zu hören, soll er nur weitererzählen, so was habe ich noch nicht gehört, sowas hab ich noch nicht erfahren, sowas hab ich noch nicht gelesen, daran hab ich noch nie geglaubt. Aber es ist interessant, Herr Gröning, erzählen Sie weiter!“

Deswegen frage ich immer wieder: Wollen Sie nicht das selbst erleben? Das ist doch richtig, das haben die Menschen ja auch erlebt. Logisch kommen Sie hernach, wo es Ihnen fremd ist, dass Sie mit dem nichts anzufangen wissen.

Aber Sie werden’s hernach auch fühlen, bis Sie die Reife haben, bis Sie sich wirklich von allem Bösen gelöst, und dann können Sie das schon aufnehmen, das heißt, ab- nehmen von dem einen zu den andern Körper; brauchen Sie gar nicht mit der Hand so machen, das kommt von selbst.

(...)


Keine Fragen? Es bleibt auch – das hab ich mir gedacht – bleibt auch keine Frage übrig. Aber lassen wir’s zu dem – gut! Ich will Sie auch noch weiter belehren. Bitte- schön: Stellen Sie die Frage, die Sie zu stellen gedacht, die können Sie jetzt stellen, bitteschön!


Frau 33: Herr Gröning, bitte, krieg ich so eine Kugel von Ihnen?


BG: Was ist das? Was hab ich gesagt? Ist es notwendig, dass der Mensch, dass Sie eine Kugel haben müssen? Hab ich das nicht gesagt? Und doch nimmt er diesen Gedanken, doch hält er den in sich fest: „Ich möcht eine haben!“

Sicher, damit Sie die Handtasche nicht immer zu tragen brauchen. Ich hab bei Ihnen ja nichts berührt, muss ja auch nicht. Aber, dass eine Kugel sein muss, ist nicht un- bedingt notwendig. Es gibt Menschen, die sie gar nicht zu schätzen wissen, sag ich auch: „Berühre ich eine Kugel und kann ja was empfangen“ Und die legen sie in den Wäscheschrank und wissen gar nicht. Da kommen sie zu mir und wissen gar nicht, wo sie ist. Da muss ich in deren Behausung wühlen, wo ich gar nicht drin war und noch nie war bei den Leuten, da sag ich: „Ja, Sie haben die Kugel doch da liegen lassen, und Ihre Frau die hat sie da reingelegt!“ „Ja, ich hab meine Frau gefragt, die wusste nichts.“ Ich sag: „Da gehen Sie heim, und holen Sie sie da raus!“ Da hab ich ihm die Wäschestücke aufgezählt. Da sagt er: „Gröning, wer sind Sie?“ „Ja“, sag ich, „sehen Sie, das wissen Sie nicht! Wie weit man doch sehen kann. Man kann auch Rückschau halten!“

Aber damit will ich herausstellen und den Menschen den Beweis dafür geben, wie wenig er von sich, noch von seiner Umgebung weiß. Wie wenig: gar nichts! Es ist ihm nicht haupt-sächlich, sondern das ist ihm so neben-sächlich. Und wie ich auf alles achte!


BG (Zu Frau 33) Bitteschön! Verlieren Sie sie nicht! Alles Gute!

(Zu Frau 34) Haben Sie schon Kugeln? Nein!

Sie sagen es schon gar nicht! Kommen Sie, ich geb eine!

Danke!

Damit Sie dabei nicht frieren! Ich wünsch Ihnen alles Gute! Verlieren Sie sie nicht!

Müssten Sie mir mal eine Kugel geben! Aber mir geben Sie alles da zusammen, was Sie so in sich haben, nicht? Und ich muss dann sehen, wie ich fertig werde. Aber so Sie was empfangen, achten Sie darauf, und Sie werden auch damit fertig werden. Oder glauben Sie nicht? Hat man ‘nen Anfang gemacht Und wer hat noch keine Kugel? Sie haben alle noch keine? Auch noch keine? Auch noch keine? Ohohoho!

(Lachen)

Jetzt machen Sie mich ja zum Fabrikanten. Sie machen mich wirklich zu dem, wie ich dem Richter gesagt habe: Die hab ich fabriziert! Die werd ich weiter fabrizieren! Und wer glaubt wohl, ein Recht zu haben, mir das zu verbieten?

Keiner!

Ich würd’s weiter machen, immer dem geben, der eine will. Tu ich’s heute auch: Kommen Sie! Aber nicht verkaufen – nein, verlieren! Doch, es gibt Menschen, die sie verkauft haben!


(Gemurmel) (Unverständlich)

(Zu einem Anwesenden) Und Sie haben auch noch keine? Kommen Sie her! Zufrieden?

Ja, liebe Freunde, wenn Sie wüssten! Ich habe mal einem Freund nach Brasilien ein paar Kugeln mitgegeben und einpaar Folien. Und jetzt am Montag – was haben wir heute? – ja, diese Woche, Montag war’s, hab ich ihn hier getroffen, er ist im Urlaub. Und was glauben Sie, was der, dieser gute Freund, alles Mögliche zu berichten weiß? Der weiß die Kugeln zu schätzen! Er hat auch hier und dort mal einem und dem andern was geben können.

Nun einen Fall: Wie anst Wie groß die „Ansteckungsgefahr“ ist! Er begegnete ei- nen älteren Herrn, und der klagte sein Leid und sagt: „Die Finger sind steif; ich kann mit meinen Händen nichts mehr tun! Und das hab ich schon viele Jahre. Und ich kann die Hände gar nicht nützen. Jetzt muss ich zum Arzt, und der will ‘ne Operation vornehmen und biegt ihn mir zurück, aber steif bleibt er! Bin ich doch ein geplagter Mann! Ich hab schon Jahre eingebüßt und habe nicht mal so schaffen können, wie ich schaffen wollte!“ Und dieser Freund denkt vor sich hin: „Gröning sagt: ,Wenn du einen triffst, gib ihn; so du willst, dass ihm geholfen wird.’“

„Ja, ich geb ihm eine ,Kugel’“, griff zur Tasche und gab ihm die Kugel. Und legt sie ihm so in der Hand; nichts gesagt von Gröning. Wie der Staatsanwalt glaubte, wenn der Name „Gröning“ auftaucht: Oh! Nun gut, sie wissen nichts. Oh Herr, vergib ihnen, denn sie wissen nichts!

Gut, und dieser gute Mann nimmt die Kugel jetzt zur Hand. „Na“, sagt dieser, der Schenker, jetzt, der Freund, „halten Sie ruhig mal fest!“ Der will nun fragen, kommt gar nicht zum Fragen, was das bedeuten soll, die Kugel. Und er hält es dann so fest, aber der Finger war nur steif, und er zieht die anderen Finger zu und sagt nun, sagt (Beiseite zu einem Anwesenden: Nehmen Sie, können Sie doch mitnehmen!): „Ja, aber, ja was ist, was ist das? Sehen Sie her!“

„Ja, und das ist die Antwort unseres Freundes, von dem ich die Kugel habe und der mich gebeten hat, dem Menschen die Kugel zu geben, der sie braucht.“

Jahre dran und drüber. Aber das ist ja nun schlecht, nicht? Das hindert doch! Man kann doch nichts richtig greifen. Und jetzt ist er frei! Warum? Jetzt kann er glauben! So weit ist der Mensch herabgefallen.


Und sein Sohn war verunglückt – nach dem. Von einer Brücke gestürzt, sodass der im Krankenhaus gelegen in einem Gipsbecken. Er konnte seinen Körper nicht rüh- ren, war auch nicht klar beim Bewusstsein und hat da schon ein Jahr gelegen: auf- gegeben! Die Ärzte sagen, da können sie nichts machen: Ist alles zerschmettert. Ist nichts mehr möglich! Die Frau von dem Mann sagt zu ihrem Mann, er kam gar nicht mehr drauf: „Wie wäre das? Dir hat die Kugel geholfen!“, – na, in Brasilien wird sie nicht bestraft, die Kugel – „Wie ist das?“ „Ja“, sagt er, „ich weiß nicht, wo ich den Fin- ger “ – „Finger“ heißt dieser Freund, nicht Daumen, „Finger“ heißt er. Hab vorhin den Namen nicht gesagt, heißt „Finger“ – „Wo können wir den kriegen? Tja, ich weiß nicht mal seine Wohnung. Ich weiß auch nicht, wo er tätig ist. Ich weiß nicht mal, wie er heißt.“ Und eines Tages treffen sich beide, und da hat er von dieser, äh na, die Frau, das heißt die Mutter dieses Kindes hat jetzt ‘ne Folie bekommen, und er sagt: „Hier! Ne Kugel? Ich hab nicht so viel Kugeln, ich geb Ihnen jetzt so ein Stückchen Stanniolplättchen! Sie brauchen Ihrem Sohn nichts sagen.“ „Na“, sagt die Mutter, „das versteht er auch nicht!“ „Aber nähen Sie ihm das irgendwo ein!“

Hat man dem Jungen das in den Pyjama eingenäht, hingebracht ins Krankenhaus, angezogen, fertig! Als sie mit ihm da sprechen wollte, war nicht möglich. Aber sie hat ihm die reine Wäsche gebracht.

Am nächsten Morgen kommt sie hin: „Mutti was soll ich noch hier? Lieg ich nicht schon lange genug im Bett? Warum hab ich nicht gegessen? Gebt mir doch was zu essen!“ – denn er hat ja kaum noch essen können. Und später, kurze Zeit darauf: „Mutti, ich bleib nicht hier drin! Aber warum soll ich immer im Bett liegen?“ Er beweg- te seinen Körper aus dieser Schale heraus und stand wieder auf eigenen Füßen. Und dieser Freund Finger, nicht der Vater mit seinem Finger, sondern der Freund, hat ihn nachher in seinem Betrieb aufgenommen, und er ist heute wieder ein vollwer- tiger Mensch. Nun brauchen Sie’s nicht glauben.

Sehen Sie, das ist die Frage, die übrig bleibt: Muss ich, was Sie persönlich nennen, immer dabei sein? Muss mein Körper anwesend sein? Muss der Name meines Kör- pers fallen? Ich sage: Nein!

Und so bekomme ich das täglich bestätigt, was an weiteren unserer Mitmenschen schon geschehen ist. Ich mach Ihnen das nicht schmackhaft; mach Ihnen das aber auch nicht leicht, denn Sie sollen ja selbst zur Erkenntnis kommen. Und so Sie zur Selbsterkenntnis, wenn Sie da angelangt sind, und dann haben Sie viel geschafft!

Und dass Sie das Selbstvertrauen und den Glauben haben! Und auch können Sie jetzt glauben – überzeugen sich aber davon – dass auch Sie dann Ihren Nächsten helfen können!


Und dieser Freund, der nach Brasilien ausgewandert, war ja selbst ein Wrack. Er kam in einer Wohnung beim Bavay und nützte den Platz. Er wusste gar nichts von Gröning, nichts! Er war aber ein Wrack; ist ein Vertriebener aus der Tschechei und er konnte kaum noch schaffen, so abgewrackt war sein Körper. Und da sitzt er, und plötzlich dehnt sich die Brust, sodass das Hemd bald platzt! Es war noch weiter wie dieses, wie meines ist, und doch war das nachher ganz stramm an seinem Körper, so schwoll der Körper, und sagt: „Was ist das?“ Sodass dieser Freund Bavay ihm da sagte: “Ja, das ist ja kein Wunder, haha. Sie sitzen da auf dem Platz, wo unser Freund immer sitzt.“ „Was heißt hier Freund?“ sagt er. „Was ist das? Wer ist das?“ Na, so und so. Ja, von da ab war er frei und von da ab konnte er auch ins Ausland auswandern. Sonst hätte er das dann nicht ertragen können und wird gleich zum Helfer, zum wirklich wahren Diener Gottes.

So kann man Menschen helfen. Aber erst brauchen Sie die Hilfe. Erst müssten Sie Erfahrungen, Erfahrungen am eigenen Körper sammeln. Und so Sie es haben, ist gut!


Den gesamten Text dieses Vortrages finden Sie im Archiv auf www.bruno-groening-stiftung.org