Hilfe und Heilung auf geistigem Wege 
durch die Lehre Bruno Grönings

Zum Bearbeiten des Untertitels hier klicken

OM Protokoll 23.032016 (Oster-Special)

Liebe Freunde,

herzlich willkommen zu unserem Oster-Special heute am 23.03.2016. Ich begrüße Sie alle auf das Herzlichste und freue mich, dass ihr wieder eingeschaltet habt und dass wir uns gemeinsam in den nächsten zwei Stunden einstellen können und uns mit der göttlichen Kraft und Energie verbinden können. Macht euch ganz frei von allen Kümmernissen, von den privaten und familiären Katastrophen sowie auch von dem, was in der Welt geschieht. Seien wir uns bewusst, dass wir in einer Zeit und in einer Welt leben, in der wir wahrnehmen, wie Licht und Schatten agieren und richten wir uns nur noch auf das göttliche Licht aus, das immer gegenwärtig ist und uns mit Gottes himmlischer Liebe umhüllt, wenn wir es zulassen.

Wir befinden uns in der Karwoche und in ein paar Tagen ist Ostern. Unser großer Freund Bruno Gröning hat zu den religiösen Festen außer zu Weihnachten, die wir im Jahr feiern nicht viel gesagt. Durch eine Zeitzeugin habe ich erfahren, dass er jedoch sagte, wir sollen diese Feste wie z.B. Ostern oder Pfingsten ernst nehmen und das sie auch ihre Bestimmung so haben. Ich habe mich selbst gefragt und auch Gott gefragt, was Ostern für mich bedeutet und überhaupt warum wir immer wieder an dieses Geschehen um Jesus Christus erinnert werden. Worum geht es zu Ostern eigentlich wirklich? Ich möchte hier heute abend nicht lang und breit über die Kreuzigung sprechen, denn dieses so grausame Geschehen ist für mich nur ein Zeichen, wie weit Menschen gehen und zu was sie fähig sind in ihrer Verblendung und in dem vom Bösen eingeflüsterten Wahn, in dem sie keinen Halt vor einem menschlichen Körper machen. Das sehen wir ja auch sehr klar und genau in der heutigen Zeit, in der auch wir hier in Europa nicht vor Terror, Gewalt und Hass verschont blieben.

Bruno Gröning sagte: „Das Kreuz ist die Sünde der Welt, und der größte Menschenfreund wurde damit gemordet!“ Als Bruno Gröning in Lourdes war, ist er den Kreuzweg gegangen und ist vor jeder einzelnen Station andächtig stehen geblieben. Zum Schluss nach der letzten Station sagte er: „Nun habe ich alles noch einmal miterlebt!“

Jesus Christus und auch Bruno Gröning wurden verfolgt, weil sie die Wahrheit sagten und zur Wahrheit standen bis zum Schluss und sich nicht beirren ließen, und weil sie den Menschen der damaligen und heutigen Zeit aufzeigten, dass da noch mehr ist, als die Materie, mehr als Leid und Plackerei, mehr als Schmerzen und Verzweiflung, dass es eine Rettung gibt, dass es ein himmlisches Reich gibt, in das wir alle wieder zurückkehren können und werden, früher oder später. Und dass es einen großen liebenden Vater gibt, der uns alle liebt und führen kann, wenn wir es zulassen. Dieser wohnt auch in uns....Der aber durch den freien Willen, den Er uns verliehen hat, nicht eingreift in den Wahnsinn, sondern alles so führt, dass wir es selbst erkennen können.

Je mehr Menschen erwachen und erkennen, liebe Freunde, desto eher wird Schluss sein mit all dem Terror und der Gewalt, die wir zur Zeit noch erleben müssen. Daher müssen wir uns dafür einsetzen, liebe Freunde, dass die Menschen aufwachen, dass sie erkennen, um was es wirklich geht, warum wir hier auf Erden sind. Wir müssen auf gut Deutsch gesagt, unseren „Hintern hochbekommen“, und uns selbst in die Ordnung bringen, damit wir fähig sind, soviel Kraft aufzubringen, um erst mal unser eigenes  Leben zu meistern und dann auch anderen Menschen helfen zu können, die in Not sind und die nicht mehr aus noch ein wissen.

An Ostern geht es um die Auferstehung. Es geht um den Sieg der Seele über den materiellen Tod. Es geht um das ewig lebendige Leben, es geht um das Erwachen, liebe Freunde, das Erwachsen aller Menschen.

Gestern habe ich den Dokumentarfilm von dem indischen Yogai Paramahansa Yogananda gesehen, der in den Zwanziger Jahren ganz allein nach Amerika, in die westliche Welt des Materialismus aufbracht um den Menschen die Wissenschaft der großen spirituellen Meister des Ostens zu vermitteln. „AWAKE“ ist der Titel des Films - kann man bereits als DVD im Internet bestellen - was soviel wie ERWACHEN heißt.

Ja, genau darum geht es. Wir sollen erwachen, dass wir nicht nur der Körper sind, sondern dass wir Geist aus Gottes liebenden Geist sind, dass jeder von uns ein schillernder Diamant ist, der sich irgendwann mal auf den Weg machte, um das Leben zu erfahren und zu erkennen und den Weg zu Gott zurückzufinden. Den Weg zu sich selbst zu finden, darum geht es meine lieben Freunde.

Das Leben und die Lehre Jesu Christi sagt uns sehr viel, liebe Freunde. Laden wir daher Jesus Christus ein heute abend, liebe Freunde. Laden wir unseren Heiland ein, und fühlen wir, dass ER da ist, wo zwei oder drei in seinem Namen versammelt sind liebe Freunde, dann ist ER mitten unter uns.  Öffnet Euren Geist und euer Herz und öffnet eure Hände, fühlt die Kraft und die Liebe.


Genauso wie Er am Palmsonntag demütig auf einer Eselin reitend in Jerusalem einzog unter triumphalen Hosianna Rufen, genau so möge er in unser Herz einziehen mit dem Unterschied, dass er dort weiterhin und für immer regieren möge und nicht abgewiesen wird, wie von den Hohepriestern und Schriftgelehrten des Zweifels, der Eigensucht, die ihn dann zu vernichten trachteten, weil er ihnen in ihren Augen das Wasser abgrub, ja aus Eifersucht und Neid geschah es, und weil er etwas Neues brachte.

Wir werden dieses Mysterium um Jesus wohl nie im vollen Ausmaß verstehen, wir können nur erfühlen und es uns aus der geistigen Welt geben lassen, was damals geschah und warum es geschah. Es ist ja auch sehr viel darüber geschrieben worden während der letzten 2000 Jahre und all die verschiedenen Auslegungen sollen hier heute abend nicht diskutiert werden. Nein. Wir wollen uns auf das Wesentliche, auf die Essenz des Ganzen, auf den KERN konzentrieren, die Essenz der frohen Botschaft, und was uns auch Bruno Gröning mit seinem Leben und auch Leiden vermittelt hat.

In dem Film „Erwachen“ von Yogananda wurde gesagt, dass das wahre spirituelle Christentum größtenteils verloren ging, genauso wie die alte ehrwürdige Lehre der Hindu’s verloren ging und in Vergessenheit geriet. Beide sollten erneuert werden als eine Schnellstraße zur Unendlichkeit. Jesus sagte: “So wie ich seid auch ihr! Fähig, euch dem göttlichen Mysterium zu öffnen und zwar auf eine Weise, die ihr nie für möglich gehalten hättet. Jesus wird in Indien verehrt. Die meisten Menschen wissen das gar nicht, aber er wird dort als Inkarnation Gottes betrachtet. Jeder besitzt die Möglichkeit zu verstehen, wer er ist. Was für Jesus gilt, gilt auch für uns alle. Es geht überhaupt nicht um Religion oder wer hier Recht hat. Es geht um Meditation. Es geht um das Einstellen, es geht um den Weg nach innen, liebe Freunde, Mensch erkenne Dich selbst, hat Bruno Gröning gesagt.

Hierzu möchte ich euch einen Vortrag von Fredy Hosp vorlesen, den ich in den letzten Tagen vom Band abgeschrieben habe und der hervorragend in unsere Gemeinschaftsstunde passt. Wir ihr wisst, Alfred Hosp, ein Zeitzeuge Bruno Grönings, der sehr behindert war seit einem Unfall unmittelbar nach seiner Geburt, als die Hebamme ihn fallen ließ und er durch die Verletzungen an seinem Kopf spastisch gelähmt war:. Er hat viele Hilfen und Heilungen durch Bruno Gröning bekommen dürfen, auch wenn er nie ganz aus dem Rollstuhl herauskam, hat er uns doch ein umfangreiches Schriftgut hinterlassen. Es schrieb 3 Bücher und hielt mehrere Vorträge, in denen er über die Erkenntnisse und Erlebnisse berichtet, die er damals, als Bruno Gröning noch lebte, erfuhr.

Fredy Hosp Vortrag: Den Weg zu sich selbst zu erkennen.


A. Hosp, Vortrag: Den Weg zu sich selbst erkennen:

Liebe Freunde, ich möchte euch alle recht herzlich begrüßen und mich einer Erinnerung an Bruno Gröning bedienen.

Zunächst hat er  gefragt: „Muss es denn immer das Böse sein, das zum Guten führt?“ Weil die Menschen sind ja zu ihm gekommen, die immer vom Bösen, von den Krankheiten, von irgendwelchen Problemen gequält wurden. So sind sie zum Bruno Gröning gekommen und haben geglaubt oder gehofft, er kann sie davon befreien. In Wirklichkeit ist es aber so, dass der Bruno und alle anderen großen Meister nur den Weg zeigen können, den Weg zu sich selbst.  Wenn der Mensch das Göttliche in sich erkennt und fühlt, sich mit dem Göttlichen einlässt, dann bekommt er auch die Kraft dazu, all das zu meistern, all das zu schaffen, all das zu erkennen, was notwendig ist, um sein Leben sinnvoll zu machen. Und es geht immer wieder darum, den Sinn des Lebens zu erkennen. Nämlich, dass wir einen Körper von Gott geschenkt bekommen haben, nicht um Blödsinn damit zu machen, nicht um von Gott weg zurücken, nicht um den Unglauben hochzuhalten, sondern wir haben den Körper von Gott bekommen, um ihn als Werkzeug zur Erkenntnis zu benützen.

Was heißt das: Werkzeug zur Erkenntnis? Ganz einfach. Wenn wir etwas falsch machen, dann bekommen wir es an unserem Körper zu spüren. Wenn wir falsch denken, wenn wir falsch fühlen, belasten wir den Körper mit dem Unguten und früher oder später müssen wir erkennen, dass der Körper nicht mehr so mitmacht, wie wir gerne möchten. Im übrigen muss man sich ja vorstellen, dass der Körper eine sehr zähe Angelegenheit ist. Der Mensch kann ja täglich das Falsche machen, ohne später kommende Folgen. Wir müssen wissen, dass wir – jeder von uns – ein bestimmtes Karma mitgebracht hat. Es muss keine Schuld sein, es kann auch etwas Positives sein. Im Karma wird sowohl das Positive als auch das Negative gespeichert. Und der Mensch bekommt immer jenen Körper, er bekommt auch jene Umgebung, um das Gespeicherte aufzulösen. Es geht immer darum, das aufzulösen, was einen bedrückt.

Was einem Schwierigkeiten bereitet, das soll man nicht bekämpfen, meine lieben Freunde - Kampf erzeugt wieder Gegenkampf, Gewalt erzeugt Gegengewalt – sondern man soll es durch viel Geduld und vor allem durch tägliche Einstellung abbauen. Abbauen heißt, man soll es durch Erkenntnis, durch Demut, durch Vertrauen auflösen.

Das ist die wichtigste unserer Aufgaben. Und so kommen wir im Leben mit Situationen zusammen, die nicht immer gut sind, die nicht immer erfreulich sind. Wir bekommen Partner, mit denen es Reibereien gibt. Und da möchte ich folgendes dazu sagen: Wenn Menschen aus irgendeinem Grund zusammen kommen, zusammen arbeiten müssen, zusammen leben müssen, oder auch leben dürfen, so haben sie die Aufgabe, ihr gegenseitiges Karma zu verbessern. Einen Weg gemeinsam zu gehen, denke ich, ist eine sehr schöne Aufgabe, vor allem wenn wir wissen, dass ALL DAS nicht umsonst ist, was wir tun dürfen oder auch durchzustehen haben. Wenn wir ja dazu sagen zu den Schwierigkeiten, die wir vielleicht haben, so haben wir die große Chance, das zu überwinden und frei davon zu werden.

Nun mein lieben Freunde, es gibt nicht nur ein Einzelkarma, es gibt auch ein Familienkarma, es gibt auch ein Länderkarma und es gibt auch ein umfassenden Karma für unsere gesamte Welt. Und da muss ich sagen, es besteht heute eine Wende. Die Menschen haben die Chance, gemeinsam das Gute zu wollen und gemeinsam das Gute zu verwirklichen.

BG: „Dann kommt eine Weltregierung“

Ja, es geht jetzt um Alles: Es ist der Kampf auf der Welt: das Böse gegen das Gute, und wenn wir zusammen stehen, dann werden wir es schaffen. Und noch etwas hat mich an die Geschichte erinnert, die Bruno gesagt hat. In dem Augenblick, wo alle, die meisten ihre Solidarität erklärt haben, ist mir der Satz von Bruno Gröning eingefallen, wo er gesagt hat: „Ja, ja, zuerst gibt es ein vereintes Europa, und dann kommt eine Weltregierung, hat er wortwörtliche gesagt, kommt eine Weltregierung, wo die Eingreiftruppen, eine gemeinsame Eingreiftruppe, hat der Bruno gesagt, wird dafür sorgen, dass Frieden zustande kommt. Hmmm. Damals vor 40 Jahren, unglaublich. Bis jetzt hab ich gedacht, na gut, also das vereinte Europa kommt. Die Weltregierung unvorstellbar. So, jetzt hat sozusagen die Gewalt zugeschlagen und rüttelt alle Menschen guten Willens wach. Das muss man sich mal vorstellen. Auch alle Religionen sind entsetzt und ziehen an dem gleichen Strang. So hat die Menschheit immer die Wahl zwischen Gut und Böse. Jeder hat die Wahl. Er kann eine Situation zum Guten verwenden und man kann eine Situation zum Unguten verwenden.

Wie der Wille so der Gedanke, hat Bruno Gröning erklärt. Und wenn man gesehen hat, was böse Gedanken, böse Vorstellungen für Folgeerscheinungen haben, wo man gedacht hat, das ist unmöglich, was lernen wir daraus? Wir lernen daraus, dass gute Gedanken und gute Vorstellungen, dass Vertrauen und Glauben stärker ist, als alles. Wir sollen nur soweit kommen, dass wir das als Zeichen nehmen, für die Chance,  für die Menschen, zusammen zu halten. Und wir sollen etwas mehr tun, liebe Freunde. 


Wir sollen davon überzeugt sein,  dass es die Menschheit schafft. Wir sollen davon überzeugt sein, dass es so geführt wird, dass die Gewalt nicht siegen kann. Sondern dass die Gewaltlosigkeit siegen wird. Es liegt also auch an uns, an uns kleinen Menschen, es liegt an uns, die Welt zu befrieden.


Wie kann man das verstehen? Wir sind Kinder Gottes. Und wenn wir das Gute wollen, dann sind wir mit Gott, mit dem Göttlichen in Verbindung, mit der göttlichen Energie. Und wenn wir uns mit dieser Energie verbinden, in tiefem Vertrauen, in tiefer Überzeugung, in tiefer Demut, dann ist diese Überzeugung ein Auslöser für die Kraft, für das göttliche Feld. Das göttliche Feld ist so stark, man kann es kaum glauben, wie stark das göttliche Feld ist. Es braucht aber auch Menschen die glauben, dass das Gute in der Welt geschieht. Wir sind halt auf diese Weise Werkzeuge Gottes, wenn wir ja dazu sagen und wenn wir fest sind in der Überzeugung, wenn wir nicht zweifeln, wenn wir uns von den falschen Bildern nicht in Angst und Schrecken versetzen lassen, wenn wir sagen, aha, und jetzt wollen wir immer mehr und mehr Menschen, die wirklich das Gute, die wirklich die große Umkehr wollen, so wie Bruno Gröning gesagt hat. Es ist meistens so gewesen, dass die Menschen, die den göttlichen Weg gehen, immense Schwierigkeiten haben. Hmm (lacht) und Goethe hat schon in seinem Faust den Mephisto sagen lassen:

„Ich bin stets ein Teil von dieser Kraft, die stets da Böse will und doch das Gute schafft!“

Er weiß es ganz genau, dass er letztlich verlieren wird, der Böse, aber er versucht es immer wieder, mit der Versuchung nachzuhelfen, um den freien Willen der Menschen zu testen und ihn auf die Probe zu stellen.

Gott braucht starke Menschen im Guten, Gott braucht überzeugte Menschen im Guten. Das muss man bedenken. Und schon Jesus Christus hat  gesagt zu den Menschen: „Ach, wäret ihr doch heiß oder kalt! Weil ihr aber lau seid, will ich euch ausspeien!“ Das heißt, mit lauen Menschen kann man nichts anfangen! Und warum heiß oder kalt? Weil der ärgste Gegner kann zum überzeugendsten Befürworter werden. Vergesst nur nicht, der Apostel Paulus war ein großer Verfolger von Jesus Christus: Und da ist ihm das Licht erschienen, ein ganz helles Licht. Und Jesus hat aus diesem Licht herausgesprochen: „Saulus, Saulus, warum verfolgst Du mich?“ Und das war bei ihm die große Umkehr. Er war vorübergehend von dem Licht geblendet und dann ist er in sich gegangen und hat sich gefragt: Ja, warum verfolge ich den Menschen, der das Gute will? Und da hat er sich bekehrt. Und der Saulus ist zum Paulus geworden. Und dann hat er sich für das Gute eingesetzt wie vorher für das Ungute. Wäre er aber lau gewesen, hätte er nur gesagt: Was geht mich das an? Ich bin weder Befürworter noch Verfolger. Und daher ist es schon wichtig, dass man erkennt, dass man mit der Lauheit auch Schuld auf sich ladet, weil man nicht das tut, was man vor der Geburt versprochen hat.

Bruno hat gesagt, jeder hat etwas versprochen, vor der Geburt. Und da, wenn der Mensch geboren wird, wenn er heranwächst, dann wird das Gehirn von außen programmiert, von der Welt her, von den äußeren Eindrücken her. Und die innere Leitung, die leise innere Leitung, die leise anklopft ist, wird beiseite geschupst. Ach was, blöde Einbildung, blöde Phantasie heißt es dann. Und so versäumen manche Menschen, viele Menschen erkennen nicht den Sinn ihres Lebens. Sie verleben ihr Leben, hat Bruno Gröning gesagt und sie erleben es nicht.

Und wenn die Zeit vorbei ist, wo man diesen Körper sein Eigen nennt und wieder den Körper verliert, in dem Augenblick an der Schwelle von hier nach drüben, da ist für jeden Menschen sozusagen der jüngste Tag. Er wird nicht durch Gott gerichtet. Er richtet sich durch seine eigene Erinnerung. meine lieben Freunde. ER sieht sein Leben ablaufen, ohne die Maske des Materialismus, ohne den Schleier des Vergessens. Und dann sagt er: Mein Gott, sagt er dann, was hätte ich tun können? Und was habe ich getan? Und so wie Faust spricht: „Jetzt steh ich da ich armer Tor und bin so klug als wie zu vor“, wenn man das Leben verlebt.

Aber es geht ja noch viel weiter, liebe Freunde. Wenn man den Körper, der ja ein Geschenk Gottes ist, der eine Gnade Gottes ist, damit wir den Körper überhaupt haben, damit wir unterschieden können zwischen  Gut und Bös. Der Körper ist das Instrument, der uns unterscheiden lehrt. Ohne Körper ist jeder in seiner Sphäre eingeschlossen, wo alle gleichgesinnt sind. Nach dem Tod kommt er nur mit Gleichgesinnten zusammen. Und hier auf Erden haben wir die Chance, den gesamten Umfang des Lebens, den gesamten Umfang menschlicher Güte aber auch menschlichen Gemeinheit kennenzulernen. Und da ist die Gnade Gottes. Man muss sich nur vorstellen, dass Bruno damals zu mir gesagt hat, schon im Jahre 1950: „Auch dein Körper ist ein Geschenk Gottes!“ damals habe ich mir gedacht: Na Mahlzeit!“ Aber es ist wahr. Und ich habe das Geschenk nutzen dürfen. Und wenn man dieses Geschenk nützt, alle Freunde, alle Menschen sollen ja auf ihren Körper achten und dankbar sein für jeden Tag und in sich hineinhorchen, was ist meine Aufgabe? Was kann ich für mich jetzt tun, damit mein Karma gelöscht wird?

Wann wird ein Karma gelöscht?

Und jetzt geht es darum, die Frage zu stellen: Wann wird ein Karma gelöscht? Was ist Karmaauflösung und was ist Karma bildend? Und wenn man ganz genau darüber nachdenkt und wenn man ganz in sich hineinhört, kommt man früher oder später dahinter, dass nur durch die übergeordnete Liebe zu den Menschen, die selbstlose Liebe Karma auflöst.

Alles andere, was wir da tun, was wir denken, was wir da planen, auch wenn wir noch so gut wollen, und auch wenn wir unseren Partner umerziehen wollen, schafft Karma, liebe Freunde. Man kann nur freiwillig lernen und wenn wir sozusagen eine gute Ehe schwingen und alles Mögliche erklären, und mit dem nötigen Druck dahinter, schaffen wir schon wieder Karma. Also man kann auch im guten Glauben Karma aufbauen, in dem Augenblick, wo wir den anderen nicht auf freiwilliger Basis helfen. Den Weg zeigen, hat Bruno gesagt und ihn nicht mit dem Fuß in den Weg hinein schubsen. Das müssen wir auch lernen, keine Gewalt anzuwenden. Der Mensch hat schon so viel Gewalt getan und sich mit soviel Gewalt belastet. Denken wir doch an die Christianisierung: Was hat diese Christianisierung für negatives Karma geschaffen? Was hat die Christianisierung, die mit Gewalt durchgeführt worden ist für Bindungen aufgebaut? Wo die Menschen, die reinkarnierten Menschen, heute noch dran knabbern müssten, ohne zu wissen, warum es ihnen so schlecht geht, meine Freunde?

Man kann nur sein Schicksal durch den Willen zum Guten auflösen

Ich habe in den letzten Tagen merkwürdigerweise immer neue Telefonate bekommen, wo es geheißen hat: Was soll ich tun? Ich kann nicht mehr! Ich kann nicht mehr an mich glauben, ich kann nicht mehr an Gott glauben, ich kann überhaupt nicht mehr! Und der eine hat mir z.B. gesagt, er hat schon auf den Geleisen gesessen, auf den Bahngeleisen. Aber dann hat er sich doch überlegt, dass das überhaupt nichts nützt, weil er dann mit dem gleichen Karma wiedergeboren wird. Da ist er dann kleinlaut aufgestanden und von den Geleisen wieder heruntergekrochen. Gott sei Dank. Aber man kann seinem Schicksal nicht entrinnen, man kann nur sein Schicksal auflösen. Ja, das ist hier die große Erkenntnis. Man kann sein Schicksal nur durch die Erkenntnis durch den Willen zum Guten auflösen. Und wenn man sagt: „Ich will nicht! Ich kann nicht!“, so ist man in Wahrheit dem Bösen verfallen, der Einflüsterung des Bösen! Weil es ist doch so, meine lieben Freunde: Entweder wir glauben an die Allmacht Gottes, oder wir glauben nicht und lassen uns von der negativen Seite beeinflussen. Und der eine am Telefon hat zu mir gesagt: „Ich habe vor einem Angst, Herr Hosp, ich habe auch vor Ihnen Angst!“ Ahaa, das ist aber gut, hab ich gesagt, weil ich weiß, Sie werden beeinflusst durch das Böse! Ja, so ist das. Oft ist das Böse die Eingrenzung, ist die BEGRENZUNG, ist der Wille des Negativen den Menschen geistig, seelisch und körperlich zu vernichten. Das muss man bedenken. Und dann sehen wir nicht, wie die Situationen sind, da kann man nur eines tun, sich eine andere Vorstellung bilden. Denn wenn man über die Situation nachdenkt, sind die  scheinbar ausweglosen Situationen oft nur ein Spiegelbild unserer Ängste, unserer Unfähigkeit, an das Göttliche zu glauben.

Meine lieben Freunde, bedenken wir doch: Wir bekennen uns zu Gott, wir bekennen uns zur Allmacht und in Wirklichkeit machen wir uns in die Hosen. So ist das! Ja. Ich bin so realistisch, ich muss schon drastisch sein, damit die Freunde erkennen, ja wo stehe ich denn wirklich? Wo befinde ich mich in meiner Vorstellung? Es ist alles Vorstellung, auch wenn man etwas möchte, wenn man sich nach etwas sehnt und unglücklich ist, ist doch reine Vorstellung, das sehen wir doch überall in Österreich, wo es unglückliche Menschen gibt. Das ist ja Wahnsinn. Schauen wir doch in die anderen Länder, wo das Elend ist und trotzdem sind die zufriedener als wir im reichen Österreich. Und wenn wir jetzt Angst haben vor der Zukunft dass da irgendetwas sein könnte, zumeist was mit dem Geld sein könnte, dann sage ich: Wo bleibt das Vertrauen in die göttliche Führung? Und wenn wir mal ein bisschen zurückschauen und uns erinnern: Ja, da habe ich die Hilfe gehabt und da habe ich die Hilfe gehabt und da habe ich sogar etwas WUNDERVOLLES erlebt, dann vergessen wir das und dann kommt der nächste Berg vor unserer „Schnauze“ und sagen “Um Gottes Willen! Um Gottes Willen, was hab ich für eine Angst davor?“ Angst ist unnötig, hat der Bruno gesagt, Angst ist Mangel an Vertrauen.

Und in Wirklichkeit ist es das Hängen am körperlichen Leben, solange wir uns noch als körperliches Wesen betrachten. Der Körper ist angreifbar, der Körper ist verletzbar. Der Körper hat Angst. Aber wenn wir uns nun in unserer Spiritualität, in unseren Geist hineinversetzen.  Ja, was haben wir dann zu verlieren? Wer kann uns denn drohen, wenn wir uns als Geistwesen fühlen? Das müssen wir bedenken. Wir sind unsterbliche Geistwesen. Wir haben von Gott für eine bestimmte Zeit einen Körper geliehen oder geschenkt bekommen. Und wenn wir für diesen Körper dankbar sind, dann wird dieser Körper beschützt, weil er unser Werkzeug ist, um Karma abzubauen, um Erkenntnisse zu erlangen, um Gott zu erkennen, meine lieben Freunde. Da werden wir geschützt, so lange beschützt, bis unser Zeit hier abgelaufen ist. Ja, so ist das, meine lieben Freunde.

Und noch etwas muss ich sagen: Lernen wir doch endlich, auf uns selbst zu achten. Lernen wir uns selbst zu prüfen, wo bin ich, was bin ich  und wozu fühle ich mich berufen? Was ist meine wirkliche Aufgabe? Nicht immer denken, dem muss ich jetzt helfen und dem muss ich helfen und das muss ich tun...alles Ablenkungen. Ablenkungen von uns selbst. Ja so ist das und so lange der Mensch sagt, ich will den anderen helfen und solange er selbst am Boden kriecht, kann er gar nicht helfen, weil er zu schwach dazu ist. Und wenn ich zum Beispiel auch wieder einen Anruf bekomme: „Um Gottes Willen, mir geht es so schlecht, mir geht es immer schlechter, aber dabei will ich doch den anderen Menschen helfen...,“Meine Freunde, was ist denn das in Wirklichkeit für eine Einbildung, wenn man selber im Keller sitzt und dem da oben sagt, warte ein bissel, du musst auf die Leiter dort und dort hin steigen. Nein nein, der Bruno hat gesagt: Erst muss man selbst in Ordnung kommen, deshalb in Ordnung zu kommen, um ein brauchbares Werkzeug zu sein.