Hilfe und Heilung auf geistigem Wege 
durch die Lehre Bruno Grönings

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OM Deutsch 12.Janauar 2017


ZUM HEIMGANG BRUNO GRÖNINGS am 26. Januar 1959

 

Herzlich willkommen, meine lieben Freunde von nah und fern zu unserer Online Gemeinschaftstunde hier heute abend im Internet. Ich begrüße euch alle herzichst und wünsche einem jedem viel göttliche Kraft, viel Heilstrom und vor allem viel Heilung in allen Aspekten eures individuellen Lebens.


Heute ist der 12. Janaur 2017 und ich wünsche euch allen noch mal ein frohes gesundes neues Jahr. Möge dieses Jahr viel Glück und Zuversicht, Gesundheit und Wohlstand bringen und vor allem viel göttlichen Segen und Erfolg auf dem geistigen Weg.  Unser großer Freund Bruno Gröning führt uns weiterhin liebevoll an seiner Hand und sofern wie diese Hand nicht loslassen, stehen wir unter seinem Schutz, das spüre ich ganz genau. Ich durfte wieder so wunderbare Dinge erleben, die dank Eures Einstellens in den Gemeinschaften und auch auf Facebook in der Unabhängigen Gemeinschaft Bruno Grönings super gelaufen sind. Mein kleiner Enkelsohn wurde geboren, wie i ja schon wisst. Die Geburt war trotz Kaiserschnitt einmalig leicht, meine Tochter konnte schon 3 Tage danach mit dem kleinen Tom nach Hause, die Narbe ist sensationell schnell verheilt und ich danke allen lieben Freunden, die sich mit mir für Mutter und Kind eingestellt haben. Bei meiner anderen Tochter ist das Vorstellungsgespräch super gelaufen, sie musste ja einen wissenschaftlichen Vortrag halten und  war sehr aufgeregt, ob sie es schafft, aber Dank der Freunde war sie am Tag des Vortrages super ruhig und gelassen und wir wissen zwar noch nicht ob sie die Stelle bekommt, aber die Angst war ihr genommen, und das ist eigentlich ja das Wichtigste, denn ihr wisst ja, Angst ist das Gegenteil von Liebe und Vertrauen und „Angst essen Seele auf“, wenn ihr euch noch an diesen Film mit Brigitte Mira erinnert.

Wir befinden uns im Monat Januar des neuen Jahres, und wie ich in den letzten 30 Jahren beobachten konnte, gab es im Januar immer so eien ganz bestimmte Durststrecke, wie mir scheint, dass nach dem 26. Januar, der ja Bruno’s Heimgangstag ist, alles irgendwie leichter wird. Ja, in dieser Zeit im Jahre 1959 hatte Bruno Gröning seine schwerste Zeit und mit meisterhafter Selbstbeherrschung hat es ihm kaum jemand angemerkt, wie es wirklich um ihn stand. 


Bruno Gröning hatte zeit seines Lebens nichts weiter gewollt als den notleidenden Menschen zu helfen. Dies ging soweit, dass er sich selbst dabei völlig außer Acht ließ. Er war stark und hatte mit beinah unmenschlicher Kraft den ersten und zweiten Weltkrieg überlebt, d.h. den Hunger seiner Familie und die großen Kriege schon in seiner Kindheit vorausgesehen und Vorsorge dafür getroffen. Mir sind  hier zwei Briefe, geschrieben an ihn von seiner Schwester und seines Neffen besonders ans Herz gegangen, die besagen und beschreiben dass Bruno wirklich ALLES wusste. Ich lese euch diese Briefe, aus gegebenem Anlass, vielmehr sind es eidesstattliche Erklärungen einfach mal vor (die Originale und Abschriften könnt ihr auf der Webseite der Bruno Gröning Stiftung nachlesen und einsehen:

Eidesstattliche Erklärung von Heinz Sonnenberg

 

 Hiermit erkläre ich in Eides statt, dass mein Onkel Bruno an mir viel Gutes getan hat, und zwar durch der mir sehr gut bekannten großen unmenschlichen Kraft, die meines Wissens zur damaligen Zeit wenigen Menschen bekannt war, noch überhaupt daran glauben konnten, dass mein Onkel über sehr große unmenschliche Kräfte verfügte. Um hier ein kurzes klares Bild geben zu können, führe ich nur einzelne Tatsachen auf. Als Kind im Alter von 6-8 Jahren hörte ich schon verschiedene Dinge von meiner Mutter über meinen Onkel. Dieses waren Sachen, die für mich als Kind unfassbar waren. Meine Mutter glaubte fest an dem großen Können meines Onkels. Zu dieser Überzeugung bin auch ich so nach und nach gekommen, dass tatsächlich vieles, was ich beobachten konnte, sich bewahrheitet hat. (Einzelheiten) Nach meiner Schulentlassung arbeitete ich auf dem Postamt, bei einem Zusammentreffen mit meinem Onkel sagte er mir, dass ich auch bald eingezogen würde, dieses ist auch nach kurzer Zeit eingetroffen, und ich kam zum R. A. D.1 . (1 Anmerkung der Bruno Gröning Stiftung: RAD ist die Abkürzung für den „Reichsarbeitsdienst“, eine nationalsozialistische Organisation zur Zeit des Dritten Reichs.)

Nach meiner 3-monatigen Dienstzeit wurde ich entlassen und kam wieder nach Hause, wurde aber 3 Tage später zur Wehrmacht einberufen. Mein Onkel hat mir alles gesagt, wie es mir beim Einsatz an der Front ergehen würde, was sich dann auch später bewahrheitet hat. Ich hatte sozusagen meinen Schutzengel bei mir, der mir durch alle Gefahren und Leiden geholfen hat. Nachdem ich meine Mutter gefunden hatte, erklärte sie mir, dass mein Onkel ihr schon den Tag unseres Wiedersehens gesagt hatte, worüber ich mich immer mehr wundern musste, als alles so eingetroffen war und stimmte. Über Sachen während der Kriegszeit brauchte ich meinem Onkel nichts zu erzählen. Ich kam aus dem Staunen nicht mehr heraus, als er mir alles gesagt hatte, wie es mir ergangen war. Deshalb habe ich mich schon als Kind von ihm führen lassen, wobei es mir sehr gut gegangen ist. Ich freue mich deshalb immer wieder, solch einen Onkel zu haben.

Vollständige Originale einsehbar auf

 www.bruno-groening-stiftung.org


Ostscheid, den 6.3.49, Heinz Sonnenberg

Brief von Maria Sonnenberg:,BG’s Schwester, 30.09.1948:

Lieber Bruder Bruno!

 

Gebe Dir unter Eides statt, was Du Großes auf dem Gebiete des Hellsehens und in der Heilkunde für große Wunder gewirkt hast, die meines Wissens nur einmalig sind. Um mich hierin kurz zu fassen, möchte ich nur die größeren Wunder, die Du gewirkt hast, hier schriftlich niederlegen. Als Erstes möchte ich vorausschicken, dass Du, mein lieber Bruder Bruno, schon als Kind vieles vorausgesehen hast wie: den Krieg 1914/18, das Schicksal Deiner Geschwister, Eltern und auch das der Männer sowie vieler, vieler anderer Leute. Alles ist haargenau so eingetroffen, wie Du es immer vorausgesagt hast. Was der letzte Krieg anbetrifft, hast Du schon Jahre vorausgesagt, der Kriegsbeginn stimmte auf den Tag und Stunde, Kriegsende stimmte ebenfalls genau auf den Tag.

Die Folgen des Krieges sind ebenfalls so eingetroffen, wie Du es auch vorhergesagt hast, auch dass wir unsere Heimat verlassen müssen usw., ist auch eingetroffen. Dein Anraten, Monate vorher zu flüchten, haben wir nicht befolgt, dieses hast Du auch gewusst und uns gesagt, dass wir aus der Heimat fast nackt vertrieben werden und dazu noch unser Leben in Gefahr sein wird. Um diesem Übel (Gefahr) abzuhelfen, hast Du mich beauftragt, all unsere Familienangehörige vor diesem Unheil zu schützen. Du sagtest wirklich: Unsere Heimat wird unter größerem Feuer dem Feind unterliegen und Du würdest Wunder wirken lassen, wozu sonst kein Mensch in der Lage ist, solche großen Wunder zu wirken.

Darauf gabst Du mir den Auftrag, ich sollte mich beim allergrößten Beschuss in demselben mit der allergrößten Ruhe aufhalten und würde von keinem dieser Bomben und Granaten auch nur auf das Geringste verletzt werden. Dieses habe ich tatsächlich beim Austragen meiner Post genau so ausgeführt und bin ganz unversehrt durch den größten Beschuss und Bombenhagel durchgekommen. Weiter habe ich von Dir den Auftrag erhalten, dasselbe mit all unseren Familienangehörigen zu tun, auch hier würde ich feststellen, dass keiner der in meiner Nähe ist, nur das Geringste passieren wird, tatsächlich war das auch hier der Fall. Die Bomben und Granaten krachten nur so um uns und keiner wurde auf das Geringste verletzt, auch wurden wir von den Russen stark unter Feuer genommen, so dass die Kugeln nur so um unsere Köpfe flogen, auch hier wurde keiner getroffen noch irgendwie verletzt. Alles ist so glatt und sicher verlaufen, wie Du es mir schon Monate vorher gesagt hattest. Alles ist ganz genau so eingetroffen, wir konnten uns tatsächlich unter dem allergrößten Beschuss überall frei bewegen, ohne die Befürchtung zu haben, getroffen zu werden.

Ich könnte tatsächlich noch viele solcher Wunderdinge aufzählen, die sich ebenfalls restlos bewahrheitet haben. Erwähnen aber möchte ich noch, dass Du unseren Bruder Georg und meinen Sohn Heinz dasselbe an der Front mit auf den Weg gegeben hast, auch diese Beiden haben mir, wie Dir, dasselbe bestätigen müssen, dass alles sich genau so dort selbst abgespielt hat, wie Du es Ihnen in meiner Gegenwart vorausgesagt hattest. Außerdem möchte ich Dir, lieber Bruno, noch die Bestätigung geben, dass ich mein Sohn Heinz genau an dem Tage wiedergefunden habe, wie Du ihn mir schon drei Jahre im Voraus gesagt hast. Alles in allem hat sich restlos bewahrheitet, ich kann mit der größten Bestimmtheit sagen, Du alleine bist der größte Wundermensch aller Zeiten, es ist bei Weiterem nicht alles, was Du schon Großes geleistet hast, so auch als großer Wunderdoktor. Erwähnen möchte ich hier nur einen Fall, indem Du Deiner Frau die beiden Brüste, die stark und fieberhaft entzündet waren und schon die Größe eines Kinderkopfes hatten, und dass Du sie, selbst in hohem Fieber lag, in genau drei Minuten wieder ganz normal hergestellt hattest, ist bestimmt einmalig in der Welt. Dasselbe kann ich auch von mir sagen, als ich ein schweres Brustleiden hatte, wo selbst sogar der Arzt versagte und mir keine Hilfe mehr geben konnte, dass Du mir dieses große Leiden in wenigen Tagen, ohne die Brust berührt zu haben, geheilt hast. Es würde bestimmt zu weit führen, um alle Einzelheiten genau aufzuführen.

Ich bin der festen Überzeugung, dass Du, mein lieber Bruder Bruno, auch weiterhin solche großen Wunder in Deinen weiteren Leben vollbringen kannst und wünsche Dir auf diesem Wege weiterhin die besten größten Erfolge auf dem Gebiete Deiner großen und unendlichen Kraft. Ein zweiter Mensch wie Du es bist, muss noch erst geboren werden.

Zum Schluss meiner hier gemachten Ausführungen, die ich unter Eides statt gegeben habe, unterliegen keinem Zweifel, so unwahrscheinlich es auch klingen mag, für mich bist Du, mein lieber Bruder, der größte Wundermann aller Zeiten, möge der Herrgott Dich weiterhin in Deiner Kraft bestärken, sodass Du noch viele Menschen, die guten Willens sind, helfen und heilen kannst. Dagegen die schlechten Menschen je nach Größe der Schlechtigkeit zu strafen. So leicht auch Deine Worte klingen mögen und von sehr vielen Menschen als Spinnerei betrachtet, so wahr und sicher wird sich jede von Dir ausgesprochenen Silben bewahrheiten, wovon der eine früher und der andere später von dem rein überzeugt wird.


Frau Maria Sonnenberg

geb. Gröning

Löhne, d. 30.9.48

Selbst im Jahre 1943 zur Wehrmacht eingezogen, hatte Bruno Gröning nicht viel zu lachen. Er nahm kein Blatt vor den Mund, um seine Gesinnung gegen den Krieg an sich, laut und deutlich kund zu tun. Er sagte mal: „Ich weiß wie ich gegen den Feind, und damit meinte er das Böse, zu kämpfen habe. Wo Gott, da ist Frieden, wo Satan, da sind Kriege!“ weil er sich weigerte auf Menschen zu schießen, wurde ihm mehrmals mit dem Kriegsgericht gedroht. In russischer Kriegsgefangenschaft hatte er die Gelegenheit sofort entlassen zu werden. Er bot sozusagen seinen Kopf dafür, dass er das Kriegsende mit Datum genau voraussagte. Der Russe hatte es sich wohlweislich gemerkt und ihm mit Erschießen gedroht, sollte dieses Datum nicht stimmen. Aber Bruno Gröning hatte recht. Der Krieg war genau an jenem Tag zuende, wie er vorausgesagt hatte. Er war frei und konnte gehen. Aber Bruno Gröning setzte sich für seine Kameraden ein und sagte, dass er nur gehen würde, wenn man auch seine Kameraden frei lassen würde. Als das abgelehnt wurde und seine Truppe nach Russland in Viehwaggons gepackt wurde, ging er mit. Welch eine Größe, liebe Freunde, bedenkt doch nur, er war frei und ging FREIWILLIG mit seinen Kameraden nach Russland in die Kriegsgefangenschaft, wo er auch dort für jene viel Hilfe und Heilung erwirken konnte.

Was hat dieser Mann durchgestanden? Was hat er auf sich genommen, um den Menschen in diesen aussichtslosen Zeiten zu helfen???


Auf seiner Wanderung von Russland zurück nach Deutschland und später in Dillenburg wohnhaft hatte er auch noch einiges durchzustehen. Eines seiner beiden Kinder, Harald,  war bereits im Jahre 1940 in Danzig gestorben und der zweite Sohn Günther starb darauf im Jahre 1947. Noch so ein Schicksalsschlag, dass allein schon einen Menschen zur Verzweiflung führen könnte. Zwei Kinder zu verlieren, beide nur 9 Jahre alt, ist glaube ich eines der schlimmsten Schicksalsschläge, die man sich überhaupt vorstellen kann.


1948 wird Bruno Gröning immer mehr von Kranken aufgesucht, die ihn um Heilung bitten.

Anfang 1949 trennt sich Bruno Gröning von seiner Frau.

Er hält sich im Ruhrgebiet auf und wird in Herford zu einer Villa am Wilhelmsplatz 7 eingefürt. Ingenieur Helmut Hülsmann aus dem westfälischen Herford informiert die Presse über Heilerfolge an seinem Sohn Dieter. Dadurch wird der Name Gröning in der Öffentlichkeit bekannt. In der Hoffnung auf Heilung reisen Kranke aus ganz Deutschland und vom Ausland nach Herford. Bruno Gröning hält Ansprachen, in denen er zum Glauben an Gott aufruft und auf die Notwendigkeit einer christlichen Lebensführung hinweist. Während seiner Vorträge, aber auch bei seiner schweigenden Anwesenheit, geschehen Heilungen.

Herfords Oberstadtdirektor Meister erteilt Bruno Gröning ein Heilverbot wegen Verstoßes gegen das Heilpraktikergesetz. Gröning reist daraufhin von Herford ab und beauftragt seinen Mitarbeiter Egon Arthur Schmidt mit der Gründung des Vereins „Ring der Freunde Bruno Grönings“.

Bruno Gröning fährt nach Hamburg, in der Hoffnung, dort seine Heiltätigkeit fortsetzen zu können. Der Hamburger Oberbürgermeister erteilt ihm jedoch ein Redeverbot, sodass Gröning die Stadt wieder verlässt.

Die Zeitschrift „Revue“ beabsichtigt, Bruno Grönings Fähigkeiten durch klinische Experimente überprüfen zu lassen. Gröning willigt ein und begibt sich zu diesem Zweck in die Heidelberger Universitätsklinik. Unter der wissenschaftlichen Leitung des Marburger Psychologen und Mediziners Prof. Dr. H. G. Fischer lässt er seine Tätigkeit von einer Ärztekommission überprüfen. Die Untersuchungen führen zu einem Gutachten, welches grundsätzlich Heilerfolge bestätigt, jedoch eine Heiltätigkeit nur unter ärztlicher Aufsicht empfiehlt.

In Süddeutschland lernt Bruno Gröning Leo Harwart kennen, den Besitzer eines ehemaligen Pferdegestüts bei Rosenheim. Aus Dankbarkeit für die Heilung einer Verwandten, stellt dieser Gröning seinen „Traberhof“ als Wirkungsstätte zur Verfügung. Als durch Zeitungsberichte die Anwesenheit Bruno Grönings bekannt wird, beginnt ein Massenansturm auf das Gelände, der mehrere Wochen lang andauert. Immer wieder kommt es unter den Besuchern zu Heilungen, darunter auch von Erkrankungen, die medizinisch als unheilbar eingestuft werden. Aber auch das Gesundheitsamt Rosenheim ist der Ansicht, dass Grönings Tätigkeit gegen das Heilpraktikergesetz verstößt. Daher plant Bruno Gröning die Errichtung von Heilstätten, in denen er mit staatlicher Genehmigung, begleitet von Ärzten, wirken darf und stellt in Bayern einen Antrag auf Erteilung der Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde nach dem Heilpraktikergesetz. Er bittet die Heilungssuchenden, ihn nicht mehr am Traberhof aufzusuchen; sobald Heilstätten errichtet seien, wolle er die Menschen durch die Medien informieren. Bruno Gröning hält nun im kleinen Kreis Vorträge in Bad Wiessee.

Der Filmregisseur Rolf Engler dreht den Dokumentarfilm „Gröning“. Dieser wird in Kinos in München, Essen und Gelsenkirchen uraufgeführt.

1950

Der Geschäftsmann Otto Meckelburg bietet sich Bruno Gröning als Manager an und gründet den Verein „Gemeinschaft zur Erforschung Gröning’scher Heilmethoden e.V.“. Meckelburg wird Geschäftsführer des Vereins und schließt mit Gröning einen Vertrag, nach dem dieser sich ganz dem Verein zur Verfügung zu stellen hat. Gröning hält bei von Meckelburg organisierten Veranstaltungen in Hotels und Gaststätten Vorträge in Wangerooge, Oldenburg, Mittenwald und Werlte im Emsland vor zwischen 30 und 120 Anwesenden. Unter anderem verspricht Meckelburg - gegen den ausdrücklichen Willen Grönings - der an doppelseitiger Lungentuberkulose erkrankten Ruth Kuhfuß eine Heilung. Sie stirbt.

Das Bayerische Staatsministerium des Inneren genehmigt die Ausübung der Heilkunde in einer Heilstätte nicht.

Nun hält Bruno Gröning Vorträge in der Praxis des Münchner Heilpraktikers Eugen Enderlin. Dort lernt er seine spätere zweite Frau, Juliane (Josette) Dufossé, kennen. Sie wird zunächst seine Sekretärin. Es kommt zu einem Zerwürfnis mit Enderlin, und Gröning trennt sich vorerst von ihm.

Das Gesundheitsamt München fordert Bruno Gröning auf, Heilbehandlungen sofort einzustellen. In der Annahme, seine Tätigkeit stelle keine Heilbehandlung dar, hält Gröning weiterhin Vorträge im kleinem Kreis. Daraufhin erfolgt ein Strafbefehl des Amtsgerichts München, wegen Vergehens gegen das Heilpraktikergesetz. Gröning erhebt dagegen Einspruch.

1951
Gröning hält das ganze Jahr über Vorträge in der Pension Weikersheim in Gräfelfing bei München. Auch spricht er in der Praxis der Heilpraktikerin Cäcilie Scheuerecker in Grafing, ebenfalls im Münchener Umland.

1952

Bruno Gröning hält das ganze Jahr über Vorträge, anfangs in Grafing bei Scheuerecker, in unregelmäßigen Abständen in Hameln und später wieder regelmäßig bei Enderlin in Feldafing am Starnberger See. Ende des Jahres hält er Vorträge in Privatwohnungen oder in der Gaststätte „Aindorfer Hof“ in München.

Das Schöffengericht München-Land spricht Bruno Gröning von der Anklage eines fortgesetzten Vergehens gegen das Heilpraktikergesetz frei. Gegen dieses Urteil legt die Staatsanwaltschaft Berufung ein. Gröning wird aber auch in zweiter Instanz beim Landgericht München vom Vorwurf des Verstoßes gegen das Heilpraktikergesetz freigesprochen.

1953

Bruno Gröning hält zunächst wieder bei Enderlin Vorträge an denen etwa 30 bis 50 Personen teilnehmen. Die Zusammenarbeit mit Enderlin scheitert abermals, und Gröning trennt sich endgültig von ihm.

Zum Schutz seiner Tätigkeit lässt Gröning einen Verein, den „Gröning-Bund“, in Murnau-Seehausen gründen. Dem Bund schließen sich Gemeinschaften von Anhängern an, die sich in verschiedenen Orten gebildet haben. Dem Vorstand gehören an: Rudolf Bachmann, Anny Freiin Ebner von Eschenbach, Bernhard Graf von Matuschka, Konstantin Weisser, Hermann Riedinger, Egon Arthur Schmidt und Graf von Zeppelin. Gröning selbst wird Präsident auf Lebenszeit.

1954

Gröning hält weiter Vorträge, unter anderem auf dem Schloss des Grafen von Zeppelin in Aschhausen bei Heilbronn, in seiner Privatwohnung im oberbayerischen Grafrath, in der Pension „Schweiz“ in München, in Rosenheim und Graz.

1955

Erneut wird Bruno Gröning wegen eines fortgesetzten Vergehens der unerlaubten Heilkundeausübung und zusätzlich wegen fahrlässiger Tötung der Ruth Kuhfuß angeklagt.

Die Ehe mit Gertrud Gröning wird geschieden. Im gleichen Jahr geht Bruno Gröning die zweite Ehe mit Josette Dufossé ein und zieht mit Ihr nach Plochingen am Neckar.

1956

Bruno Gröning hält Vorträge, insbesondere in Süddeutschland, aber auch in Westfalen, Niedersachsen, Norddeutschland und Österreich.

Er reist mit Josette nach Frankreich und besucht unter anderem für einige Tage den Wallfahrtsort Lourdes.

Gemeinsam mit seiner Frau und seinem Rechtsanwalt Dr. Schwander reist Bruno Gröning nach Freiburg. In der dortigen Universitätsklinik lässt er Untersuchungen für ein nervenfachärztliches Gutachten zur Feststellung seiner strafrechtlichen Verantwortlichkeit erstellen.

1957

Bruno Gröning unternimmt weiter Vortragsreisen in Deutschland, aber auch in Österreich und Norditalien.

Die Vorbereitung auf den Prozess wegen der Anklage des Vergehens der unerlaubten Heilkundeausübung und der fahrlässiger Tötung kosten Gröning viel Zeit. Trotz seiner Bemühungen wird er im erstinstanzlichen Urteil des Schöffengerichts München-Land wegen eines fortgesetzten Vergehens der unerlaubten Heilkundeausübung zu einer Geldstrafe von 2.000 DM, ersatzweise 100 Tagen Gefängnis verurteilt. Bezüglich der Anklage auf fahrlässige Tötung wird er freigesprochen.

Gegen das Urteil legt die Oberstaatsanwaltschaft Berufung ein. Die Berufung richtet sich gegen den Freispruch von der Anklage auf fahrlässige Tötung sowie gegen die Strafzumessung bezüglich des vorgeworfenen fortgesetzten Vergehens gegen das Heilpraktikergesetz.

1958

Bruno Gröning hält wieder Vorträge in ganz Deutschland und Österreich. Um seine Lehre festzuhalten, nimmt er seine Vorträge und Besprechungen mit engsten Freunden auf Tonbänder auf.

In der zweiten Instanz bei der zweiten großen Strafkammer des Landgerichts München II wird Gröning bezüglich der Anklage des Vergehens der fahrlässigen Tötung und des Vergehens der unerlaubten Heilkundeausübung zu einer Strafe von acht Monaten Gefängnis sowie zu einer Geldstrafe von 5.000 DM, ersatzweise 50 Tagen Gefängnis verurteilt. Die Freiheitsstrafe wird zur Bewährung ausgesetzt. Gegen das Urteil legt Gröning Revision beim Bayerischen Obersten Landgericht ein.

Nach dem Urteilsspruch verreist er für fast zwei Monate nach Frankreich.

Bruno Gröning beschließt die Auflösung des „Gröning-Bundes“. Als Nachfolgeorganisationen werden zuerst in Österreich und kurz darauf auch in Deutschland der „Verein zur Förderung seelisch-geistiger und natürlicher Lebensgrundlagen“ gegründet. Obmann für den österreichischen Verein wird Alexander Loy-Leute auf Lebenszeit. Vereinsvorsitzender in Deutschland wird Erich Pelz für die Dauer von zwölf Jahren.

Noch einmal reist Bruno Gröning nach Frankreich. Er hält sich vorwiegend in Mimizan an der Biskaya und an der Côte d’Azur auf, fährt für vier Tage nach Lourdes und einen Tag nach Spanien. Über die Schweiz kehrt er zurück nach Deutschland.

Ende des Jahres magert Bruno Gröning stark ab. Der befreundete Arzt, Dr. Pierre Grobon aus Paris, führt die Symptome auf eine schwere Erkrankung zurück. Daraufhin lässt Gröning sich in Paris untersuchen. Diagnostiziert wird Magenkrebs im fortgeschrittenen Zustand. Obwohl Dr. Grobon zur sofortigen Operation rät, reist Gröning für einige Tage zurück nach Deutschland. Da Bruno Gröning nicht mehr persönlich zu den geplanten Weihnachtsfeiern der Gruppen seiner Freunde erscheinen kann, hält er noch in Deutschland seine Ansprache auf Tonband fest. Er fährt mit seiner Frau erneut nach Paris, um sich dort von Dr. Grobon operieren zu lassen. Der Arzt rät von einer Rückreise nach Deutschland ab und rechnet damit, dass Gröning bald sterben wird. Dennoch kehrt Bruno Gröning wieder nach Deutschland zurück.

In Plochingen finden Besprechungen Grönings mit seinen engsten Freunden statt.

1959

Zwischen Bruno Gröning, seiner Sekretärin und den Vereinsvorsitzenden erfolgen Anfang Januar letzte Besprechungen.

Danach fliegt Gröning mit seiner Frau abermals nach Paris, um sich dort erneut operieren zu lassen. Am Tag der Operation wird zur selben Zeit in München beim Bayerischen Obersten Landgericht der Prozess wegen fahrlässiger Tötung und fortgesetzten Vergehens gegen das Heilpraktikergesetz in Abwesenheit Grönings fortgeführt.

Zu einer Urteilsverkündung kommt es nicht, da Bruno Gröning am 26.1.1959 in Paris stirbt.

Das waren die Fakten liebe Freunde und der Lebenslauf Bruno Grönings in Kurzform.


Er wusste um seine Todesstunde

 

Anny Freiin Ebner von Eschenbach, 1960

 

Am 26. Dezember 1958, vier Wochen vor dem Hinscheiden Bruno Grönings, befand sich ein kleiner Kreis von Freunden bei demselben.

Bruno Gröning saß auf seinem Stuhl, und wir unterhielten uns. Da sagte er mit einem Mal: „Freunde, wenn ich nicht mehr unter euch bin, so bin ich doch bei euch vom Geistigen aus!“

Wir dachten, er geht jetzt nach Amerika, da wir wussten, dass der zu gleicher Zeit laufende Revisionsprozess für ihn das Urteil brachte.

Nach einiger Zeit sagte Bruno Gröning: „Freunde, ich frage jetzt jeden von euch, könnt ihr von heute auf morgen auf alles verzichten, selbst auf das Leben?“

Von uns verneinte jeder dies, und er sagte darauf: „Ich kann es!“

Etwas später sagte er: „Freunde, ihr müsst jetzt eine kurze Zeit ohne mich arbeiten.“

Als wir mit dem Wagen abfahren wollten, ging Bruno vor den Wagen und machte vor dem Kühler drei Kreuze.

Später kam uns der Gedanke, dass dieser Abschied einen anderen Grund hatte; wir ahnten, dass er noch viel weiter von uns gehen würde denn Amerika.

Des Öfteren sagte Bruno Gröning in seinen Vorträgen: „Habt keine Angst vor dem Tod, mein bester Freund ist der Tod – und er ist auch euer, Freund. Mein schönster Tag im Leben ist, wenn ich aus diesem Körper weg darf …“

 

– o –

 

Als ich wieder einmal eine große Gemeinheit um Bruno erlebte durch einen schmutzigen Zeitungsartikel, war ich sehr traurig und sagte zu Bruno: „Auf dieser Erde ist so schwer zu leben; man könnte nur den Wunsch haben, möglichst bald davon wegzukommen.“

Da sah mich Bruno ernst an und erwiderte: „Ich habe auch einmal Gott gelästert, als ich sagte, oh, Gott, warum hast du mich auf diese furchtbare Erde geschickt! – Aber wir müssen das Gute tun!“

Er nahm meine Hand und sprach: „Anny, nicht den Mut verlieren; nehme dir ein Beispiel an mir, ich muss durch so viel Dreck waten und die Menschen wieder an Gott anschließen. Anders hätte ich auch ein bequemeres Leben, ich könnte der reichste Mensch sein – aber dann auch der Ärmste!“

 

– o –

 

Am 16.4.1956 war Bruno Gröning bei einem Vortrag in Bad Tölz. Gleich bei Beginn seiner Worte ging er auf einen Herrn zu und sagte Folgendes: „Nein, haben Sie keine Angst, Sie sterben noch nicht, da verlasse ich vorher schon diese Erde.“

Dieser Herr lebt heute noch, – und Bruno Gröning hat wirklich schon diese Erde verlassen.

 

– o –

 

Im Jahre 1954 sagte Bruno Gröning zu mir: „In diesem Körper bin ich nur kurz als Heiler auf dieser Erde. Ich komme aber wieder – aber dann bin ich ein anderer!“

Als ich fragte: „An was erkennen wir Sie dann wieder?“, sagte er: „Lasst euer Herz sprechen, und achtet auf die Zeichen!“

Nun wollte ich noch wissen, ob ich das auch noch miterlebe, doch bevor ich diese Frage laut sagte, fuhr mir Bruno Gröning mit der Hand von der Nase zum Kinn herunter, und ich konnte kein Wort herausbringen. Ein Zeichen für mich, dass dies zu wissen für mich nicht notwendig war.

 

Quelle:

Josette Gröning (Hrsg.): Der geistig-seelische Heiler, (Marschalkenzimmern/Schwarzw. über Sulz/N., 1960)

Nr. 1, S. 11-12

Musik:

 

Bevor wir uns nun einstellen, liebe Freunde, hören wir Bruno Gröning selbst:

 

Bruno Gröning’s letzte Sequenz vom Vermächtnisband 26.12.1958:

 

„Ich werde ein Tonbandarchiv aufstellen, das den höchsten Wert, den Wert aller Menschen neu eint und dass auf diesem all das gesprochen ist, was auch später noch in der Schrift festgehalten wird und festgehalten werden kann, dass ich den Kommenden, d.h. die wir heute ins Leben rufen...

 

Wer noch nicht das Hiersein, das Leben hier als das Allerheiligste empfunden hat, der ist eine arme Kreatur.